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Geesthacht

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Geesthacht-Wappen.png
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Herzogtum Lauenburg
Koordinaten: Koordinaten: 53° 26′ N, 10° 22′ O53° 26′ N, 10° 22′ O
Höhe: 27 m ü. NN
Fläche: 33,19 km²
Einwohner: 29.450 (29. Sep. 2006)
Bevölkerungsdichte: 887 Einwohner je km²
Postleitzahl: 21502
Vorwahl: 04152
Kfz-Kennzeichen: RZ
Gemeindeschlüssel: 01 0 53 032
Adresse der
Stadtverwaltung:
Markt 15
21502 Geesthacht
Webpräsenz:
Bürgermeister: Ingo Fokken

Geesthacht ist die größte Stadt des Kreises Herzogtum Lauenburg in Schleswig-Holstein und Teil der Metropolregion Hamburg. Sie liegt am südöstlich von Hamburg direkt am Elbufer; die Entfernung zur Hamburger Innenstadt beträgt etwa 30 km. Unterhalb des Geesthachter Wehrs beginnt die tidebeeinflusste Unterelbe.

Das Stadtgebiet grenzt unmittelbar an den Hamburger Stadtteil Altengamme und ist von Niedersachsen nur durch die Elbe getrennt - in so fern liegt die Stadt in einem Dreiländereck. Nach den Hamburger Elbbrücken befindet sich hier die zweite Elbquerung nach Niedersachsen - von der Elbmündung aus gesehen.


Inhaltsverzeichnis

Geografie

Stadtgliederung

Die Stadt besteht aus folgenden Ortsteilen:

Altstadt, Besenhorst, Düneberg, Edmundstal-Siemerswalde, Grünhof, Hasenthal, Heinrichshof (früher auch HEW-Siedlung auf dem Geestrücken), Heinrich-Jebens-Siedlung, Krümmel, Oberstadt (auf dem Geestrücken), Tesperhude.

Geschichte

Aus der Bronzezeit sind die Totenhäuser von Tesperhude bei Grünhof-Tesperhude 1932 ausgegraben worden. Um 800 n. Chr. ist eine Kirche an der Elbe dokumentiert. 1216 wurde der Ort als Hachede erstmals urkundlich erwähnt. Eine Änderung des Flusslaufes der Elbe durchschneidet den Ort in zwei Teile: Geesthacht und Marschacht (in Niedersachsen). 1420 fällt Geesthacht im Frieden von Perleberg an die Hansestädte Hamburg und Lübeck. 1865/66 gründet der schwedische Chemiker Alfred Nobel mit Kompagnon "auf dem Krümmel" eine Glycerinfabrik und erfindet das Dynamit (eine Mischung aus Nitroglycerin und Kieselgur; Abbauprodukt abgestorbener Algen). In Geesthacht-Krümmel entsteht die erste Dynamitfabrik der Welt. 1886 gründet sich unter Johann Friedolf Wahlgreen die erste sozialdemokratische Organisation in Geesthacht. 1906 erfolgt die Eröffnung der Bergedorf-Geesthachter Eisenbahn (BGE) 1918-1933 ist Geesthacht Hochburg der linken Parteien USPD (bei Wahlen 1919-1920 zwischen 26,4% und 41,6%) und später KPD (1921-1933 zwischen 31,2% und 44,0%) und SAPD (Kommunalwahl 1932 10,5%) und trägt daher im Volksmund den Spitznamen Klein-Moskau. Der Ort erhält Stadtrechte durch die Hamburgische Städteordnung vom 2. Januar 1924. 1928 kommt es zur Zerstörung des historischen Stadtkerns durch eine Brandkatastrophe. Im Zuge des Groß-Hamburg-Gesetzes wird Geesthacht 1937 der preußischen Provinz Schleswig-Holstein zugeordnet und gehört seither zum Kreis Herzogtum Lauenburg. 1937/1939 und 1942 werden Düneberg, Krümmel und Grünhof-Tesperhude eingemeindet. 1953 erfolgt die Betriebseinstellung des Personenverkehrs auf der BGE. 1986 werden alarmierend hohe Strahlenbelastung wird in der Umgebung des GKSS-Forschungszentrums festgestellt. Augenzeugen berichteten von einem Brand. Offizielle Stellen geben bis heute ausgetretenes Radongas als Ursache für die Strahlenbelastung an. Geologische wie meteorologische Gegebenheiten sprechen jedoch dagegen. Zudem konnten verschiedene radioaktive Stoffe im Erdboden nachgewiesen werden, die nachweislich aus einer nukleartechnischen Anlage stammen müssen, so etwa die radioaktiven PAC-Kügelchen. Seit 1989 bis Dezember 2005 sind 15 bis 17 Leukämiefälle aufgetreten die mit jenem 12. September 1986 in Verbindung gebracht werden. Siehe Leukämiecluster Elbmarsch.

