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Goya (Schiff)
Aus Kefk.
| Schiffsdaten | ||
|---|---|---|
| Schiffstyp | Frachtschiff | |
| Schiffsklasse | ||
| Kiellegung: | xxx | |
| Stapellauf (Schiffstaufe): | 1940 | |
| Indienststellung: | ???? | |
| Bauwerft: | Akers-Werft in Oslo | |
| Besatzung: | ??? Mann | |
| Baukosten: | ca. ??? Mio. Millionen RM | |
| Technische Daten | ||
| Vermessung: | 5.230 BRT | |
| Wasserverdrängung: | ??? t | |
| Länge: | 131 m | |
| Breite: | 17 m | |
| Tiefgang: | ?? m | |
| Maschinenanlage: | ??? | |
| Anzahl der Schrauben: | ?? Schraube Ø ?? m | |
| Wellenumdrehungen: | ??? U/min | |
| Leistung: | ???? kW (??? PS) | |
| Anzahl der Kessel: | ??? Dampfturbinen | |
| Dienstgeschwindigkeit: | 18 kn | |
| Fahrbereich: | ca. ??? sm bei ?? kn | |
| Brennstoffvorrat: | max. ??? Tonnen Dieselöl | |
| Verbleib | ||
Die Goya war ein deutsches Frachtschiff (Länge: 131 Meter; Breite: 17 Meter, 5230 BRT) der Hamburg-Amerika Linie, die den modernen Frachter an die Kriegsmarine vercharterte. Nachdem die Goya zuerst als Zielschiff verwendet worden war, wurde sie bei Kriegsende bei der Evakuierung der deutschen Ostprovinzen eingesetzt. Nachdem sie bei 4 Fahrten bereits 19.785 Personen evakuiert hatte wurde sie bei ihrer 5. Fahrt am 16. April 1945 durch ein sowjetisches U-Boot versenkt. Dabei kamen etwa 7.000 Menschen ums Leben. Die Goya wurde 1940 auf der Akers-Werft in Oslo gebaut und fiel bei der Besetzung Norwegens noch vor Fertigstellung in deutsche Hände. Ihre Höchstgeschwindigkeit betrug 18 Knoten. Ihr Untergang gilt als eine der größten Katastrophen der Seefahrt. Zu Beginn des Jahres 1945 kamen bei dem Untergang der Wilhelm Gustloff, der Cap Arcona, der Goya, der Steuben und einiger kleinerer Einheiten in der Ostsee mehr als 20.000 Menschen ums Leben.
Inhaltsverzeichnis |
Auftrag
Das Schiff sollte im April 1945 verwundete Soldaten, flüchtende Zivilisten und Hauptmann Küspert mit 200 Soldaten vom Panzerregiment 35 von der Ostfront weg in den Westen bringen. Die genaue Anzahl der Passagiere bei dieser Fahrt ist nicht bekannt. 6.100 Personen standen auf der Passagierliste, aber hunderte weitere stürmten das Schiff, viele hatten nur noch auf dem Deck des Frachters Platz. Während der Beladung lag der Hafen der Halbinsel Hela am Ausgang der Danziger Bucht unter Dauerbeschuss. Gegen 8:30 wurde die Goya von einer Bombe im vorderen Drittel getroffen. Die Bombe riss ein Loch in das Oberdeck, zerstörte die moderne U-Boot Warnanlage MES (Minen-Eigen-Schutz) und verletzte den Kapitän der Goya, Käpitän Plünnecke, leicht.
Gegen 19 Uhr setzt sich der Geleitzug vor Hela in Bewegung. Er bestand aus der Goya, dem Dampfer Kronenfels (Baujahr 1944, 2834 BRT) und dem Hochseeschlepper Ägier. Gesichert wurden die drei Flüchtlingsschiffe von den Minensuchbooten M 256 und M 328. Obwohl die Goya schneller als die russischen U-Boote war, musste sich der Konvoi am langsamsten Boot – der „Kronenfels“ mit ca. 9 Seemeilen pro Stunde – orientieren. Die Schiffe waren zunächst völlig verdunkelt in Richtung Swinemünde aufgebrochen, doch noch am Abend wurde beschlossen, nach Kopenhagen zu fahren. Der Angriff erfolgte als der Konvoi aufgrund eines Maschinenschadens am Weiterfahren gehindert war.
Versenkung
Am Abend des 16. April 1945 um 23:52 Uhr feuerte das sowjetische Garde-U-Boot L-3 unter Kapitänleutnant Vladimir K. Konowalow zwei Torpedos auf die Goya. Sie versank innerhalb von nur sieben Minuten in der drei Grad kalten Ostsee.
Viele Passagiere des überfüllten Frachters starben beim Einschlag der Torpedos. Ob die Goya tatsächlich in zwei Teile zerbrach, wie Brustat-Naval schreibt [1] oder ob lediglich ein sonstiger massiver Strukturschaden eintrat wird möglicherweise an dem Wrack zu klären sein. Fest steht jedoch, dass die Goya schnell und überraschend sank, als man gerade damit beschäftigt war, die Rettungsboote zu Wasser zu lassen. Die kleineren Marineboote sammelten Überlebende ein, es konnten jedoch nur 183[2] Schiffbrüchige aus dem eiskalten Wasser gerettet werden. Die Geretteten wurden an die „Kronfels“ abgegeben und später in Kopenhagen gelandet. Die genaue Zahl der Opfer lässt sich aufgrund der ungenauen Passagierzahlen nicht mehr feststellen.
Nachgeschichte
Die Sowjetunion hat die Versenkung lange bestritten. Konowalow erhielt für die Versenkung der Goya die höchste Auszeichnung der Sowjetunion, den Titel Held der Sowjetunion. L-3 steht heute als Denkmal in Sankt Petersburg.
Am 26. August des Jahres 2002 wurde die Goya von polnischen TDI-Tauchern (Grzegorz „Banan“ Dominik und Michal Porada) erfolgreich (Bergung des Schiffkompasses der Goya) entdeckt und betaucht.
Häufig wird der deutsche Taucher Ulrich Restemeyer als Entdecker angeführt, der die Goya im Jahr 2003 nochmals entdeckte.
Auch die von ihm wieder entdeckte Steuben stellte sich als „Wrack Nr. 88“ heraus, das bereits in den Sechzigern von der polnischen Marine beschrieben, aber wohl nicht identifiziert wurde.
Quellen
Literatur
- Fritz Brustat-Naval: Unternehmen Rettung, Koehlers Verlagsgesellschaft, Hamburg, 2001, ISBN 3-7822-0829-3
- Ernst Fredmann: Sie kamen übers Meer - Die größte Rettungsaktion der Geschichte, Pfälzische Verlagsges., ISBN 3-88527-040-4
Weblinks
- wracktauchen-ostsee.de - Ostsee - Wracktauchen mit der MS Fritz Reuter Expedition GOYA vom 12. bis 22. April 2003 mit der MS Fritz Reuter und einem MDR-Team
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