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Gebhard von Salzburg

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Gebhard von Salzburg (auch Gebhard von Helfenstein, * angeblich um 1010 in Schwaben; † 15. Juni 1088 in Werfen, Österreich) Seliger, Erzbischof von Salzburg. Dass er Graf von Helfenstein gewesen sein soll, ist reine Spekulation. Nur die Herkunft aus Schwaben ist bezeugt.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Bild:Hohensalzburg12.JPG
Festung Hohensalzburg

Gebhard studierte in Paris, wurde 1055 zum Priester geweiht und war Hofkaplan von Heinrich III.. Er reiste als Gesandter nach Konstantinopel und war von 1057 bis 1059 Reichskanzler. Am 30. Juli 1060 wurde er zum Bischof der Erzdiözese Salzburg geweiht. Er hob den Slawenzehent auf und ordnete das Pfarrsystem in Kärnten neu. Er löste das von Hemma von Gurk gestiftete Kloster in Gurk auf und gründete 1072 an dessen Stelle das Suffraganbistum Gurk sowie 1074 das Stift Admont. Ferner ließ er die Festungen Hohensalzburg, Hohenwerfen und Friesach ausbauen.

Im Investiturstreit stand er auf der Seite des Papstes Gregor VII., nahm 1076 ebenso wie Altmann von Passau nicht am Reichstag von Worms teil und war 1076 bei der 1. Fastensynode in Rom. 1077 unterstützte er die Wahl des Gegenkönigs Rudolf von Schwaben. Da er sich mit Kaiser Heinrich IV. nicht versöhnen wollte, wurde er 1077 von diesem aus Salzburg vertrieben und hielt sich 9 Jahre lang in Schwaben und Sachsen auf. Er versuchte weiterhin Bischöfe zu gewinnen, die Papst Gregor VII. unterstützen sollten. In Salzburg wurde Berthold von Moosburg ab 1085 als Gegenbischof eingesetzt. Gebhard konnte erst 1086 durch die Unterstützung von Herzog Welf I. von Bayern wieder nach Salzburg zurückkehren. Er ist im Stift Admont begraben. Sein Gedenktag ist der 15. Juni.

1629 wurde der Heiligsprechungsprozess eingeleitet, der bisher nicht abgeschlossen ist.

Ikonografie

Er wird als Bischof mit griechischem Kreuz und einem Einhorn dargestellt.

Literatur

  • Karl Amon: Die heiligen Bischöfe und Erzbischöfe der Kirche von Salzburg. In: Sursum Corda, Festschrift für P. Harnoncourt. 1991.
  • Pius Karner: Austria Sancta. Die Heiligen und Seligen Salzburgs. Wien 1913
  • Ernst Tomek: Kirchengeschichte Österreichs. Tyrolia, Innsbruck - Wien - München 1935-59
  • Otto Wimmer, Hartmann Melzer, Josef Gelmi (Bearb.): Gebhard Erzb. von Salzburg. In: Lexikon der Namen und Heiligen. Nikol, Hamburg 2002, ISBN 3-933203-63-5
  • Josef Wodka: Kirche in Österreich. Wegweiser durch ihre Geschichte. Herder, Wien 1959
  • Josef Wodka: Gebhard EB v. Salzburg. In: Lexikon für Theologie und Kirche. 2. Auflage, 4. Band. Herder, Freiburg i. B. 1960

Siehe auch

Weblinks


Wikipedia
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