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Grafen von Rechberg
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Das Geschlecht der von Rechberg und Rothenlöwen steht im Licht der Geschichte seit der Zeit Kaiser Friedrich I. Barbarossa von Staufen. Bei ihm stand Ulrich I. von Rechberg († um 1206) als Marschall des Herzogtums Schwaben im Dienst. Sie besaßen die Reichs- und Kreis-Standschaft, wurden 1577 in den Freiherren- und 1607 unter Wolf Konrad von Rechberg und Staufeneck und Weißenstein und Kellmünz zu Türkheim-Schwabeck sogar in den Grafenstand erhoben.
Die Rechbergs besaßen ein weites Gebiet um den Hohenrechberg, um Donzdorf und Weißenstein, an der Rems und am Kocher, in Rechberghausen, Wäschenbeuren und Sindelfingen, im Hohenzollerischen, von Veringen bis Schramberg, in Schwaben Weißenhorn, Illereichen, Kellmünz, Osterberg, Babenhausen, Mindelheim, Türkheim und Kronburg.
Die Familie spaltete sich seit dem 14. Jahrhundert in verschiedene Nebenlinien. Die zwei Hauptlinien bildeten Rechberg-Hohenrechberg und Rechberg-Staufeneck. 1585 stirbt mit Ulrich IV. von Rechberg zu Hohenrechberg die erste Hauptlinie Rechberg-Hohenrechberg, 1599 mit Albrecht Hermann von Rechberg zu Staufeneck die zweite Hauptlinie Rechberg-Staufeneck aus, aus denen aber zuvor zahlreiche Nebenlinien entstehen. Johann Bero von Rechberg vereinigte 1738 sämtliche rechbergische Besitzungen in seiner Hand und nannte sich von da an von Rechberg und Rothenlöwen.
Die Rechbergs stellten bedeutende Männer für Staat und Kirche. Seit Jahrhunderten gehörte die rechbergische Herrschaft zum Schwäbischen Kreis. Aufrechterhaltung von Sicherheit und Ordnung, das Münzwesen, das Heerwesen und die Heerstraße wurden von ihnen aus geregelt. Im 16. Jahrhundert waren die Rechberger dem Ritterkanton Kocher beigetreten. Die ritterschaftlichen Gebiete verlor in der napoleonischen Zeit die Reichsunmittelbarkeit. So geschah es auch der Herrschaft Rechberg deren Gebiete im Jahre 1806 an das Königreich Württemberg bzw. 1810 an das Königreich Bayern fielen.
Der Kopf des gräflichen Hauses Rechberg war bis 1918 Mitglied der ersten württembergischen Kammer und nach Erwerb der Standesherrschaft Mickhausen auch Reichsrat der ersten bayrischen Kammer.
siehe auch: Burg Staufeneck
