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Gestaltungsraster

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Ein Gestaltungsraster bezeichnet eine Hilfskonstruktion zum Ordnen der grafischen Elemente – Texte und Bilder – einer grafischen Arbeit (Broschüre, Katalog, Buch, Flyer, aber auch digitaler Medien wie Websites uvm.). Diese Ordnung dient dazu, die gestalterische Arbeit zu strukturieren und Handlungsabläufe (Formulare, Webformulare) zu vereinfachen.


Inhaltsverzeichnis

Form

Bild:Gestaltungsraster1.jpg
Abb. 1: Gestaltungsraster
Der Gestaltungsraster ist die unsichtbare Hilfskonstruktion hinter einer grafischen Arbeit und besteht aus einer Konstruktion von Hilfslinien bezogen auf ein Format (meist und in der Folge: Drucksache) auf und wird ergänzt durch Angaben zur typographischen Gestaltung (z.B. Schriftarten und -größen (Hausschrift) (genannt Stilvorlagen) Nutzung von Bildern und grafischen Elementen, Zweck und technischen Eigenschaften des zu gestaltenden Mediums).

In der Drucksachengestaltung besteht er in der Regel aus einem System von x Reihen mal y Spalten, innerhalb des sogenannten Satzspiegels (die Fläche, innerhalb derer gestaltet wird – die Flächen außerhalb heißen Stege (Bundsteg, Kopfsteg, Fußsteg, Innensteg, Aussensteg). Dieses Gerüst hilft dem Gestalter bei der Ordnung der grafischen Elemente.

Gestaltung

Bild:Gestaltungsraster2.jpg
Abb. 2: Ausgefülltes Raster mit sichtbaren Hilfslinien

Diesen Flächen werden grafische Elemente (Texte und Bilder) zugewiesen, die von Seite zu Seite variieren können (Layout), innerhalb einer Drucksache oder Drucksachenreihe jedoch meist wiedererkennbaren bzw. sich wiederholenden Regeln gehorchen. Die grafische Arbeit mit Rastern entstammt der konstruktiven Kunst aus Holland und Rußland Anfang des 20. Jahrhunderts und der konkret-geometrischen Kunst der Zürcher Schule der Dreißiger-Jahre. Max Bill und Richard Paul Lohse arbeiteten oft mit systematischer Gliederung der grafischen Elemente. Innerhalb einer Arbeit definiert der Gestalter somit Regeln, an denen sich die Arbeit orientiert und die sie ordnet.

Diese Regeln können variieren und sind u.a. von Zweck und Format der Drucksache abhängig. So braucht ein Kunstkatalog oder eine Zeitschrift ein differenzierteres Raster als ein Flyer oder eine kleine Broschüre.

Umsetzung

Bild:Gestaltungsraster3.jpg
Abb. 3: Gestaltungsraster - Ausgefülltes Raster ohne Hilfslinien

Die Umsetzung des Gestaltungsrasters in Layout und Satzarbeit ist Aufgabe des Grafikers/Layouters, Designers, Art Direktors bei Auftraggeber/Werbeagentur Designbüro oder des Mediengestalters/Schriftsetzers im grafischen Betrieb. Der Gestaltungsraster stellt durch klare geometrische Einteilung in Verbindung mit eindeutigen Gestaltungsanweisungen eine erhebliche Erleichterung und Beschleunigung in der technischen Umsetzung dar, vor allem in Verbindung mit der Anlage von Musterseiten in modernen Layoutprogrammen

Gestaltungsraster bei Websites

Siehe auch

Literatur

Hans Rudolf Bosshard: Der typografische Raster, Verlag Niggli, ISBN 3-7212-0340-2
Josef Müller-Brockmann: Rastersysteme für die visuelle Gestaltung, Verlag Niggli, ISBN 838-2711-3

Weblinks

Wikipedia
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