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Geschwister Scholl
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Die Geschwister Scholl, das sind Hans und Sophie Scholl, waren Mitglieder der Weißen Rose, einer Gruppe, die Widerstand gegen den Nationalsozialismus leistete.
Die Geschwister Scholl wurden am 18. Februar 1943 beim Auslegen von Flugblättern an der Münchner Universität vom Hausmeister Jakob Schmid beobachtet und der Gestapo gemeldet. Bereits am 22. Februar 1943 wurden sie vom Volksgerichtshof unter der Leitung von Roland Freisler zum Tode durch das Fallbeil verurteilt und noch am selben Tage in München-Stadelheim hingerichtet. Ihr Grab befindet sich auf dem dortigen Friedhof am Perlacher Forst (Grab Nr. 73-1-18/19). Jakob Schmid wurde im ersten Schwurgerichtsprozeß in München am 15. Juni 1946 zu fünf Jahren Arbeitslager verurteilt.
Nach den Geschwistern Scholl benannte Örtlichkeiten und Einrichtungen
An der Ludwig-Maximilians-Universität in München gibt es viele Stellen des Gedenkens an die Geschwister Scholl. So wurde nach ihnen am 30. Januar 1968 das in der Nachkriegszeit neu gegründete Geschwister-Scholl-Institut für politische Wissenschaft benannt, ebenso trägt der Vorplatz des Universitätshauptgebäudes den Namen „Geschwister-Scholl-Platz“. Auf dessen Boden ist das letzte Flugblatt der Weißen Rose in Stein eingelassen. Seit 1997 erinnert eine Denkstätte am Lichthof des Hauptgebäudes der Uni an die Geschwister Scholl und weitere Mitglieder der Weißen Rose. Im Lichthof befindet sich seit 2005 eine Bronzebüste von Sophie Scholl. Der Geschwister-Scholl-Preis der Stadt München wird jährlich in der Aula der Universität überreicht. Eine von der Studierendenvertretung an der LMU München angeregte Umbenennung der Universität in „Geschwister-Scholl-Universität“ wurde von der Universitätsleitung abgelehnt.
Der Landesverband Bayern des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels vergibt zusammen mit der Stadt München jährlich den mit 10.000 Euro dotierten Geschwister-Scholl-Preis für ein Buch, das „von geistiger Unabhängigkeit zeugt und geeignet ist, bürgerliche Freiheit, moralischen, intellektuellen und ästhetischen Mut zu fördern und dem gegenwärtigen Verantwortungsbewusstsein wichtige Impulse zu geben.“
Weiterhin wurden nach 1945 in sehr vielen deutschen Städten, in der Bundesrepublik wie in der DDR, Straßen und Schulen nach den Geschwistern Scholl benannt.
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