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Grabendach
Aus Kefk.
Das Grabendach ist eine Variante des Satteldachs.
Die Dachform wird durch ein kontinuierliches aufsteigen und absteigen der ebenen Dachflächen gekennzeichnet, ähnlich dem Sheddach. Die Kehlen des Grabendachs befindet sich entweder auf Mittelmauern oder hängen frei, an der seitlichen Mauerbank beginnt das Dach abfallend, bildet also eine V-förmige Bauweise.
Historische Verwendung
Das Grabendach findet man bei der Inn-Salzach Bauweise (Inn-Salzach-Stil), und stellt eine – vor Erfindung des Flachdachs − ab etwa dem 16.-17. Jahrhundert verwendete Möglichkeit dar, auch große Grundflächen sparsam zu überdachen.
Dabei wird es durch einen Blendgiebel verdeckt, die Entwässerung muss mittels Durchbrüchen durch die Firstwand erfolgen. Das Grabendach ist so von der Straße aus nicht als solches wahrnehmbar, die Form der Giebelwand kann also beliebig ausgeführt werden – meist schlicht mit ebener Oberkante, aber auch romanisierend und anderen Stilelementen – und zeichnet sich durch seine typischen „mitten“ in der Wand angebrachten, oft aufwändig gearbeiteten Endstücke mit dem in der Fläche hinuntergeführten Fallrohr aus. (Näheres hierzu siehe Dachrinne bzw. Galanteriespenglerei)
Moderne Verwendung
In neueren Zeiten findet es wieder bei Fabrikhallen und anderen großflächigen Bauten im Hallenbau Verwendung, da es Tragwerke in Leichtbauweise ermöglicht, die – bei vergleichsweisem Aufwand – wesentlich stabiler als massive Betondecken sind.
Technische Problemzonen
Probleme entsehen durch stauende Nässe bei nicht genügender Abführung der Niederschläge sowie bei mangelnder Wärmedämmung oder bei unzureichender Bauwerksabdichtung gegenüber von Feuchtigkeit. Außerdem gestaltet sich händische Schneeräumung extrem aufwändig.
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