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Güglingen

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Wappen Deutschlandkarte
Bild:Wappen Gueglingen.svg
Basisdaten
Bundesland: Baden-Württemberg
Regierungsbezirk: Stuttgart
Landkreis: Heilbronn
Gemeindeverwal-
tungsverband
:
„Oberes Zabergäu“
Koordinaten: Koordinaten: 49° 4′ N, 9° 0′ O49° 4′ N, 9° 0′ O
Höhe: 206 m ü. NN
Fläche: 16,26 km²
Einwohner: 6233 (30. Dez. 2005)
Bevölkerungsdichte: 383 Einwohner je km²
Postleitzahl: 74363 (alt: 7129)
Vorwahl: 07135
Kfz-Kennzeichen: HN
Gemeindeschlüssel: 08 1 25 038
Stadtgliederung: Kernstadt und 2 Stadtteile
Adresse der
Stadtverwaltung:
Marktstraße 19-21
74363 Güglingen
Webpräsenz:
Bürgermeister: Klaus Dieterich
Lage der Stadt Güglingen im Landkreis Heilbronn
Bild:Gueglingen in HN.png

Güglingen ist eine Stadt im westlichen Landkreis Heilbronn.

Inhaltsverzeichnis

Geografie

Geografische Lage

Güglingen liegt im Tal der Zaber im Zabergäu im südwestlichen Landkreis Heilbronn, am nördlichen Talhang inmitten von Weinbergen.

Nachbargemeinden

Nachbarstädte und -gemeinden Güglingens sind (im Uhrzeigersinn, beginnend im Westen): Pfaffenhofen, Eppingen, Brackenheim, Cleebronn (alle Landkreis Heilbronn) und Sachsenheim (Landkreis Ludwigsburg). Zusammen mit Pfaffenhofen und Zaberfeld bildet Güglingen den Gemeindeverwaltungsverband „Oberes Zabergäu“ mit Sitz in Güglingen.

Stadtgliederung

Güglingen besteht aus der Kernstadt (4.254 Einwohner) und den Stadtteilen Eibensbach (1.035) und Frauenzimmern (922; Stand der Einwohnerzahlen: 30. Juni 2005).

Geschichte

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Güglingen von Osten, bei G. Ebner, um 1820

Schon in der Jungsteinzeit und zu Zeiten der Kelten und Römer war die Güglinger Gemarkung besiedelt. Im Jahr 2002 wurden in Güglingen u. a. zwei Mithras-Heiligtümer entdeckt und ausgegraben. Aufgrund der bisherigen Funde vermutet man, dass die römische Siedlung in Güglingen eine Größe von 10 Hektar hatte.

Der Ort Güglingen wurde vermutlich im 4. oder 5. Jahrhundert gegründet und 1188 in einer Urkunde Kaiser Friedrich Barbarossas erstmals erwähnt. Spätestens 1295 erhielt der Ort Stadtrechte. Im frühen 14. Jahrhundert wurde die Stadt württembergisch. Im Bauernkrieg 1525 war es Zentrum des Aufruhrs im Zabergäu. Mehrere Brände um 1850 richteten starke Zerstörungen an. Nach dem Zweiten Weltkrieg wandelte sich die bis dahin stark landwirtschaftlich geprägte Stadt zu einem Gewerbe- und Industriestandort.

Bild:KircheEibensbach.jpg
Kirche in Eibensbach

Die Geschichte Eibensbachs ist eng mit der Burg Blankenhorn verbunden, einer um 1220/1235 südlich des Ortes errichteten staufischen Burg, zu der der Ort gehörte. Schon im 17. Jahrhundert war die Burg nur noch eine Ruine. Bis 1808 gehörte der Ort dem Amt Güglingen an und war dann selbstständig. Am 1. Januar 1975 wurden Eibensbach und Güglingen zur neuen Stadt Güglingen vereinigt.

Frauenzimmern wurde in einer Urkunde vom 19. Dezember 794 als Cimbern erstmals erwähnt. Der Ortsname Frauen-Zimmern geht auf das von den Herren von Magenheim gestiftete Nonnenkloster Marienthal zurück, das von 1245 bis 1442 hier bestand. Zum 1. Juli 1971 wurde der Ort nach Güglingen eingemeindet.

Religionen

In Güglingen, Frauenzimmern und Eibensbach gibt es jeweils eine evangelische Kirchengemeinde, die alle zum Kirchenbezirk Brackenheim gehören. Die katholische Kirchengemeinde Hl. Dreifaltigkeit Güglingen ist für Güglingen und seine Stadtteile sowie für die Gemeinden Cleebronn, Pfaffenhofen und Zaberfeld samt deren Ortsteilen zuständig. Ebenfalls in Güglingen vertreten sind die Evangelisch-methodistische Kirche, die Neuapostolische Kirche und die Gemeinde Gottes. Auch eine Moschee befindet sich in Güglingen.

