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Gradiente
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Die Gradiente ist die technische Bezeichnung der Höhen<b/>entwicklung einer Straße in Längsrichtung (Höhenprofil). Sie umschreibt ebenso den vertikalen Verlauf einer Trassierungslinie im Bahnbau.
Eisenbahnbau
Die Gradiente bezieht sich dort im Allgemeinen innerhalb des deutschen Streckennetzes auf die Schienenoberkante der nicht überhöhten Schiene. Abweichungen davon treten innerhalb von Gleis-Scheren auf, da hier aus einer besonderen geometrischen Anordnung (Gegenbogen) besondere fahrdynamische Anforderungen resultieren. Die Überhöhung der bogenäußeren Schiene muss in diesem Fall von einer auf die andere Schiene übergehen.
Gradienten wurden im Eisenbahnbau in Deutschland bis zum Anfang des 20. Jahrhunderts als Verhältniszahl angegeben, z. B. 1:80. Für ebene Strecken wurde 1:∞ angegeben. Heute ist die Angabe in Promille üblich, z. B. 12,5 ‰.
Straßenbau
Die Straße muss zur Einhaltung der fahrdynamischen Parameter und der Sichtverhältnisse gewisse Parameter einhalten. Dabei müssen die durch das Gelände vorgegebenen Höhen durch ausreichend flache Rampen überwunden werden. Zudem muss zum Sicherstellen der Entwässerung das Verhältnis zwischen Höhen- und der Krümmungsentwicklung bzw. Querneigungsentwicklung im Lageplan beachtet werden. Dadurch ergibt sich eine räumliche Trassierung.
Es sollten z. B. keine Bogenwechsel (S-Kurven) in der Wanne (Tiefpunkt) zu liegen kommen, da dann die Entwässerung der Verwindungsstrecke über Querneigung schwierig wird. Die erforderliche Ausrundung der Kuppen oder Wannen, sowie die zulässigen Steigungen ergeben sich aus der Straßenkategorie gemäß RAS-L (Richtlinien zur Anlage von Straßen - Linienführung).
Als verlorene Steigung wird der durch ein nachfolgendes Gefällestück nochmals zu überwindende Höhenunterschied bezeichnet.
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