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Graduate Management Admission Test

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Der Graduate Management Admission Test, besser bekannt unter der Abkürzung GMAT, ist ein weltweit standardisierter Test, um die Eignung für betriebswirtschaftliche Studiengänge zu messen (englisch „Business Schools“). Das Testergebnis wird von mehr als 1500 öffentlichen und privaten Universitäten und Colleges vor allem in den USA und Großbritannien als ein wichtiges Zugangskriterium für weiterführende Studien (englisch "graduate") z. B. zum Master of Business Administration (MBA) herangezogen. Der GMAT wurde vom Graduate Management Admission Council (GMAC®) – einer Vereinigung von zahlreichen führenden Wirtschaftsuniversitäten – konzipiert und wird in dessen Auftrag in autorisierten Testzentren in zahlreichen Ländern gegen Gebühr durchgeführt (momentan 250 US-Dollar). Der GMAT wird jährlich von über 100.000 Teilnehmern abgelegt.

Inhaltsverzeichnis

GMAT Testverfahren

Der Test soll die Befähigung eines Testteilnehmers für ein weiterführendes Wirtschaftsstudium prüfen (im Gegensatz zu einem "Wissensstand-Test"). Er besteht in seiner gegenwärtigen Form aus einem Essayteil, der zwei analytische Aufsätze von je 30 Minuten Länge zu vorgegebenen Themen als Antwort erwartet; sowie zwei "multiple choice"-Segmenten von je etwa 75 Minuten Länge, einem mathematischen Abschnitt und einem Abschnitt über verbale Fähigkeiten, der analytische Teile, englische Grammatik und Leseverständnis umfasst. Der Test wird vollständig auf englisch abgehalten, was ihn für Menschen deren Muttersprache nicht englisch ist zusätzlich erschwert. Er ist im Gegensatz z.B. zum TOEFL (Test of English as a Foreign Language) jedoch kein reiner Sprachtest, sondern misst vielmehr wie beschrieben die analytisch-logischen Fähigkeiten der zu prüfenden Person.

Der GMAT Test kann seit einigen Jahren in den meisten Ländern nur noch auf einem Computer abgelegt werden und ist "adaptiv"; das heißt der Computer wählt die Fragen aus einem vorgegebenen Pool aus und passt das Schwierigkeitsniveau (und damit das Endergebnis, siehe unten) mit jeder Frage automatisch an den Benutzer an, abhängig davon ob die vorangehende Frage richtig oder falsch beantwortet wurde. Der Testteilnehmer bekommt in jedem Abschnitt zunächst eine als durchschnittlich schwierig angesehene Frage vorgelegt. Beantwortet er die Frage falsch ist die nächste etwas leichter und das Testergebnis sinkt, beantwortet er sie richtig ist die nächste etwas schwieriger und das Testergebnis steigt. Der Computer versucht quasi herauszufinden, welches Niveau der Teilnehmer noch erfüllt und ab welchem Schwierigkeitslevel er scheitert. Mit der Zeit sollte der GMAT dadurch für jeden Teilnehmer also verhältnismäßig schwierig werden, dieses ist jedoch aus Ergebnissicht erwünscht!

Durch das beschriebene Testverfahren sowie den großen Zeitdruck gilt der Graduate Management Admission Test trotz der eher begrenzten geprüften Inhalte als relativ schwierig und sehr ungewohnt für die meisten europäischen Studenten und erfordert daher eine entsprechend gründliche Vorbereitung.

GMAT Score: Ermittlung und Bedeutung

Durch das oben beschriebene Verfahren wird das Ergebnis oder Niveau des Testteilnehmer ermittelt, der sogenannte "Score". Die zwei Aufsätze werden direkt vom Computer sowie von einem bzw. bei Unstimmigkeiten zwei menschlichen Prüfern bewertet und bilden zusammen den sogenannten "Analytical Writing Assessment (AWA) Score", der auf einer Skala von 0 bis 6 in halben Punktzahlen angegeben wird. Dieses Ergebnis wird auf dem Ergebnisbericht zwar ausgewiesen, trägt aber gegenwärtig nicht zum Gesamtergebnis (Total Score) bei.

Dieses Gesamtergebnis besteht aus dem Ergebnis des mathematischen (quantitativen) und des sprachlichen (verbalen) Teils und wird auf einer einheitlichen Skala von 200 bis 800 Punkten ("Total Scaled Score") sowie häufig auch in Prozentzahlen von 1 bis 99 ("Total Percentile") angegeben. Das vorläufige Ergebnis wird dem Teilnehmer sofort nach Beendigung des Tests angezeigt (für den Teilnehmer einer der größten Vorteile des computerbasierten Verfahrens), der offizielle Berichtsbogen mit den erzielten Ergebnissen in allen Abschnitten wird etwa zwei Wochen später zugesandt. Der Score wird dann auf Anfrage vom Prüfungsinstitut an die Universitäten übermittelt, bei denen sich ein Testteilnehmer beworben hat.

Durchschnittliche Ergebnisse: Der durchschnittliche GMAT Testteilnehmer erreichte in den letzten Jahren einen Wert von etwa 500 bis 550 Punkten (ca. 40 bis 60 %). Die Studenten an vielen der bekanntesten und führenden Universitäten weisen jedoch durchschnittliche GMAT Punktwerte von über 650 Punkten auf (ca. 90 %), an einigen sogar von über 700 Punkten (ca. 95 %). Die meisten Universitäten weisen diesen Durchschnittswert ihrer Studenten als Orientierungswert aus (gerne auch zu Marketingzwecken), geben jedoch keine Mindestpunktzahl vor. Dieses wird auch von den Erstellern des GMAT empfohlen, u. a. da der Test eine statistische Abweichung von der "tatsächlichen" Fähigkeit eines Teilnehmers ("True Score") von knapp 30 Punkten aufweist, z.B. bedingt durch die Tagesform des Teilnehmers und die Auswahl der Fragen durch den Computer. Ein - nahezu - perfektes Ergebnis von 99 % bzw. mehr als 740 Punkte kommt hin und wieder vor, ist jedoch für keine Universität wirklich notwendig, da für das Zulassungsverfahren auch noch zahlreiche andere Kriterien herangezogen werden (Noten im Erststudium, Lebenslauf und Berufserfahrung, Empfehlungsschreiben, Bewerbungsschreiben, Bewerbungsinterview, usw.)

Testwiederholung: Falls ein Teilnehmer nicht mit seinem Ergebnis zufrieden ist, kann der Test mehrmals wiederholt werden, bei Bedarf auch innerhalb eines Jahres. Theoretisch ist die Zahl der Wiederholungen kaum begrenzt, jedoch ist zu bedenken, dass der Test jedesmal erneut kostenpflichtig ist und die letzten fünf erzielten Punktzahlen alle der jeweiligen Universität übermittelt werden, so dass diese sofort sieht ob eine positive Entwicklung erkennbar ist. Ebenso werden häufige Testversuche von vielen Universitäten negativ für den Bewerber ausgelegt (allgemein werden maximal drei Wiederholungen empfohlen). Ein einmal erzielter Punktwert bleibt momentan ca. 20 Jahre lang gespeichert, die meisten Universitäten akzeptieren jedoch keine Testergebnisse die länger als fünf Jahre zurückliegen.

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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