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Gerlafingen

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Wappen
Bild:Gerlafingen-blason.png
Basisdaten
Kanton: Solothurn
Bezirk: Wasseramt
BFS-Nr.: 2519Vorlage:Infobox Ort in der Schweiz/Gemeinde
PLZ: 4563
Koordinaten: Koordinaten: [http://tools.wikimedia.de/~magnus/geo/geohack.php?language=de&params=47.172225
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Höhe: 451 m ü. M.
Fläche: 1.91 km²
Einwohner: 4838 (31. Dezember 2006)
Website: www.gerlafingen.ch
Karte
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Gerlafingen ist eine politische Gemeinde im Wasseramt des Kantons Solothurn in der Schweiz. Bis 1959 hiess die Gemeinde offiziell Niedergerlafingen.

Inhaltsverzeichnis

Geographie

Gerlafingen liegt am östlichen Emmeufer der 1889 korrigierten Emme. Die Nachbargemeinden von Norden beginnend im Uhrzeigersinn sind Biberist, Derendingen, Kriegstetten, Obergerlafingen, Zielebach und Bätterkinden.

Bevölkerung

Bevölkerungsentwicklung
Jahr Einwohner
1798 120
1850 381
1880 766
1900 1'743
1950 3'774
1970 4'873
2000 4'694

Traditionell beschäftigt das Stahlwerk viele Ausländer, namentlich aus Italien und der Türkei. 37.5% (2002) der Bevölkerung sind Ausländer. 77.1% der Bevölkerung sprechen Deutsch, 6.99% Italienisch und 4.84% Türkisch. In jüngster Zeit sind jedoch vermehrt Leute aus dem Balkan zum Arbeiten zugewandert.

Religionen - Konfessionen

In Gerlafingen gibt es drei Kirchen resp. Kirchgemeinden:

  1. Die evangelisch-reformierte Kirchgemeinde
  2. Die römisch-katholische Kirchgemeinde
  3. Die evangelisch-methodistische Kirche

Alle drei besitzen eine Kirche oder ein Kirchgemeindehaus.

Wirtschaft

Die Gemeinde ist stark mit dem Schicksal der anwesenden Stahl Gerlafingen AG verbunden. Das Stahl- und Walzwerk verarbeitet jährlich ca. 1 Mio Tonnen Altmetall zu 650'000 Tonnen Betonbewehrungsprodukten, hauptsächlich Betonrippenstahl. Derzeit sind etwa 550 Mitarbeiter im Stahlwerk beschäftigt, womit es der grösste Arbeitgeber in Gerlafingen ist.

Verkehr

Seit 1876 verfügt Gerlafingen über einen Bahnhof an der Linie SolothurnBurgdorf. Ein Autobahnanschluss an die A1 ist ebenfalls nahe.

Geschichte

Der heutige Ort Gerlafingen hiess bis 1959 offiziell Niedergerlafingen, im Gegensatz zu dem etwas südlicher gelegenen Obergerlafingen. Einfaches, unbezeichnetes Gerlafingen meinte bis ins 19. Jahrhundert beide Ortschaften. Erstmals urkundlich erwähnt wird der Ort 1278 als Nidergeroluingen. Es bedeutet bei den Angehörigen des Gerolf.

Die Geschichte des Stahlwerkes ist die Geschichte des Dorfes. 1818 gründete Ludwig von Roll in den Räumen einer konkursiten Textilfirma ein Eisenwerk (Schmiede) in Gerlafingen. 1836 folgt ein Walzwerk, 1918, als die Einfuhr von Erz und Eisen wegen der Kriegswirren problematisch wurde, ein eigenes Stahlwerk. In den Spitzenzeiten der 1960er beschäftigte das Stahlwerk 5000 Angestellte, fast zehn mal so viele, wie heute.

In einer Krise 1996 verkaufte von Roll das Stahlwerk an die von Moos Holding. Diese führte ihre Aktivitäten zusammen und nannte sich fortan Swiss Steel. Nach einigen Jahren der Restrukturierung arbeitet das Stahlwerk heute wieder in den schwarzen Zahlen.

Zeugen der Zeit als Industriestädtchen sind viele Fassaden, welche vom emittierten Staub geschwärzt sind. Auch die Emme wurde bis in die 1990er Jahre von den Prozesswässern des Walzwerkes schwarz gefärbt. Heute verhindern Filter für Abluft und -wasser derartige Umweltbelastungen.

2003 wurde Swiss Steel und damit das Gerlafinger Werk an die deutsche Schmolz & Bickenbach verkauft. Es handelte sich allerdings um eine arbeitsplatzerhaltende freundliche Übernahme.

Literatur

  • André Kienzle: Es gibt nur ein Gerlafingen, Univ. Zürich, Dissertation, 1996, ISBN 3-905312-05-0
  • Heinz Hösli: Gerlafingen: Daten und Fakten zur Geschichte und Geographie, 1996, ISBN 3-9521164-0-8

Wappen

In Rot ein blauer schrägrechter Bundhaken, begleitet von zwei pfahlweis gestellten sechsstrahligen gelben Sternen.

Weblinks

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