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Gerd Biermann

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Gerd Biermann (* 19. September 1914 in Berlin; † 27. Dezember 2006 in Brixen/Südtirol) war ein Kinderarzt und Psychotherapeut. Biermann gilt als Pionier der psychoanalytischen Kinderpsychotherapie und psychohygienischer Reformen. Er war Mitbegründer und erster Leiter des Brühler Instituts für Psychohygiene.

Leben

Nach dem Medizinstudium in Berlin, Heidelberg und Freiburg war er zunächst Pathologe und ließ sich dann zum Kinderarzt ausbilden.

Im Jahr 1977 gründete er die Ärztliche Akademie für Psychotherapie von Kindern und Jugendlichen, die bis heute nahezu 1000 Kinderärzte sowie Kinder- und Jugendlichenpsychiater zu Psychotherapeuten ausgebildet hat.

Er entwicklete das „Brühler Modell“, in dem es darum ging, alle Dienste wie Kinderärzte, Erziehungsberatung und Familientherapie, Schulpsychologie und Bildungsberatung, Logopädie und Kinderpsychotherapie unter ärztlicher Leitung in einem multidisziplinären Team zusammenzufassen.

Es war u.a. sein Erfolg, dass psychohygienische Reformen an Kinderkrankenhäusern in den letzten Jahrzehnten überall umgesetzt wurden. So ist das rooming-in, die gemeinsame Aufnahme von Müttern und Vätern mit ihren Kindern im Krankenhaus, heute eine Selbstverständlichkeit.

Arbeitsschwerpunkte

Seine Arbeitsschwerpunkte waren die Kinderpsychotherapie, insbesondere die Psychosomatik. Er war der Herausgeber des Handbuchs für Kinderpsychotherapie, sowie Monographien über Kindesmisshandlung und den tiefenpsychologischen Zeichentest "Die verzauberte Familie".

Wikipedia
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