Gewöhnlicher Buchsbaum
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| Gewöhnlicher Buchsbaum | ||||||||||||||
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| Bild:Illustration Buxus sempervirens0.jpg Gewöhnlicher Buchsbaum (Buxus sempervirens) | ||||||||||||||
| Systematik
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| Wissenschaftlicher Name | ||||||||||||||
| Buxus sempervirens | ||||||||||||||
| L. |
Der Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens), auch nur Buchsbaum oder Buchs genannt, ist ein immergrünes Gehölz aus der Gattung der Buchsbäume (Buxus). Er ist ein sehr langsam wachsender, bis zu 8 Meter hoch werdender Baum, der aber oft nur Strauchhöhe erreicht. Er ist in Südwesteuropa, Mitteleuropa, Nordafrika und Westasien heimisch.
Inhaltsverzeichnis |
Namensherkunft
Der Name stammt möglicherweise vom lat. buxus, dessen Ursprung im griechischen pyxos vermutet wird, dem von Theophrast verwendeten Namen für eine Pflanze, die man später als Buchsbaum interpretierte. Theophrast war in seiner Beschreibung nicht sehr eindeutig und seine ursprüngliche Manuskripte sind nicht bis zur heutigen Zeit erhalten geblieben.
Das schwere Buchsbaumholz wird bis heute in der Drechslerei geschätzt. Bereits der altrömische Schriftsteller Plinius schilderte, dass aus dem Holz des Buchsbaums Dosen und Kästchen gefertigt wurden. Man vermutet daher, dass sich aus pyxis die Bezeichnung Büchse, box (Englisch) und boîte (Französisch) entwickelten. Buchsbaumholz ist bis heute sehr knapp und teuer.
Verbreitung
Der Buchsbaum wurde und wird häufig als Zier- und Nutzgehölz angepflanzt und kommt gelegentlich auch verwildert vor. Sein ursprüngliches Verbreitungsgebiet reicht in nordwestlicher Richtung vom Mittelmeer über Frankreich bis nach Südengland. In östlicher Richtung ist er bis zum Nordiran zufinden. Ursprüngliche Standorte finden sich in Deutschland wohl nur noch im Buchswald Grenzach-Wyhlen (Landkreis Lörrach) und an der Mosel.
Aussehen
Der Buchsbaum ist immergrün und trägt eiförmig bis länglich-elliptische, dunkelgrüne Blätter, welche eine deutlich hellere Unterseite aufweisen. Die zwischen März und Mai erscheinenden gelben Blüten sind ohne Kronblätter. Die Blüten sind duftlos, sie produzieren jedoch sehr reichlich Nektar und Pollen und werden daher von Bienen und Fliegen aufgesucht. Nach der Fruchtreife fallen die Samen zu Boden. Sie werden hier häufig von Ameisen verschleppt, die vom Duft der Samenwarze angelockt werden. Neben dem Besenginster ist der Buchsbaum damit eines der wenigen heimischen Gehölze, dessen Samen von Ameisen verbreitet werden (Myrmechorie).
Der Buchsbaum als Gartenpflanze
Der Buchsbaum spielt eine wichtige Rolle in der Gartenkunst.
Der Buchs war bereits den Griechen bekannt und die Römer pflegten ihre Gartenbeete mit niedrigen Buchsbaumhecken einzurahmen. Aus Ausgrabungsfunden in Großbritannien weiß man, dass die Römer diese Art, Gärten zu gestalten, auch in den von ihnen eroberten Gebieten in Mittel- und Westeuropa verwendeten. Inwieweit dort diese Form der Gartengestaltung weiter gepflegt wurde, als die Römer während und nach der Völkerwanderungszeit die von ihnen eroberten Gebiete wieder verloren, ist bis jetzt nicht vollständig geklärt. Die ersten schriftlichen Dokumente, dass in Deutschland Buchsbaum im Garten Verwendung fanden, stammen von Albertus Magnus im 13. Jahrhundert. Leon Battista Alberti schrieb, inspiriert von Plinius dem Jüngeren, in seinem Buch De re aedificatoria 1485 über 'Buxus' in den Gärten.
