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Ganglion mesentericum superius
Aus Kefk.
1 Crus sinistrum (Diaphragma), 2 Hiatus aorticus, 3 Aorta, 5 Nervus splanchnicus major, 6 Arteria celiaca, 8 Ganglion celiacum, 9 Plexus celiacus, 10 Ganglion mesentericum craniale, 11 Plexus mesentericus cranialis, 12 Arteria mesenterica cranialis, 13 Nervus splanchnicus minor, 14 Nebenniere, 15 Arteria abdominalis cranialis (15' Zwerchfellast), 16 Magen, 17 Leber (Lobus caudatus), 18 Niere
Das Ganglion mesentericum superius (bei Tieren als Ganglion mesentericum craniale bezeichnet) ist ein sympathisches Ganglion in der oberen (bei Tieren: vorderen) Bauchhöhle. Es liegt am Abgang der gleichnamigen Arterie aus der Aorta und stellt ein prävertebrales Ganglion (Ganglion prevertebrale) dar.
Die Zellkörper der sympathischen Neurone liegen im Lendenabschnitt des Rückenmarks. Deren Neuriten (Nervenfortsätze) durchlaufen als Nervi splanchnici minores den Grenzstrang ohne Umschaltung.
Im Ganglion werden die meisten Neurone umgeschaltet und die nunmehr postsynaptischen, sekundären Neurone bilden um die Arterie ein Geflecht, den Plexus mesentericus superior (Tiere: Plexus mesentericus cranialis). Dieser bildet zusammen mit dem Plexus celiacus des benachbarten Ganglion celiacum das Sonnengeflecht (Plexus solaris).
Vom Sonnengeflecht ziehen die vegetativen Nervenfasern in Begleitung der Blutgefäße zu den oberen Darmabschnitten. Ganglion mesentericum superius und Ganglion celiacum sind sowohl afferent als auch efferent mit den Organen verbunden und bilden eine funktionelle Einheit. Sie fungieren als erste zentrale Verarbeitungsstation für Regelkreise der Bauchorgane und koordinieren die Tätigkeit des Enterischen Nervensystems.
Siehe auch: Peristaltik
