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Givaudan
Aus Kefk.
| Givaudan SA | |||
|---|---|---|---|
| Unternehmensform | Société Anonyme | ||
| Gegründet | 1895 | ||
| Firmensitz | Vernier, Schweiz | ||
| Konzernleitung | Gilles Andrier (CEO), Matthias Währen (CFO), Mauricio Graber, Michael Carlos, Bruce Bachmeier, Adrien Gonckel | ||
| Mitarbeiter | 6.056 (2006), davon 1.447 in der Schweiz | ||
| Branche | Aromen und Duftstoffe | ||
| Umsatz | 2,909 Mrd. CHF (2006) = 1,794 Mrd. Euro | ||
| Bereinigtes EBITDA | 660 Millionen CHF (2006) = 407 Mio. Euro | ||
| Bereinigtes EBIT | 550 Millionen CHF (2206) = 339 Mio. Euro | ||
| Nettoergebnis (Konzern) | 412 Millionen CHF (2006) = 254 Mio. Euro | ||
| Webseite | www.givaudan.com | ||
Die Givaudan SA ist einer der weltweit größte Hersteller von Aromen und Duftstoffen mit einem Umsatz von 2,909 Milliarden Schweizer Franken. Der Firmensitz befindet sich in Vernier, Schweiz, der für Aromen zuständige Geschäftsbereich hat seinen Sitz in Cincinnati, USA und die für die Entwicklung von Duftstoffen verantwortlichen Teile sitzen in Paris, New York, Singapur, Shanghai, Sao Paolo, Dubai, Mexiko-Stadt. Seit Mai 2005 ist Gilles Andrier der Geschäftsführer (CEO). Sein Vorgänger, Jürg Witmer, ist der amtierende Verwaltungsratspräsident.
Givaudan beliefert u.a. Kosmetik- und Lebensmittelhersteller wie Procter & Gamble, Unilever oder Colgate mit Geschmacksstoffen und Parfüme für Estée Lauder Companies und Yves Saint Laurent.
Die größten Mitbewerber Givaudans sind Firmenich, International Flavors & Fragrances und Symrise.
Geschichte
Gegründet wurde Givaudan 1895 in Zürich durch Leon und Xavier Givaudan. 1898 zog die Firma nach Genf um und errichtete ein Werk in Vernier. Der Givaudan-Konzern lässt sich aber durch Berücksichtigung der Zukäufe und Zusammenlegung von Unternehmen bis auf das Jahr 1796 zurückführen, wo das Unternehmen Dodge & Olcott Inc. in den USA gegründet wurde.
1924 wird die Firma Burton T. Bush in New Jersey, USA aufgekauft.
1948 erwirbt das Unternehmen die 1900 von Abraham Schwarz gegründete Chemische Fabrik Flora AG in Dübendorf bei Zürich, und nennt sie in Esrolko SA um.
1963 wurde Givaudan von Hoffmann-La Roche übernommen. Ein Jahr später übernahm die Firma auch die 1820 gegründete Roure aus Frankreich.
1980 zahlt Givaudan der italienischen Regierung und den Behörden der Lombardei rund 221,35 Millionen DM Schadenersatz für Schäden und für die Opfer der im Chemiewerk „Icmesa“ in Seveso hervorgerufenen Giftgaskatastrophe von 1976.
1989 wird das Unternehmen Riedel Arom (1970 als Riedel-de Haen AG gegründet) und später eine Tochtergesellschaft der BASF mit Sitz in Dortmund aufgekauft. 1991 erfolgt der Erwerb des US-Unternehmens Fritzsche, Dodge and Olcott, New York.
1991 wird Givaudan von der Roche-Gruppe zu Givaudan-Roure zusammengeführt.
Das Unternehmen Givaudan-Roure übernahm 1997 für 1,1 Milliarden US-Dollar den 1992 gegründeten US-Aromenhersteller Tastemaker Inc. mit Sitz in Cincinnati, Ohio und wird damit zum Marktführer der Aromenhersteller. Die Tastemaker Inc. (Umsatz 1996: 320 Millionen US-Dollar) wurde durch die US-Unternehmen Mallinckrodt Inc. bzw. der IMCERA Group's Mallinckrodt Specialty Chemicals Co., St. Louis, Missouri und Hercules Inc. Wilmington, Delaware gegründet, da beide Unternehmen ihre Tochtergesellschaften, darunter Fries & Fries Inc., Cincinnati, PFW Inc., Niederlande, Citrus Specialties Inc., Florida, zusammenführten.
Givaudan-Roure beschäftigte 1996 insgesamt 4.200 Mitarbeiter und erwirtschaftete einen Jahresumsatz von 1,4 Milliarden Schweizer Franken, umgerechnet 0,86 Milliarden Euro (Kurs Dezember 1996).
2000 wurde Givaudan-Roure aus dem Mutterkonzern als Givaudan ausgegliedert und seither an der Swiss Exchange im Swiss Market Index geführt. 2002 übernahm Givaudan schließlich FIS, den für Aromen zuständigen Bereich des Nestlé-Konzerns.
Am 7. Januar 2003 erfolgt der Aufkauf der International Bioflavors Inc. (IBF) aus Oconomowoc, Wisconsin, USA.
Am 22. November 2006 wurde bekannt, dass Givaudan vom britischen Dufthersteller Imperial Chemical Industries (ICI) die Tochtergesellschaft Quest International für 1,76 Milliarden Euro aufgekauft hat. Finanziert wurde der Kauf durch eine Kapitalerhöhung und Kredite im Umfang von ca. 600 Millionen Euro. Damit übernimmt Givaudan den bisherigen weltweit fünfgrößten Duft- und Aromenhersteller Quest und wird künftig einen Weltmarktanteil von 25 % besitzen.
Am 29. März 2007 unterzeichnete die Givaudan SA mit der belgischen ChemCom SA mit Sitz in Brüssel einen Joint-Venture-Vertrag zur Gründung des Unternehmens TecnoScent. Außerdem gab Givaudan den Abschluss eines Zusammenarbeits- und Lizenzierungsvertrags mit der US-amerikanischen Redpoint Bio Corporation (RBCR) (vormals Linguagen) mit Sitz in New Jersey bekannt.
Für 62 Millionen US-Dollar baut Givaudan derzeit in East Hanover, New Jersey, USA ein Kreationszentrum für die Konsumgüterparfümerie, das im Juni 2008 eröffnet werden soll.
Besitzverhältnisse 2006
- 81,18 & Streubesitz
- 11,93 % Nestlé SA, Schweiz
- 6,89 % Chase Nominees Ltd., London, Großbritannien
Die beiden Unternehmen sind die einzigen eingetragenen stimmberechtigten Aktionäre mit mehr als 5% des gesamten Aktienkapitals von Givaudan.
Weblinks
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