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GGRI

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GGRI ist die Kurzbezeichnung des im westungarischen Sopron (Ödenburg) angesiedelten Geodetic and Geophysical Research Institute. Der ungarische Name des Akademieinstituts ist MTA Geodeziai es Geofizikai Kutatóintézet (GGKI).

Dieses geowissenschaftliche Forschungsinstitut der Ungarischen Akademie der Wissenschaften (MTA Budpest) besteht vor allem aus Forschungsgruppen für Höhere- und für Ingenieurgeodäsie sowie für angewandte Geophysik (als Außenstelle des Budapester Instituts für Geoseismik). Das GGRI ist teilweise in die akademische Lehre eingebunden und betreibt unweit der Stadt ein geophysikalisches Observatorium. Auf einem mehrere Kilometer von der Stadt entfernten Aussichtsturm ist ein wichtiger Trigonometrischer Punkt des ungarisch-österreichischen Vermessungsnetzes untergebracht.

Derzeitiger Direktor des Instituts ist der Mathematiker Dr. József Závoti, sein Vorgänger war der Geodät Jozsef Somogyi. Vizedirektor ist der Seismologe Peter Varga. Die traditionellen Dienstag-Referate mit auch ausländischen Experten werden von J. Verö organisiert.

Die Postanschrift des Instituts (ungar. MTA Geodéziai és Geofizikai Kutatóintézete) ist
H-9400 Sopron, Csatkai u. 6-8 , Telefon (99)-508-340, Fax: (99)-508-355

Interdisziplinär hat sich das Institut auf die Analyse von Gebäude- und Bodendeformationen spezialisiert, unter Entwicklung und Einsatz hochauflösender Neigungsmesser. Sie erlauben relative Untergrund-Messungen von 0,0001mm auf Strecken von 1 Meter. Große Bedeutung haben dabei Änderungen des Grundwasserstandes. sänderungen und Bodenneigungen gemeinsam untersucht und so verschiedene neue Erkenntnisse gewonnen.

Beim südungarischen Mecsek-Gebirge wurde 1997 ein Testgebiet für lokale Geodynamik eingerichtet, um Bodenbewegungen i, Bereich der tektonischen Mecsek-Verwerfung zu erfassen; bisher wurden 5 Meßkampagnen durchgeführt (Bohrlochgeophysik, Neigungsmessung und Nivellement, EDM und GPS). Die bisherigen Meßreihen zeigen, dass Bauwerksfundierungen im Festgestein 10-100mal stabiler sind als im unverfestigten Sediment, siehe [1].
Ähnliche Untersuchungen werden an dem 173 m hohen Fernsehturm auf einer Bergkuppe bei Sopron durchgeführt. Man analysiert die Turmbewegungen bei Windlast und durch thermische Effekte (Sonnenstrahlung) und wie sie sich auf den Untergrund übertragen. Auch die Auswirkungen kleiner Bodenverschiebungen durch lokale Geodynamik oder ferne Erdbeben oder lokale geodynamische Prozesse werden im Umkreis von 90m untersucht.

Neben Partnerschaften mit ungarischen Forschungszentren kooperiert das GGRI auch mit einigen Instituten in Deutschland, Österreich und der Slowakei, u.a. mit der Universität Bonn (geodynamischeDeformationsmessungen in der Niederrheinischen Bucht, siehe 4.Weblink), mit der TU Wien (Geoidbestimmung, Sedimentbecken, Sopron-Wien-Zenitkamera) und mit slowakischen Akademie-Instituten.

Weblinks

Wikipedia
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