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Grafschaft Käfernburg

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Die Grafschaft Käfernburg war ein weltliches Herrschaftsgebiet im mittleren Thüringen, das vom frühen Mittelalter bis 1387 als eigenständiger Herrschaftsbereich bestand.

Gebiet und Stammsitz der Grafen

Das Herrschaftsgebiet umfasste vor allem Ländereien um die Städte Arnstadt und Ilmenau im heutigen Ilm-Kreis sowie einige kleinere Enklaven, die in ganz Thüringen zwischen Rennsteig, Saale und Unstrut verstreut lagen. Benachbarte Grafschaften und Fürstentümer waren Schwarzburg, Gleichen, Henneberg und der Längwitzgau. Auch spielte das von Bonifatius gegründete Bistum Erfurt in der Frühphase eine Rolle.

Stammsitz der Grafen von Käfernburg war die Käfernburg südöstlich von Arnstadt nahe dem Ort Angelhausen-Oberndorf. Heute sind von der Burg nur noch Reste der Grundmauern erhalten, jedoch existiert die dazugehörige Kirche noch. Sie dient heute als Dorfkirche von Oberndorf. Die Burgruine stellt ein Bodendenkmal dar. Teilweise wurden ihre Mauern im 16. Jahrhundert abgetragen und das Material zu Renovierungsarbeiten im Jahre 1661 am Arnstädter Schloss Neideck verwendet. In historischen Quellen finden sich als Namen für die Käfernburg die Bezeichnungen Kevernburg, Keverenberc, Keverburc und Kevernburg. Die erste schriftlich überlieferte Erwähnung findet die Burg am 8. November 1141.

Als Ilmenau 1273 erstmals erwähnt wurde, waren die Käfernburger Herren über die Stadt. Sie verliehen ihr auch 1341 die Stadtrechte und das Recht Münzen zu prägen. 1343 verkauften die Käfernburger die Stadt Ilmenau mit den dazugehörigen Ländereien und dem Küchendorf Oberpörlitz an die Henneberger.

Adelsfamilie „von Käfernburg“

Die Grafen von Käfernburg wurden im 8. Jahrhundert erstmals erwähnt. Sie gehörten im frühen Mittelalter zum mächtigen Thüringer Hochadel. Ziel ihrer Machtpolitik war die Christianisierung ihrer Ländereien, was die Kirche dadurch honorierte, dass Mitglieder der Adelsfamilie mehrmals Bischöfe von Magdeburg wurden. Die Käfernburger starben 1385 aus. Der letzte Graf war Günther IX. von Käfernburg, der während eines Kreuzzuges in Palästina ohne Nachkommen verstarb. Sein Landbesitz wurde von seiner Mutter, Gräfin Sophia zu Stolberg und seiner Ehefrau Mechthild am 29. Mai 1387 an Landgraf Balthasar von Thüringen verkauft. Dieser verpfändete Schloss und Herrschaft Käfernburg am 15. Juli 1394 an seinen jüngeren Bruder Wilhelm. Nach dem Aussterben der Landgrafen von Thüringen 1446 kamen die Gebiete an nahe Verwandte der Käfernburger, die Grafen von Schwarzburg, bei denen die größten Teile des Gebietes als Ämter Arnstadt und Gehren im Fürstentum Schwarzburg-Sondershausen bis zur Gründung Thüringens 1920 auch verblieben.

Vertreter

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