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Gabbro
Aus Kefk.
Gabbro ist ein hartes, kompaktes, grobkörniges magmatisches Gestein plutonischen Ursprungs – das Gestein ist also tief im Erdinneren entstanden. Es hat eine grauschwarze, gelegentlich auch blaugrüne Farbe, die von dem hohen Anteil dunkelfarbiger Minerale wie etwa Pyroxen und Olivin herrührt, aus denen es sich hauptsächlich zusammensetzt. Der helle Anteil besteht hauptsächlich aus Plagioklas-Feldspaten; Quarz fehlt. Mit sinkendem Anteil an Plagioklas geht Gabbro gleitend in Peridotit über, den Hauptbestandteil des oberen Erdmantels.
Gabbro findet sich vor allem in der ozeanischen Erdkruste, seltener auch in der kontinentalen. Er bildet sich durch das langsame Abkühlen basaltischen Magmas in meist mehr als fünf Kilometer Tiefe, wobei oft Plutone (ausgedehnte Massen Tiefengestein) entstehen. Eine schwerkraftbedingte Auftrennung der auskristallisierenden Minerale kann gelegentlich auch zu geschichteten Gabbro-Gesteinen führen.
Gabbro kommt in Deutschland im Harz, im Odenwald sowie im Schwarzwald vor. Diese Gabbrovorkommen innerhalb der kontinentalen Kruste gehen wahrscheinlich auf die Differentiation von sauren Magmen zurück. Innerhalb einer größeren quarzreichen Magmenkammer bilden sich relativ kleinräumig auch basische, quarzarme oder -freie Gesteine.
Verwendet wird Gabbro als witterungsresistentes Baumaterial für Hausfassaden (ganz besonders, wenn er eine schmuckvolle Feldspat-Varietät enthält), vor allem aber als Schottermaterial und Wasserbaustein.
Gabbro wurde erstmals durch den deutschen Geologen Christian Leopold von Buch nach einer Ortschaft bei Rosignano Marittimo in der italienischen Region Toskana benannt.
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