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Glock-Pistole
Aus Kefk.
| Glock-Pistole | ||||||||||||
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| Bild:Glock 17.JPG | ||||||||||||
| Allgemeine Information | ||||||||||||
| Zivile Bezeichnung: | Glock 17 | |||||||||||
| Militärische Bezeichnung: | P80 | |||||||||||
| Einsatzland: | mehr als 100 Länder u.A. Österreich, USA ... | |||||||||||
| Entwickler: / Hersteller: | Gaston Glock / Glock | |||||||||||
| Herstellerland: | Österreich | |||||||||||
| Produktionszeit: | 1980 bis jetzt | |||||||||||
| Modellversionen: | Versionen | |||||||||||
| Waffenkategorie: | Selbstladepistole | |||||||||||
| Maße | ||||||||||||
| Gesamtlänge: | 186 mm | |||||||||||
| Gesamthöhe: | 138 mm | |||||||||||
| Gesamtbreite: | 30 mm | |||||||||||
| Gewicht: (mit leerem Magazin):</td> | 0,706 kg</td></tr> | |||||||||||
| Gewicht: (mit maximaler Ausrüstung):</td> | 0,905 kg</td></tr> | |||||||||||
| Visierlänge:</td> | 165 mm</td></tr> | |||||||||||
| Lauflänge:</td> | 114 mm</td></tr> | |||||||||||
| Technische Daten</td></tr> | ||||||||||||
| Kaliber:</td> | 9 mm Parabellum</td></tr> | |||||||||||
| Mögliche Magazinfüllungen:</td> | 17 / 32 Patronen</td></tr> | |||||||||||
| Effektive Reichweite:</td> | 50 m</td></tr> | |||||||||||
| Maximale Schussweite:</td> | (Munition) 1.500 m</td></tr> | |||||||||||
| Mündungsgeschwindigkeit Projektil (V0):</td> | ~360 m/s</td></tr> | |||||||||||
| Mündungsenergie (E0):</td> | 520 Joule</td></tr> | |||||||||||
| Anzahl Züge:</td> | hexagonale</td></tr> | |||||||||||
| Drall:</td> | Rechts</td></tr> | |||||||||||
| Visier:</td> | Kimme und Korn</td></tr> | |||||||||||
| Verschluss:</td> | Browning-Petter-System</td></tr> | |||||||||||
| Ladeprinzip:</td> | Rückstosslader</td></tr> | |||||||||||
| Liste der Handfeuerwaffen</td></tr></table>
Die Glock-Pistolen sind eine Entwicklung von Gaston Glock. Es sind Selbstladepistolen mit polygonalem Lauf und mit einem Safe-Action-Abzugssystem. Der teilvorgespannte Spannabzug ist ohne äußere Sicherungseinrichtungen aufgebaut. Insgesamt sind die Glock-Pistolen sehr einfach aufgebaut, so dass sie schnell in ihre Bauteile zerlegt werden können. Glock-Pistolen weisen aufgrund ihrer Kunststoffbauteile ein deutlich niedrigeres Gewicht auf als vergleichbare Waffen mit einem typischen Aluminium- oder Stahlrahmen. Dies trägt zu ihrer Beliebtheit bei Anwendern, die ihre Waffe verdeckt tragen, bei. Ein weiteres Merkmal, das zum Erfolg der Modellreihe erheblich beigetragen hat, ist der Verzicht auf externe Bedienelemente wie Spannhebel oder manuelle Sicherungshebel. Aufgrund dieser Designbesonderheit wird das Risiko von möglichen Bedienfehlern reduziert und die Nutzung in Stresssituationen vereinfacht. Im Vergleich zu den entsprechenden Produkten anderer Hersteller hochwertiger Handfeuerwaffen wie SIG Sauer und Heckler & Koch sind Glock-Pistolen in der Regel auf einem niedrigeren Preisniveau angesiedelt.
GeschichteSeit Anfang der 1980er-Jahre fertigt die österreichische Firma Glock, gegründet von Gaston Glock, Selbstladepistolen für den Einsatz bei Sicherheitsbehörden, Polizei und Militär. Die erste Pistole war die M17, die im Zuge einer Ausschreibung für das österreichische Bundesheer entwickelt und als P80 (Pistole 80) 1980 schließlich eingeführt wurde. Die Nummer geht auf das 17. Patent von Gaston Glock zurück. Glock hat mehr als 2,5 Millionen Handfeuerwaffen in mehr als 100 Länder verkauft. MaterialeigenschaftenDie Glock-Pistolen sind mit einem Griffstück aus Kunststoff (Polyamid PA66) ausgestattet. Die Metallteile mit Ausnahme der Führung des Schlittens sind mit Tenifer oberflächenbeschichtet, woraus eine hohe Korrosionsfestigkeit und eine niedrige Reibung resultiert. Es ist durch Dialoge in den Filmen Stirb langsam 2 und Lord of War das Gerücht entstanden, die Pistolen seien metallfrei und deshalb ohne Probleme durch die Kontrollen an Flughäfen zu bringen. Sie bestehen jedoch trotz Polymergriffstück noch immer zu 80 % aus Metall und werden von den Detektoren einwandfrei erkannt. SicherungenAlle Glock-Pistolen verfügen über drei automatische Sicherungen: die Abzugssicherung, eine Schlagbolzensicherung und eine Fallsicherung.
