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Grace Jones

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Grace Jones (* 19. Mai 1948 in Spanish Town, Kingston, Jamaika; eigentlich Grace Mendoza) ist Sängerin, Model und Schauspielerin.

Sie ist bekannt für ihre extravagante Kleidung und ausgefallene Auftritte, in denen sie z.B. in Männerkleidung oder in Gorilla-Kostümen auftrat und wurde berühmt für ihr Temperament, als sie den britischen Gastgeber Russell Harty in einer Fernsehsendung angriff, als dieser sich einem anderen Gast zuwandte.

Inhaltsverzeichnis

Modelkarriere

1978 war eines ihrer Aktfotos, das auf der Titelseite der Zeitschrift Stern abgedruckt wurde, Auslöser für die sog. Sexismus-Klage. Im Heft Juli 1985 der deutschen Ausgabe des Playboy-Magazins war Grace Jones auf dem Titelblatt sowie im Rahmen einer Fotoserie unbekleidet zu sehen.

Musikkarriere

Grace Jones begann in einer Disco zu singen, bevor sie sich schräger Popmusik und Reggae zuwandte, die sie meist mit einer Art Sprechgesang in der Art von Künstlern wie Lou Reed interpretierte. In ihrem Reggae-Album Living My Life nahm sie Stücke zusammen mit namhaften Musikern aus Jamaika auf. Später machte sie auch Hip-Hop-Dance-Musik. Ihr größter Hit war Slave To The Rhythm, 1985 Platz 4 in den deutschen Single-Charts.

Auffällig ist, dass viele von Jones' bekanntesten Stücken Cover-Versionen sind. So ist Nightclubbing ursprünglich ein Stück von Iggy Pop, geschrieben von ihm und David Bowie, Private Life von den Pretenders und Walking In The Rain ein Song von Flash And The Pan. Von Joy Division coverte sie She's Lost Control.

Diskografie

Album Label Jahr
Portfolio Island Records 1977
Fame Island Records 1978
Muse Island Records 1979
Warm Leatherette Island Records 1980
Nightclubbing Island Records 1981
Living My Life Island Records 1982
Island Life1 Island Records 1985
Slave to the Rhythm Manhattan/Island Records 1985
Inside Story Manhattan 1986
Bulletproof Heart Capitol Records 1989
Private Life: The Compass Point Sessions2 Island Records 1998
Universal Masters Collection Universal Music 2003

1 Best-Of-Compilation

2 Doppel-CD

Filmkarriere

Daneben war sie auch als Schauspielerin tätig; ihre bekannteste Rolle ist wohl die des Bond-Girls May Day im James-Bond-Film Im Angesicht des Todes (1985). Weitere bekannte Filme, in denen sie mitwirkte, sind Conan der Zerstörer aus dem Jahr 1984 mit Arnold Schwarzenegger, Vamp 1986, Siesta 1987 und Boomerang von 1992 mit Eddie Murphy.

Trivia

Sie war verheiratet mit Dolph Lundgren, dem sie zu einem Cameo-Auftritt in Im Angesicht des Todes verhalf.

In Conan der Zerstörer spielt sie an der Seite von Olivia d’Abo, der Großcousine von Maryam d’Abo, die im Film Der Hauch des Todes Bond-Girl und somit quasi direkte Nachfolgerin Jones’ ist.

Synchronisationskuriosum: Während Madonna-Standardsprecherin Sabina Trooger der bekanntesten Rolle May Day ihre deutsche Stimme leiht, wird Grace Jones in Conan, der Zerstörer (1984) von Barbara Ratthey (als Zula) und in Boomerang (1992) von Beate Hasenau (als Helen Strangé) synchronisiert. Sowohl Ratthey als auch Hasenau gehörten zu den 4 deutschen Synchronstimmen der Golden Girls.

1978 wurde die Zeitschrift stern von Alice Schwarzer zusammen mit der Schauspielerin Inge Meysel und weiteren prominenten Frauen im Rahmen der sogenannten Sexismus-Klage wegen entwürdigender Frauendarstellung verklagt, nachdem ein Titelbild die Sängerin in Ketten dargestellt hatte.

Weblinks

Persönliche Werkzeuge