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Goldelektrolyt

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Goldelektrolyte werden in der Galvanotechnik oft zum Dekorvergolden verwendet, darüber hinaus werden die Goldschichten wegen ihrer Korrosionsbeständigkeit und ihrer guten Leitfähigkeit unter anderem auch in der Leiterplattenindustrie geschätzt.

Goldelektrolyte sind meistens auf Cyanidbasis, ihr pH-Wert ist dann kleiner als 3. Das Salz, das die Goldionen liefert, ist meistens Kaliumdicyanoaurat(I) KAu(CN)2. Es enthält 67 bis 68 % Gold und ist damit viel teurer als reines Gold, da sich der Grammpreis dieses Salzes nach dem Goldpreis richtet. Der Preis des Kaliumdicyanoaurats(I) schwankt demnach oft. Das Salz ist hochgiftig, da das darin enthaltene Cyanid (CN-) mit dem roten Farbstoff Hämoglobin im Blut eine Komplexverbindung eingeht und so die Sauerstoffaufnahme verhindert. Ferner wird das Enzym Cytochromoxidase blockiert und somit die Zellatmung gehemmt.

Im Einzelnen kommen folgende Verbindungen in Frage:

  • Tetrachlorogold(III)-säure H[AuCl4]; entsteht, wenn man die braunrote Gold(III)-chlorid-Lsg. mit Salzsäure versetzt oder wenn man Gold in Königswasser löst und mit Salzsäure eindampft.
  • Gold(III)-chlorid AuCl3; zersetzt sich mit Wasser zu Hydroxotrichlorogold(III)-säure, H[Au(OH)Cl3]
  • Alkalidicyanoaurat(I), z.B. K[Au(CN)2], das meistverwendete Goldelektrolyt in der Galvanotechnik

Als Anode eignen sich Edelstahl, Graphit (verschmutzt die Lösung), Gold und Platin. Es ist zu beachten, dass Gold (und Platin) von der Anode nicht in Lösung geht. Das liegt daran, dass Gold (E0=1,5V) ein höheres Oxidationspotential besitzt als der Sauerstoff (E0=1,23V) vom Wasser.

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