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Georgenberg (Reutlingen)
Aus Kefk.
Der Georgenberg (602 m über NN), gelegen in geografisch zentraler Lage des deutschen Bundeslandes Baden-Württemberg, ist ein kegelförmiger Berg prähistorisch-vulkanischen Ursprungs, der im Süden der Stadt Reutlingen die Gemarkungsgrenze mit dem Westen der kleineren Nachbarstadt Pfullingen bildet, wobei der größte Teil des Berges einschließlich seines Gipfels auf dem Gebiet Pfullingens liegt.
Neben dem Berg trägt auch auch einer von 13 Stadtteilen bzw. eines von 13 Wohngebieten des Reutlinger Kernstadtbezirks Reutlingen-Mitte, das an der nördlichen Flanke des Berges liegt, den Namen Georgenberg.
Geologie und Geschichte des Berges
Im Gegensatz zur 105 m höheren, ca. 2,5 km nordöstlich gelegenen und ähnlich geformten Achalm, einem Zeugenberg aus Weissjura, ist der Georgenberg - unter geologischem Gesichtspunkt - vulkanischen Ursprungs. Er besitzt eine nahezu symmetrische Vulkanform und bietet einen Rundblick zum nördlichen Albtrauf, über die Städte Reutlingen und Pfullingen, nach Tübingen und - bei guter Sicht - bis in den nördlichen Schwarzwald.
Vor etwa 12 Millionen Jahren im Zeitalter des Tertiär stiegen glutflüssiges Magma, Asche und Schlamm durch die Kalkschichten des Gebiets der heutigen mittleren Schwäbischen Alb und hinterließen einen sogenannten Vulkanembryo. Damit ist der Berg einer von mehreren hundert im Umkreis von etwa 25 km rund um das heutige Bad Urach verstreuten durch Reliefumkehr herauspräparierten Schloten des sogenannten Schwäbischen Vulkans.
Seinen heutigen Namen hat der Berg von einer Georgskapelle, die sich einst auf seinem Gipfel befand. Diese kleine Kirche fand erstmals 1489 urkundliche Erwähnung. Seit dem Jahre 1719 ist der Name Georgenberg geläufig. Davor wurde die Erhebung Echitzenberg oder Echetzenberg genannt.
Die Hänge des Georgenbergs wurden ursprünglich von Reutlingern und Pfullingern zum Weinanbau genutzt, weshalb sich unterhalb des Gipfels bis heute terrassenförmige Landschaftsstrukturen feststellen lassen. Im Jahre 1749 kam es zum sogenannten "Weinberg-Krieg" zwischen Reutlinger und Pfullinger Weinbauern, der erst unter Einsatz württembergischer Truppen geschlichtet werden konnte.
Weblinks
- Bild und Kurz-Informationen zum Georgenberg auf pfullingen.de
- Artikel des Schwäbischen Tagblatts über vulkanische Zeugnisse rund um die mittlere Alb, darunter auch Beschreibung des Georgenbergs - mit Bild an erster Stelle (zum Vergrößern anklicken)
Koordinaten: 48° 28′ 17″ N, 09° 12′ 42″ O
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