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Gogo-Tänzer
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Gogo-Tänzerinnen und Gogo-Tänzer sind Frauen und Männer, die als Arbeitnehmer oder Selbständige eine Tätigkeit als Vortänzer in Discos, Abendlokalen oder auf privaten Partys wahrnehmen. Ziel des Tanzes ist es, durch Animation und Performance für Stimmung zu sorgen und zum Tanzen zu animieren. Die Performance findet meist an exponierten Stellen wie z. B. auf Lautsprecherboxen oder gar in aufgehängten Käfigen statt.
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Unterschied zwischen Gogotanz und Nicht-Gogotanz
Oftmals werden Gogotänzer/innen in der Öffentlichkeit mit Strippern verwechselt, hauptsächlich bei der älteren Generation. Die Gogo- und die Striptease-Szene sind jedoch streng getrennt. Der Gogo-Tanz dient der Animation zum Tanzen und einer guten Partystimmung. Während Gogo-Tänzer/-innen auf einer Box oder in einem Käfig tanzen, räkeln sich die Striptease-Tänzer um und an der Stange (Pole Dance) oder auf dem Tisch (Table Dance) oder ziehen sich bei Geburtstagen bei sogenannten „Partystripps“ aus. Weiterhin abzugrenzen sind Gogo-Tänzer/-innen von Stripper/-innen in der Form, als dass die Stripper/-innen zunächst angezogen die Bühne betreten und sich dann im Verlauf der Darbietung teilweise oder vollständig ausziehen. „Topless“-Gogos, die „oben ohne“ tanzen, sind bei den Profi-Gogo-Tänzer/-innen verpönt. In dem benachbarten deutschsprachigen Ausland wird hingegen mit einer Gogobar eher eine Tabledancebar gemeint, was häufig im kleinen Grenzverkehr bei Buchungen von Deutschen Gogos zu Irritationen führt.
Gogotanzen
Bei Gogotänzern liegt die Betonung auf dem animativen Tanzen. Es wird versucht, die laufende und in der Regel nicht vorausgewählte Musik optimal zu interpretieren. So wird bei Techno anders getanzt als zu House oder zu R'n'B oder zur Partymusik. Das Ziel ist, das in der Regel gemischte Publikum zum einen zum Tanzen zu animieren und die Gäste, die um die Tanzfläche herum stehen zu unterhalten. Da viele Gogotänzer ihre tänzerischen Grundlagen in anderen Tanzgebieten wie z.B. Hip Hop, Ballett, Jazzdance etc. haben, kann man nicht von einer „Tanzrichtung“ Gogodance sprechen. Vielmehr verbinden Tänzer beim Gogodance viele Tanzrichtungen miteinander. Auch akrobatische Einlagen, meist aus der Breakdanceszene, können gezeigt werden. Erotische Bewegungen gibt es indes auch bei den Gogotänzern, das zeigen und berühren der Brust und der Intimzone ist jedoch den Striptease- und Tabletänzern vorbehalten. Somit unterscheidet sich die Performance von Gogotänzern gegenüber Tabledancer und Stripper enorm: Stripper haben in der Regel eine feste Choreographie auf ein bestimmtes Lied, wobei beim Partystrip mit Accessoires wie z.B. Sahne gearbeitet wird. Meist wird hier auch Gast aus dem Publikum genommen, der sich auf einen Stuhl setzt und somit in die Performance mit einbezogen wird. Oben-ohne Tänzerinnen haben beim Poledance auch eine mehr oder weniger feste Choreographie an der Stange, wo hingegen die Tabledancer sich wie Gogos ganz frei zur Musik bewegen - jedoch fast nur erotische Bewegungen bei langsamer Musik mit starker Betonung auf das Körperliche mit viel Po- und Brustaffinität.
Bezahlung
Die Auftritte von Gogo-Tänzern sind pro Nacht ungefähr 4 Mal 15 oder 3 Mal 20 Minuten, dafür verdienen sie 70 bis 150 Euro. Für Oben-Ohne werden auch höhere Summen gezahlt. Obgleich beim Nacktsein beim Tabledance und Striptease höhere Gagen winken, wollen sich die meisten Gogos nicht ausziehen und versuchen ihren Gesprächspartner zu belehren, wenn wieder jemand Gogodance mit der „erotischen Szene“ verwechselt.
Kleidung
Auch das Gogotanzen unterliegt Trends. In den 90ern zu Technozeiten wurde zum einen leicht bekleidet (im Bikini) getanzt. Bei den ersten Versionen der Loveparade sah man hingegen noch Plüschkostüme in allen möglichen Neonfarben. Anfang 2000 gab es dann viele selbstgeschneiderte Glitzerkostüme in kräftigen Farben. Heute sieht man in den Clubs mehr kurze Kleider und hochwertige Bekleidung, in den Großraumdiscotheken hingegen gerade bei männlichen Gogos zerschnittenen Hosen etc. Vereinzelt sieht man bei Themenparties die Gogos auch regelrecht kostümiert, z.B. als Krankenschwester, Polizistin oder Cheerleader. Nach wie vor versuchen die Gogos bei der Kostümwahl, möglichst erotisch auszusehen, ohne dabei jedoch obszön zu sein.
Gogoagenturen
Heutzutage arbeitet ein Großteil der Gogos in Tänzergruppen ohne Agenturzugehörigkeit. Der Grund liegt in der Verlockung, die Agenturprovision zu sparen und somit mehr Gage zu erhalten. Der Nachteil ist jedoch, dass man sich um die ganzen Vermittlungstätigkeiten selbst kümmern muss und gerade bei zahlungsunwilligen Kunden einen enormen Zeitaufwand zum Inkasso betreiben muss. Gogos, die in Agenturen organisiert sind, haben dieses Problem nicht, verdienen in der Regel jedoch etwas weniger als „freie“ Gogos, da hier die Agenturprovision bei der Auszahlung abgezogen wird. Hierbei unterscheidet man zwischen einem Management und einer Vermittlungsagentur. Bei einem Management gilt die Höchstgrenze der Abgabe an den Manager von 20%. Der Manager versucht, seinen Schützling so viel wie möglich mit Aufträgen zu versorgen. Rechtlich gesehen wird ein Manager vom Tänzer bezahlt. Da er jedoch das Rechnungsstellen übernimmt wird oftmals fälschlich vermutet, dass der Manager den Tänzer bezahlen würde. Bei einer Vermittlungsagentur hingegen weiß der Tänzer in er Regel nicht, welchen Preis die Agentur mit dem Kunden aushandelt und seinerseits einen Preis mit der Agentur von Fall zu Fall festlegt. Es handelt sich hierbei um ein sog. Einkaufs-Verkaufs Geschäft. Große Agenturen versuchen deswegen oftmals trickreich, mit zwei Firmen an einem Tänzer doppelt zu verdienen: die eine Firma ist die Vermittlungsagentur, die mit dem Tänzer einen deutlich günstigeren Preis aushandelt als die Agentur vom Endkunden bekommt. Die zweite Firma arbeitet als Management und steckt sich nochmals bis zu 20% von dem Honorar ein. Die meist verbreitete Form beim organisierten Gogotanzen ist jedoch die „normale“ Agenturvermittlung.
Siehe auch
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