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Gondokoro

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px|Gondokoro]]
Lage von Gondokoro in Sudan
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Gondokoro (auch Ismailia) ist eine Stadt im sudanenischen Bundesstaat al-Istiwa'iyya al-wusta.

Lage

Die Stadt liegt am Oberlauf des Nils, genauer am östlichen Ufer des Bahr al-Dschabal im Süden Sudans, rund 10 km nordöstlich der Stadt Dschuba und rund 1200 km südlich von Khartum.

Geschichte

Die Gegend wurde erstmals 1841 von Europäern bereist, als eine von Mehmed Ali ausgesandte Expedition hierher kam.

Die besondere Bedeutung liegt darin, dass der Nil von hier aus bis Khartum schiffbar ist, nachdem ein Kanal durch den Sudd von 1899 bis 1903 errichtet wurde.

Von alters her befand sich hier im Einflußgebiet der Bari der Hauptmarkt für Elfenbein und Sklaven, die von hier aus nach Khartum geschafft worden sind.

Hier wurde Anfang 1853 eine österreichische Station unter dem Provikar Ignaz Knoblechner errichtet, die allerdings wegen des sehr schlechten Klimas nach dessen Tod (13. April 1858) im darauffolgenden Jahr aufgegeben wurde.

Hier trafen am 15. Februar 1863 die Afrikaforscher John Hanning Speke and James Augustus Grant nach ihrer Entdeckung der Nilquellen auf Samuel Baker und dessen Frau, die den Oberlauf des Nils bereisten.

Um dem Sklavenhandel zu beenden, rüstete Ismail Pascha, der Khedive von Ägypten, 1871 eine Expedition unter Baker aus, der die umliegende Gegend annektierte und den Ort zu Ehren des Khediven Ismailia nannte. Er befestigte den Ort und legte eine Garnison an. Gordon Pascha verlegte die Station aus klimatischen Gründen 1875 nach Lado.

Während des Mahdiaufstands 1885 fiel Gondokoro in die Hände der Aufständischen. Nach der Zerschlagung des Mahdi-Staates 1898 fiel das Gebiet wieder in die Hände der Briten. Es wurde der nördlichste befestigte Punkt des Protektorats Uganda. Später gehörte es dann zur Provinz Äquatoria innerhalb des Anglo-Ägyptischen Sudan.

Koordinaten: 4° 54′ n. Br., 31° 40′ ö. L.

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