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Gallotannin

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muss dringend überarbeitet werden --Orci Disk 23:14, 18. Apr. 2007 (CEST)
<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Die Artikel Tannine und Tannin (Chemie) überschneiden sich thematisch. Hilf mit, die Artikel besser voneinander abzugrenzen oder zu vereinigen. Die Diskussion über diese Überschneidungen findet hier statt. Bitte äußere dich dort, bevor du den Baustein entfernst. d0ktorz 17:18, 8. Sep 2006 (CEST)
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Strukturformel
Bild:Corilagin.svg
Allgemeines
Name Gallotannin
Andere Namen
  • Corilagin
  • Tannin
  • Tannalbin
  • Quebracho
Summenformel C27H22O18
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CAS-Nummer 1401-55-4
Kurzbeschreibung ?
Eigenschaften
Molmasse 634,453 g/mol
Aggregatzustand fest
Dichte ?
Schmelzpunkt 210 °C
Siedepunkt ?
Dampfdruck ?
Sicherheitshinweise
Gefahrstoffkennzeichnung
Gefahrensymbole
R- und S-Sätze R: ?
S: ?
weitere Sicherheitshinweise
MAK ?
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.


Inhaltsverzeichnis

Andere Bezeichnungen

  • Gerbsäure, Gerbstoff, Gallusgerbsäure, Gallotannin
  • lateinisch = Tanninum, Acidum tannicum, Acidum gallotannicum
  • englisch = tannic acid

Herkunft

  • türkisches Tannin (aus den Zweig-Gallen [Aleppogallen] der kleinasiatischen Galleiche [Quercus infectoria])
  • chinesisches/japanisches Tannin (aus den Blatt-Gallen/Zackengallen [Gallae chinensis] oder Galläpfeln von Bäumen verschiedener Rhus-Sumach-Arten, die in Nordindien, China und Japan zu finden sind)
  • Rotwein-Tannin (durch Auspressen der Stiele, Kerne und Schalen der Weintraube)

Herstellung/Gewinnung

  • Die gesammelten Pflanzengallen werden zunächst zerkleinert und in Wasser gelegt. Im Wasser lösen sich die hydrophilen Bestandteile der Gallen.
  • Danach wird die wäßrige Lösung mit einem Gemisch aus Diethylether und Ethanol (im Verhältnis 4 zu 1) behandelt. Dadurch wird das Tannin herausgelöst/extrahiert.
  • Nach dem Eindampfen des Extraktes bleibt ein feines, gelbliches Pulver übrig, das Tannin.

physikalische Eigenschaften

  • amorphes Pulver, seltener Nadeln oder Schuppen
  • schwach gelblich bis braun
  • schwacher, eigenartiger Geruch
  • bitterer Geschmack
  • bewirkt ein Zusammenziehen der Schleimhäute (adstringierende Wirkung)
  • industriell hergestelltes Tannin hat eine dunklere Farbe (braun bis dunkelbraun) und meist auch einen stärkeren Geruch
  • löst sich in polaren Lösungsmitteln sehr gut (z.B. in Wasser, Ethanol/Alkohol, Aceton und Glycerin)
  • in unpolaren Lösungsmitteln ist es nahezu unlöslich (z.B. in Diethylether/Äther, Chloroform und Benzol)

Chemische Eigenschaften

  • nicht einheitlich aufgebaut (leichte Unterschiede zwischen türkischem, chinesisch/japanischem und Rotwein-Tannin)
  • Ähnlichkeit mit Pentadigalloylglucose
  • gehört zur Gruppe der Phenole
  • Nachweis durch Eisenchloridlösung => blauschwarzer, tintenartiger Niederschlag
  • kann durch verdünnte Schwefelsäure und mehrtägiges Erhitzen (100 °C) hydrolysiert werden; es bilden sich Traubenzucker und Gallussäure
  • das Enzym/Ferment Tannase bewirkt ebenfalls eine Auftrennung von Tannin in Traubenzucker und Gallussäure (bei Zimmertemperatur)

Strukturformel: Bild:Tannin Bild1.jpg

Modell: Bild:Tannin Bild2.jpg

Verwendung

  • als Beizstoff beim Färben (vor allem für Teerfarbstoffe)
  • in der Papier- und Tintenherstellung (Eisengallustinte)
  • in der Textilindustrie
  • zum Gerben von Häuten
  • als Rostschutzmittel bzw. Rostumwandler
  • in der Medizin
  • im Tee (bindet Teein und beruhigt dadurch)
  • bei der Weinherstellung/Weinausbau, besonders bei Rotweinen (bewirkt trockenen Geschmack und Haltbarkeit)
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