Manuelle Sicherungsflügel oder -hebel gibt es bei Glock-Pistolen nicht. Die Waffe ist nach jedem Schuss voll gesichert und lässt sich nur durch erneutes Betätigen des Abzugs wieder entsichern. VerschlussAls Verschluss-System wird das Browning-Petter-System eingesetzt. Der Schlagbolzen ist federnd gelagert und ragt nach unten aus dem Verschluss heraus. Beim Betätigen des Abzugs wird eine Metallplatte im Griffstück nach hinten geschoben, hakt an der Verlängerung des Schlagbolzens ein und zieht ihn zurück. Dabei senkt sich die Platte langsam nach unten, so dass an einem bestimmten Punkt der Schlagbolzen an der Kante der Metallplatte abrutscht, von der Schlagbolzenfeder nach vorne beschleunigt wird und die Patrone zündet. Durch die Repetierbewegung des Verschlusses wird die Patrone ausgeworfen und das Schlagbolzenschloss beim Schließen wieder teilvorgespannt. Eine Glock-Pistole ist daher nicht wie ein Revolver nach jedem einzelnen Schuss komplett entspannt und muss für jeden weiteren Schuss neu gespannt werden (typisches Single-Action-System), sondern die Waffe befindet sich nach jedem Schuss in teilvorgespanntem Zustand und ist durchgeladen und feuerbereit (Double-Action-Only oder „Glock-Safe-Action“). VerriegelungDas Patronenlager und der Lauf verriegeln bei allen Glock-Pistolen direkt im Auswurffenster des Verschlusses, ein Kettenglied zur Entriegelung wie bei vielen Browning-Systemen gibt es nicht: unter dem Patronenlager sitzt eine offene Steuerkulisse, so dass der Lauf nach wenigen Millimetern Rücklauf nach unten entriegelt und abkippt, während der Verschluss bis zum hinteren Anschlag läuft, die Patrone nach rechts oben auswirft und eine neue aus dem Magazin lädt. VersionenDie einzelnen Versionen der Glock 17 bis Glock 36 unterscheiden sich vom Standardmodell, der Glock 17, nur in Griffstückgröße, Lauflänge und Kaliber. Technisch sind alle Pistolen identisch. Lediglich die Modelle 18 und 18C sind für vollautomatische Funktion modifiziert. Untenstehende Liste zeigt die Modellnummern, Kaliber und erhältliche Bauformen.
Bild:GLOCK 17.jpg Glock 17, auf einem Holztisch stehend Die Magazinkapazität ist bei Glock-Pistolen erstaunlich hoch, die Modelle 17 und 34 können im Standard-Magazin 17 bzw. 19 Schuss aufnehmen, was eine erhebliche Feuerkraft bedeutet. Gerade in der Sportdisziplin IPSC ist dies ein großer Vorteil, da weniger Magazinwechsel erforderlich sind. Durch Austausch des Magazinbodens lässt sich die Kapazität auf 19 Schuss erhöhen. (Diese +2-Böden sind jedoch in der IPSC Division "Production" nicht erlaubt.) Für die vollautomatische Variante Glock 18 wurden die 31- und 33-Schuss-Magazine entworfen, diese passen aber auch problemlos in die Modelle 17, 17L, 19 und 34. Es gibt bei den Glock-Pistolen zwei kaliberabhängige Griffstückklassen: zum einen das 9-mm-Griffstück, auf das auch die Systeme in den Kalibern .380 Auto, .357 SIG, .40 S&W und .45 GAP passen, zum anderen das .45-ACP-Griffstück, auf welches nur noch Systeme im Kaliber 10 mm Auto passen. Mit Ausnahme der Modelle 34 und 35 sowie der langen Versionen sind alle Glock-Pistolen Gebrauchswaffen, die bei unzähligen Polizeieinheiten, Sicherheitsdiensten und Armeen auf der ganzen Welt eingesetzt werden - entweder als normale Dienstwaffe oder als so genannte Backup-Waffe unter der Kleidung getragen. In Amerika sind hierfür die Modelle 29, 30 und vor allem 36 besonders beliebt, da sie für eine sub-kompakte Waffe ungewöhnlich hohe Magazinkapazität besitzen. Die mit Kompensator ausgestatteten Varianten sind für bewaffnete Konflikte ungeeignet, da in Situationen mit mangelhaften Lichtverhältnissen der Schütze durch das nach oben gelenkte Mündungsfeuer geblendet werden kann. AbzugstuningBild:Vorher nachher.png Vergleich vor/nach Abzugstuning, reelles Schußbild (10 Schuß, 25 Meter, freihändig) Je geringer die Kraft ist, mit der der Abzug durchgedrückt werden muss, um einen Schuss abzugeben (Abzugsgewicht), desto genauer ist das Schussergebnis. Da das Abzugsgewicht einer Glock mit ca. 2500 Gramm im Vergleich zu anderen Pistolen relativ hoch ist, wird für das Scheibenschießen das Abzugsgewicht verringert (Abzugstuning). Dies ist bei einer Glock sehr einfach durchführbar. Man benötigt dazu lediglich vier im Zubehörhandel käufliche Federn mit einer anderen Federcharakteristik. Nach Abnahme des Schlittens werden mit einem geeigneten Werkzeug (Stift mit ca. zwei mm Durchmesser) die drei Stifte herausgedrückt, welche die mechanischen Innenteile des Griffstücks auf ihrem Platz halten. Nach dem Herausziehen dieser Innenteile können zwei Federn (Abzugsfeder und Steuerfeder) einfach ausgetauscht werden. Ähnlich einfach verhält es sich mit der Mechanik des Schlittens. Die Deckplatte am hinteren Ende des Schlittens wird herausgeschoben, und alle Innenteile werden entnommen. Auch hier müssen dann nur zwei Federn (Sicherungsfeder und Schlagbolzenfeder) ausgetauscht werden. Bei einer derartig veränderten Pistole sinkt das Abzugsgewicht auf ca. 1.850 Gramm. Das verbesserte Schussergebnis zeigen die beiden unter reellen Bedingungen beschossenen Zielscheiben. Bekannte Einsätze von Glock-Pistolen
Weblinks
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