Politik

Die Ratsversammlung der Stadt Geesthacht hat folgende Zusammensetzung:

CDU SPD GRÜNE FDP Offensive D Gesamt
2003 17 12 3 2 2 36

Wappen

Blasonierung: „Gespalten von Silber und Blau. Vorn auf grünem Dreiberg eine schwarze Korbweide mit sieben grün belaubten Schößlingen, hinten auf silbernen und blauen Wellen ein einmastiger goldener Kahn mit silbernem Segel.“ (Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein)

Städtepartnerschaften

Wirtschaft und Infrastruktur

Geesthacht ist größter Nuklear- und Energiestandort Norddeutschlands (Pumpspeicherwerk, GKSS, Kernkraftwerk in Geesthacht-Krümmel).

Verkehr

Folgende überregionale Straßen führen durch das Stadtgebiet:

Es existiert eine Eisenbahnstrecke nach Hamburg-Bergedorf. Geesthacht ist Binnenhafen für die Schifffahrt auf der Elbe, Elb-Schleuse. Nächster Verkehrsflughafen ist Hamburg-Fuhlsbüttel, nächster Seehafen ist der Hamburger Hafen.

Ansässige Unternehmen

  • Kernkraftwerk Krümmel GmbH
  • Depesche Vertrieb GmbH / Diddl Maus
  • Torquato Versand
  • Leuchtturm Albenverlag
  • Norddeutsche Teppichfabrik GmbH (Nordpfeil)
  • BUCO Wärmeaustauscher International GmbH
  • hanse chemie AG
  • nanoresins AG

Öffentliche Einrichtungen

Staatliche Einrichtungen

Bildungseinrichtungen

  • Gesamtschule Geesthacht
  • Otto Hahn Gymnasium (prominentester Schüler: Uwe Barschel)
  • Realschule Geesthacht
  • Silberbergschule
  • Buntenskampschule
  • Oberstadtschule
  • Hachede Schule für Behinderte
  • Waldschule Grünhof
  • Förderschule Geesthacht

Freizeit- und Sportanlagen

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

  • Kleines Theater Schillerstrasse - Eigenproduktionen, Tourneetheater und Kino

Museen

Bauwerke

Staustufe mit Brücke der B 404
Staustufe mit Brücke der B 404
Bild:Wasserturm Dyna.jpg
Alter Wasserturm der Dynamit-Fabrik von Alfred Nobel auf dem Gelände des heutigen KKW Krümmel

Regelmäßige Veranstaltungen

  • Führungen des Förderkreises Industriemuseum Geesthacht auf den Geländen der Dynamit-Fabrik Krümmel und der Schwarzpulver-Fabrik Düneberg
  • Fahrten mit der Museums-Eisenbahn von Geesthacht nach HH-Bergedorf

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt

Literatur

  • Heinz Bohlmann: Fäuste, Führer, Flüchtlingstrecks. Ein Beitrag zur Geschichte der Städte Geesthacht und Lauenburg/Elbe 1930-1950. Schwarzenbek 1990. ISBN 3-921595-15-0
  • Bernhard Michael Menapace: "Klein-Moskau" wird braun: Geesthacht in der Endphase der Weimarer Republik (1928-1933). Kiel 1991. ISBN 3890299237
  • August Ziehl: Geesthacht - 60 Jahre Arbeiterbewegung 1890-1950. Geesthacht 1958.

Weblinks

Wikipedia
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