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Ganglion pterygopalatinum

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Bild:Pteryopalatinahd.jpg
Fossa pterygopalatina (blau umrandet) und Ganglion pterygopalatinum beim Hund

Das Ganglion pterygopalatinum („Flügelgaumenganglion“) ist ein parasympathisches Ganglion, das in der gleichnamigen Grube am Gaumenbein (Os palatinum), vor dem Flügelfortsatz des Keilbeins (Processus pterygoideus ossis sphenoidalis) liegt.

Die parasympathischen Fasern stammen vom VII. Hirnnerv, dem Nervus facialis. Dieser entsendet den Nervus petrosus major, der mit Fasern vom sympathischen Ganglion cervicale superius (via Nervus petrosus profundus) den Nervus canalis pterygoidei (VIDI-Nerv, Nervus vidianus) bildet, welcher den zuführenden Ast zum Ganglion pterygopalatinum darstellt.

Im Ganglion werden die parasympathischen Fasern auf das zweite Neuron umgeschaltet und diese innervieren sekretorisch die Drüsen von Nase und Gaumen. Über den Nervus zygomaticus und Nervus lacrimalis werden vom Ganglion pterygopalatinum auch der Tränendrüse parasympathische Fasern zugeführt.

Das Ganglion wird vom Nervus maxillaris als sogenanntes „Anlagerungsganglion“ genutzt. Dies bedeutet, dass die sensiblen Fasern dieses Trigeminusastes keinen Kontakt zu den Ganglienzellen aufnehmen, sondern es lediglich durchziehen und als Verteilerstation nutzen. Die viszeroefferenten Fasern des Ganglions nutzen jedoch die Maxillarisäste (wie Nervus zygomaticus, Nervus nasopalatinus, Nervi palatini) als Weg zu ihren Erfolgsorganen.

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