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Gasentladung
Aus Kefk.
Als Gasentladung werden Vorgänge bezeichnet, bei welchen elektrischer Strom durch gasförmige Materie fließt. Dieser Stromfluß ist nur nach Bildung eines Plasmazustandes im Gas möglich. Ein Plasma entsteht dabei durch Stoßionisation mit Lawineneffekt (siehe Stoßionisation). Gasentladungen benötigen daher eine bestimmte elektrische Mindest-Feldstärke, um zu entstehen oder aufrechterhalten zu werden.
Das Plasma entsteht und bleibt erhalten, wenn die durch die Spannung beschleunigten freien Elektronen genügend Energie haben, die Gasatome zu ionisieren, und die neu gebildete Menge an Ionen die Rekombinationsrate übersteigt.
Ist zur Aufrechterhaltung der Gasentladung eine ständige Zufuhr von freien Elektronen nötig, heißt sie unselbständige Entladung. Bei einer selbständigen Gasentladung setzt dagegen jedes Elektron auf seinem Weg "netto" mindestens 1 neues Elektron frei, so dass die einmal gezündete Entladung zum weiteren "Brennen" nur noch Energie aus der Spannungsversorgung benötigt.
Die Gasentladung strahlt Licht, Ultraviolett- und/oder Infrarotstrahlung charakteristischer Wellenlängen aus, weil außer der Ionisation auch Anregung von Hüllenelektronen stattfindet, als deren Folge Photonen charakteristischer Energien emittiert werden.
Plasmabildung und Gasentladungen sind auch elektrodenlos mittels eines Hochfrequenzfeldes möglich.
Anwendungen
- Lichtbögen, z. B. zum Schweißen und in Hochdruck-Gasentladungslampen
- Glimmentladungen in Leuchtstoffröhren, Glimmlampen, Plasmabildschirmen
- Funkenentladungen, zum Beispiel zur Zündung in Verbrennungsmotoren
- Plasmatrons zum Schneiden und Schweißen
- Duoplasmatron
- Pumpentladungen von Gaslasern, z. B. HeNe-Laser, Stickstofflaser, CO2 -Laser, Argon-Ionen-Laser, Excimerlaser
- Geiger-Müller-Zählrohr
- Ionisations-Vakuummeter
- Thyratron
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