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Glan-Thompson-Prisma
Aus Kefk.
Mit einem Glan-Thompson-Prisma kann zunächst unpolarisiertes Licht linear polarisiert werden. Das Glan-Thompson-Prisma ist ein abgewandeltes Nicolsches Prisma; beim Glan-Thompson-Prisma wird die Schnittfläche durch den Kristall so gewählt, dass der einfallende Strahl senkrecht auf die Stirnfläche des Prismas trifft. Die Stirnfläche des Kristalls liegt dabei parallel zu dessen optischer Achse.
Konstruktion
Ein derartiges Prisma besteht aus einem doppelbrechenden Kristall (Kalkspat), der geeignet zerschnitten und mit einem speziellen Harz mit der Brechzahl n = 1,54, dem sogenannten Kanadabalsam, wieder zusammengefügt wurde. Mit Ausnahme der Stirnfläche und der ihr gegenüberliegenden Fläche, aus der das polarisierte Licht austritt, sind die Außenflächen des Glan-Thompson-Prismas mit einem absorbierenden Material beschichtet.
Funktionsweise
Beim Eintritt in das doppelbrechende Material wird der einfallende Lichtstrahl in einen ordentlichen und einen außerordentlichen Strahl zerlegt. Der ordentliche Strahl wird dabei senkrecht zur Einfallsebene linear polarisiert. Für den ordentlichen Strahl stellt Kanadabalsam ein optisch dünneres Medium dar. Er wird daher an der Schnittfläche totalreflektiert, sodass er auf eine Außenfläche des Glan-Thompson-Prismas trifft und dort absorbiert wird. Der außerordentliche Strahl durchdringt die Schnittfläche, und wird beim Austritt aus dem Kristall linear polarisiert, sodass seine Polarisationsebene gleich der Einfallsebene des ursprünglichen Strahls ist.
Literatur
- Stöcker, Taschenbuch der Physik. Frankfurt a.M. 2004
- Walcher, Praktikum der Physik, Stuttgart 1989
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