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Głogów

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Głogów
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|155px|Głogów auf der Karte von Polen
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px|Głogów]]
Głogów
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Niederschlesien
Landkreis: Głogów
Fläche: 35,37 km²
Geographische Lage: Koordinaten: 51° 40' N, 16° 05' O51° 40' N, 16° 05' O
Einwohner: 69.318 (30. Juni 2005)
Postleitzahl: 67-200 bis 67-210
Telefonvorwahl: (+48) 76
Kfz-Kennzeichen: DGL
Wirtschaft & Verkehr
Straße: PrzemkówLeszno
Nächster int. Flughafen: Breslau
Gemeinde
Gemeindeart: Stadtgemeinde
Verwaltung (Stand: 2007)
Stadtpräsident: Jan Zubowski
Adresse: Rynek 10
67-200 Głogów
Webpräsenz: www.glogow.pl
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Głogów [ˈgwɔguf] (deutsch Glogau; zur Unterscheidung von Oberglogau auch Groß-Glogau genannt) ist eine polnische Stadt in der Woiwodschaft Niederschlesien. Sie liegt im westlichen Teil des Landes rund 80 km nordwestlich der niederschlesischen Hauptstadt Breslau an der Oder. Glogau wurde im Zweiten Weltkrieg fast völlig zerstört.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Bild:Glogau XVII 3.jpg
Glogau im 17. Jahrhundert
Bild:Glogow ratusz.jpg
Rathaus von Głogów

Im Jahre 1010 wurde Głogów als urbs Glogua von Thietmar von Merseburg erstmals urkundlich erwähnt. 150 Jahre später (1157) ließ der Herzog von Schlesien die Stadt in Brand setzen, weil er glaubte, sie nicht gegen Barbarossa verteidigen zu können. Knapp 100 Jahre später (1253) erhielt Głogów das Stadtrecht, die Stadt zählte danach über 2.000 Einwohner.

1484 ließ Herzog Hans die Juden aus der Stadt verweisen und 1488 sieben Ratsherren einkerkern und verhungern.

Von 1499–1506 wurden sowohl die Stadt als auch das Herzogtum Glogau vom späteren polnischen König Sigismund I. regiert; in der Stadt wurden eigene Münzen (Glogauer Groschen) geprägt. Über 100 Jahre später 1630 begann der Bau von Befestigungen; die Einwohnerzahl war wegen der Zerstörung der Vorstädte von ca. 22.000 auf ca. 7.000 gesunken. Während des 30-jährigen Krieges wurde die Stadt 1632 von Protestanten erobert, 1633 von der Gegenreformation wiedergewonnen und schließlich 1642 von Schweden besetzt.

1741 wurde Głogów von den Preußen erobert, fiel jedoch 1806, nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt, in die Hände französischer Truppen. Zur Rückeroberung wurde die Stadt nahezu ein Jahr lang von 1813–1814 belagert. Die Festung Glogau, die von etwa 9.000 französischen Soldaten besetzt gehalten wurde, kapitulierte schließlich nach einer 7 Monate andauernden Blockade (Kälte bis zu −26 Grad im Winter, Lebensmittelmangel, Desertionen etc. waren die Hauptursachen). Die restlichen 1.800 Verteidiger unter General Laplane gaben am 10. April 1814 auf.

Zum 1. April 1920 wurde aus der bisher kreisangehörigen Stadtgemeinde Glogau der Stadtkreis Glogau gebildet. Damit erhielt der bisherige Kreis Glogau die Bezeichnung Landkreis. Gleichzeitig wurde Glogau ein Stadtkreis. Der Landrat für den Landkreis Glogau hatte weiterhin seinen Sitz in der Stadt. Zum 1. Juli 1931 wurden Teile der Landgemeinden Brostau, Lerchenberg, Rauschwitz, Weidisch, Zarkau und Zerbau aus dem Landkreis Glogau in die Stadt eingegliedert. Mit Wirkung vom 31. März 1938 wurden weitere Teile der Gemeinden Brostau, Rauschwitz und Zarkau aus dem Landkreis Glogau nach Glogau eingemeindet. Im Jahre 1939 zählte die Stadt Glogau 33.558 Einwohner, der Landkreis Glogau 62.280 Einwohner. Bis 1945 gehörte Glogau zum Regierungsbezirk Liegnitz in der Provinz Niederschlesien des Landes Preußen.

Kurz vor Ende des Zweiten Weltkriegs wurde Glogau noch zur Festung erklärt, worauf es sechs Wochen von der Roten Armee belagert wurde. Letztendlich fiel diesem sinnlosen Verteidigungskampf über 90 Prozent der Bebauung zum Opfer, die ganze Altstadt lag in Trümmern. 1945 fiel Glogau an Polen, die verbliebenen Deutschen wurden vertrieben. Das polnische Głogów entstand in den Außenbezirken der Stadt, die Ruinen der Altstadt wurden abgetragen. Die Ruinen der Nikolauskirche blieben als Mahnmahl bestehen, die Corpus-Christi-Kirche und das Schloss wurden restauriert, die evangelische Kirche Zum Schifflein Christi, die zwar nur beschädigt worden war, wurde jedoch, wie das Rathaus, abgerissen. Einen Aufschwung erlebte die Stadt erst mit dem Bau einer Kupferhütte im Jahre 1967, die noch heute den größten Industriebetrieb der Stadt darstellt. Bis in die 1980er Jahre blieb das Stadtzentrum unbebaut, seither wird auch die Innenstadt auf den ursprünglichen Fundamenten und in Nachahmung der alten Bürgerhäuser wiederaufgebaut.

Städtepartnerschaften

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Siehe auch

Friedenskirchen - Vertrag von Altranstädt

Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Głogów – Bilder, Videos und/oder Audiodateien
Persönliche Werkzeuge