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Gefährliche Spannungen
Aus Kefk.
Die gefährlichen Spannungen werden über die gefährlichen Ströme definiert.
Der elektrische Strom ist für Menschen und Tiere gefährlich. Schweiß, Speichel, Blut und Zellflüssigkeit sind Elektrolyte, das heißt sie leiten den elektrischen Strom.
Per Definition geht man davon aus, dass Ströme ab 0,05 A tödlich sind. Bei einem angenommenen Körperwiderstand von 1000 Ohm müssten dann 50 V am Körper anliegen. Deswegen gelten Wechselspannungen ab 50 V als tödlich (bei Tieren 25 V). Da Gleichspannungen ungefährlicher sind, gelten hier 120 V als lebensgefährlich (bei Tieren 60 V). Bei allen hier angegebenen Werten handelt es sich um stark gerundete Schätzwerte, die durch andere Faktoren beeinflusst werden.
Fast alle Organe funktionieren mit Hilfe elektrischer Impulse, die vom Gehirn ausgehen. Muskeln werden von schwachen elektrischen Impulsen von ungefähr -50 mV gesteuert. Steht der menschliche Körper unter zuviel Spannung, verkrampfen die Muskeln. Auch die Kontraktionen des Herzens werden durch elektrische Spannungen koordiniert, die vom Herzen selbst im Sinusknoten erzeugt werden. Wird das Herz in der Anspannungsphase (vulnerable Phase), im EKG erkennbar am QRS-Komplex, einer hohen Wechselspannung ausgesetzt, so kann es zu Kammerflimmern oder anderen Rhytmusstörungen und damit final zum Herzstillstand kommen. Auch schwere Muskelkrämpfe sind eine typische Folge.
Körperinnenwiderstand des Menschen:
- bei Längsdurchströmung
- Hand - Fuß ca. 1000 Ohm
- Hand - Füße ca. 750 Ohm
- Hände - Füße ca. 500 Ohm
- bei Querdurchströmung
- Hand - Hand ca. 1000 Ohm
- bei Teildurchströmung
- Hand - Rumpf ca. 500 Ohm
- Hände - Rumpf ca. 250 Ohm
Vor spannungsführenden Teilen an Arbeitsplätzen und öffentlich zugänglichen Einrichtungen muss in Deutschland durch das oben abgebildete Sicherheitszeichen "Warnung vor gefährlicher elektrischer Spannung" gewarnt werden.
