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Germany.net
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germany.net war einer der frühen Online-Dienste Deutschlands.
germany.net wurde 1994 von Michaela Merz und Dr. Stephan Hess in Frankfurt gegründet. Der Dienst hatte 1999 mehr als 500.000 Teilnehmer. Diese konnten kostenlos im deutschen Teil des Internets surfen. Über einen volumenabhängigen Premiumtarif war auch Zugang zum internationalen Internet möglich. Der Benutzer musste allerdings die Telefon-(Einwahl-)Gebühren zum nächsten Einwahlknoten selber bezahlen. Dazu gab es 30 regionale Einwahlnummern, die 1999 zum Beginn des Call-by-Call-Zeitalters durch bundeseinheitliche Rufnummern ersetzt wurden.
germany.net erfand viele Onlineangebote, die heute selbstverständlich sind. So wurden variable Daten (wie z.B. der Name des Benutzers) direkt in Webseiten eingebaut, die Kleingeldbörse erlaubte schon 1995 den Kauf von Informationen und Dienstleistungen, die Fahrpläne der Deutschen Bahn AG wurden (wie automatische Reisebuchungen und die Meldungen verschiedener Nachrichtendienste) im Internet erstmalig über germany.net online gestellt. Durch Schalten von Werbeseiten (Adbreaks) wurde schon recht früh Formen des Online-Marketings entwickelt und eingesetzt.
Das Management von germany.net konnte zunächst die RWE, später dann auch die Deutsche Bank als Investoren gewinnen. 1998 wurde germany.net vollständig von o.tel.o, dem Telekommunikationsdienst von RWE und VEBA (heute E.ON) übernommen. Mit dem Verkauf von o.tel.o an Arcor wechselte auch germany.net zu Arcor und wurde Ende 2001 in Arcor Online umbenannt. Ein Jahr zuvor wurde die Marke Nexgo ins Leben gerufen, die die 3 Onlinedienste germany.net, otelo und Arcor vereinen sollte. Mit Michaela Merz verließ 1999 die letzte Gründerin die Gesellschaft.
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