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Grafschaft Stade

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Die Grafschaft Stade war eine mittelalterliche Grafschaft am linken Unterlauf der Elbe mit dem Hauptort Stade. Sie befand sich im Besitz der Udonen, die vielfach mit den Widukinde, Immedingern, Liudolfingern und Billungern verschwägert waren.

Die Grafschaft ging aus dem Heilangau hervor, der, als der alte Hauptort Harsefeld 1007/1010 in ein Kloster umgewandelt und eine neue Hauptstadt, Stethu, das spätere Stade, gegründet wurde (1017) nach diesem neuen Sitz der Grafenfamilie benannt wurde.

Dem Erzbistum Bremen gelang es 1063, den Grafen seine Lehnsherrschaft aufzuzwingen; der Machtverlust wurde jedoch aufgewogen durch die Verwaltung der Markgrafschaft Nordmark im Auftrag des Königs, die den Grafen von Stade 1056 gegeben worden war, ein Amt, das sie bis 1128 ausüben konnten.

Grafen von Stade

Erzbischof Hartwig gab den Familienbesitz an die Kirche weiter: die Güter bei Alsleben, Halle und Magdeburg an das Erzbistum Magdeburg, die Güter in den Stammlanden an das Erzbistum Bremen. Da die Welfen die Grafschaft 1145 beschlagnahmt hatten, dauerte es bis 1236, bis die Erzbischöfe von Bremen sich durchsetzen konnten.

Literatur

  • Gerhard Köbler: Historisches Lexikon der deutschen Länder, München 1992
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