Erst Claude Mollet führte den Buchsbaum wirklich ein. In den französischen und italienischen Schlossgärten der Renaissance wurden die geschnittenen, niedrigen Buchsbäume zum unentbehrlichen und typischen Element und kamen darüber auch zunehmend in Mitteleuropa in Mode. Wohlhabende Bürger und Bauern ahmten diese Mode nach, so dass die traditionellen Bauerngärten bis heute Buchsbaumeinfassungen aufweisen.
Die Verwendung von Buchsbaum als Gartenpflanze hielt auch während der Barockzeit an (siehe Topiari). Dabei kamen zunehmend auch Buchsbaumsorten mit panaschierten Blättern zur Verwendung.
Buchsbaum.JPG
Gewöhnlicher Buchsbaum, als geschnittene Kübelpflanze zur Gartendekoration. |
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Geschnittener Buchsbaum im Delitzscher Schloßgarten. |
Blumenteppich Ciechocinek.JPG
Blumenteppich mit geschnittenem Buchsbaum im Schloßpark von Ciechocinek (Stadt in Polen, hatte 1939 - 1945 den Namen Hermannsbad). |
Die mit Buchs eingefassten Beete im Französischen Garten des Schlosses Alden Biesen |
Verwendung
Der Buchsbaum wurde früher wegen seines harten und schweren Holzes zum Gravieren und Drechseln geschätzt. Das Hirnholz des Buchsbaums wurde auch für Holzstiche sowie für Holzschnitte verwendet.
Ferner wird der Buchsbaum von Katholiken verwendet, die am Palmsonntag die Kreuze ihrer Wohnung und des Herrgottswinkels mit geweihten Zweigen des Buchsbaumes schmücken. Beim Holzblasinstrumentenbau wird Buchsbaum ebenfalls gern verwendet. In China gilt er als Symbol für langes Leben.
Giftigkeit
Der Buchsbaum enthält rund 70 Alkaloide, darunter Cyclobuxin D. Blätter und Rinde weisen einen Gesamtalkaloidgehalt von 3% auf. Die LD50 beim Hund für Cyclobuxin D liegt bei 0,1 mg je kg Körpergewicht bei oraler Aufnahme. Der Buchsbaum ist somit in allen Teilen giftig und besonders die Blätter enthalten hochgiftige Alkaloide.
Verwendung in der Pflanzenheilkunde
Buchsbaum wurde bereits in der Antike gegen Husten, Magen- und Darmkrankheiten verwendet sowie gegen wiederkehrendes Fieber wie beispielsweise die Malaria. Angeblich ist Buchsbaum als Malariaheilmittel vergleichbar dem Chinin. Man benutzt Buchsbaum heutzutage wegen seiner Toxizität nur noch selten als Heilkraut, da die Dosierung problematisch ist. Überdosierung führen zu Erbrechen und Krämpfen bis zum Tod. In der Homöopathie wird Buchsbaum heute noch gegen Rheuma verwendet.
Sonstige Verwendung
Aufgrund der Tatsache, dass der Buchsbaum immergrün ist, kann und wird er in der Weihnachtszeit auch als Ersatz für Tannennadeln benutzt. So macht man vor allem viele Adventskränze aus Buchsbaumzweigen.
Vermehrung
Buchsbaum wird meist durch Stecklinge vermehrt, weil die Anzucht aus Samen sehr langwierig ist; siehe auch Pflanzenvermehrung.
Literatur
- Marianne Beuchert: Symbolik der Pflanzen - Von Akelei bis Zypresse. Frankfurt am Main 1995
- Heinz-Dieter Krausch: Kaiserkron und Päonien rot... - Entdeckung und Einführung unserer Gartenblumen. Dölling und Galitz Verlag, Hamburg 2003, ISBN 3-935549-23-7
Weblinks
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