Politik

Gemeinderat

Der Gemeinderat Güglingens hat nach der Kommunalwahl vom 13. Juni 2004 20 Sitze und setzt sich wie folgt zusammen: Freie Unabhängige Wählervereinigung (FUW) 12 Sitze, Bürger-Union (BU) 6 Sitze, Neue Liste (NL) 2 Sitze. Weiteres Mitglied des Gemeinderates und dessen Vorsitzender ist der Bürgermeister.

Wappen und Flagge

Blasonierung: In Rot eine silberne Gugel.

Die Stadtfarben sind Weiß-Blau.

Die Gugel als redende Wappenfigur ist auf allen Siegeln Güglingens seit 1359 feststellbar. Die Farben des Wappens blieben seit 1575 unverändert.

Städtepartnerschaften

Aktuell (Dezember 2005) werden Partnerschaften mit Dorking in England (Grafschaft Surrey) und Auneau in Frankreich (Département Eure-et-Loir) angestrebt.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Der Ortsteil Eibensbach grenzt im Süden unmittelbar an den waldreichen Stromberg im Naturpark Stromberg-Heuchelberg.

Museen

Das alte Güglinger Rathaus soll für die bei den jüngsten Ausgrabungen gemachten römischen Funde zu einem Römer-Museum umgebaut werden (Stand: November 2005).

Bauwerke

Die Mauritiuskirche in Güglingen wurde 1241 erstmals erwähnt, brannte beim Stadtbrand 1849 ab und wurde 1850 wieder aufgebaut. Das Alte Amtshaus, ein 1349 erstmals Fachwerkbau, dient mittlerweile als Rathaus.

Oberhalb von Eibensbach befindet sich, in 390 m Höhe auf dem Gipfel des Blankenhorns, die Ruine der Burg Blankenhorn, einer um 1220/1235 erbauten und 1241 erstmals urkundlich erwähnten staufischen Burg. Die Eibensbacher Marienkirche stammt aus dem 14. Jahrhundert.

Die Martinskirche in Frauenzimmern wurde um die Wende vom 12. zum 13. Jahrhundert erbaut.

Sport und Freizeit

Güglingen verfügt über ein Freibad.

Wirtschaft und Infrastruktur

Laut dem Statistischen Landesamt Baden-Württemberg war 1998 Güglingen die Gemeinde mit der mit Abstand höchsten Kaufkraft im Land Baden-Württemberg.

Verkehr

Güglingen liegt an der Kreuzung der das Tal entlang führenden Landesstraße L 1103 (Heilbronner Straße/Marktstraße/Maulbronner Straße) und der Landesstraße L 1110, die im Süden Richtung Vaihingen an der Enz (Eibensbacher Straße) und im Norden Richtung Eppingen (Kleingartacher Straße) führt.

Die Zabergäubahn (momentan außer Betrieb) streift das bebaute Gebiet der Kernstadt.

Ansässige Unternehmen

In der Kernstadt Güglingen liegt das Hauptwerk der weltweit agierenden Firma AFRISO-EURO-INDEX GmbH, einem der führenden deutschen Hersteller von Mess-, Regel- und Überwachungsgeräten für Heiztechnik, Industrie und Umweltschutz. Ein weiterer bedeutender Arbeitgeber in Güglingen ist die Firma Weber-Hydraulik GmbH mit ihrem deutschen Stammwerk und einer österreichischen Dependance.

Im Stadtteil Eibensbach ist der Stammsitz eines der weltweit größten Baugerüsthersteller, der Firma Wilhelm Layher GmbH & Co. KG.

In Frauenzimmern befindet sich das Unternehmen Lägler GmbH, welches Parkettschleifmaschinen in die ganze Welt exportiert. Eugen Lägler ist der Erfinder der legendären Parkettschleifmaschine „Hummel“. Das Unternehmen beschäftigt 50 Mitarbeiter und sieht sich weltweit führend in der Fußbodenschleiftechnik.

Medien

Über das Geschehen in Güglingen berichtet die Tageszeitung Heilbronner Stimme in ihrer Ausgabe SW, Süd-West.

Öffentliche Einrichtungen

Güglingen ist Sitz eines Notariates.

Bildung

Die Grund-, Haupt- und Werkrealschule Katharina-Kepler-Schule wird von annähernd 750 Schülern besucht, jeweils etwa die Hälfte Grund- und Hauptschüler. Über 900 Schüler besuchen die Realschule Güglingen. Die Güglinger Mediothek stellt über 16000 Medien bereit.

Persönlichkeiten

Söhne und Töchter der Stadt


Weblinks

<imagemap>-Fehler: Bild ist ungültig oder nicht vorhanden Commons: Güglingen – Bilder, Videos und/oder Audiodateien


Wikipedia
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