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Freier zusammenschluss von studentInnenschaften
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| Bild:Icon falscher Titel.svg | Der korrekte Titel dieses Artikels lautet „freier zusammenschluss von studentInnenschaften“. Diese Schreibweise ist aufgrund technischer Einschränkungen nicht möglich. |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Gründungsjahr: | 1993 |
| Vorstand: |
Elke Michauk |
| Anschrift: | Wöhlertstr. 19 10115 Berlin |
| Website: | www.fzs.de |
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) ist ein studentischer Dachverband der Verfassten Studierendenschaften und ähnlicher Studierendenvertretungen in Deutschland. Er vertritt auf Bundesebene die politischen, sozialen und wirtschaftlichen Interessen von – nach eigenen Angaben - über 1 Mio. Studierenden an rund 90 Hochschulen von insgesamt knapp 2,0 Mio. Studierenden in der Bundesrepublik Deutschland.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte
Im Jahr 1990 brachen die Vereinigten Deutschen Studentenschaften (VDS) aufgrund interner Streitigkeiten zusammen. Da es nun keinen Dachverband zur bundesweiten Interessenvertretung mehr gab, wurde – nach mehreren erfolglosen Anläufen – 1993 in Hürth der fzs gegründet. Maßgeblich an der Neugründung beteiligt war der aus dem früheren VDS-„Projektbereich Fachhochschulen“ hervorgegangene westdeutsche FH-Studierendenverband FKS (Freie Konferenz von StudentInnenschaften an Fachhochschulen). Von ihm übernahm der fzs zunächst auch die Regelung „Eine Hochschule = eine Stimme“. Dieses Prinzip bewirkte den Beitritt zahlreicher kleinerer Hochschulen, während vor allem die Vertretungen größerer Universitäten dies als undemokratisch kritisierten und vorerst einen Beitritt ablehnten. Nach jahrelangen Diskussionen kam es schließlich 2001 im fzs zu mehreren internen Reformen. Dabei wurde unter anderem auch eine moderate Stimmenstaffelung eingeführt und damit der Beitritt für die Vertretungen einiger größerer Universitäten attraktiver gemacht.
Struktur
Mitglieder sind einzelne verfasste und nicht verfasste Studierendenschaften (in der Regel vertreten durch deren ASten, USten, StuRae usw.). Mitglieder mit verfasster Studierendenschaft zahlen einen jährlichen Beitrag von 55 Cent (darin jetzt auch enthalten die Kosten für die Mitgliederversammlungen, die bisher extra umgelegt wurden) pro Student/Studentin, durch den sich der fzs finanziert. Das ergibt zum Beispiel bei 10.000 eingeschriebenen Studierenden 5.500 Euro Jahresbeitrag. Mitglieder mit Studierendenzahlen unter 2000 zahlen 12,5 Cent und die Kosten für Studierendenschaften mit weniger als 1000 Studierenden belaufen sich auf lediglich einen symbolischen Euro im Jahr. Die knapp 40 nicht verfassten Studierendenvertretungen Bayerns und Baden-Württembergs sind von der Beitragspflicht befreit – also etwa die Hälfte der Mitglieder. In diesen Bundesländern sowie in Nordrhein-Westfalen gibt es die meisten Mitglieder, während der fzs in nördlichen Flächenländern sowie in Ostdeutschland wenig vertreten ist.
Das höchste Gremium im fzs ist die Mitgliederversammlung (MV), die den Vorstand wählt und die konkreten Ziele des Verbands bestimmt. Eine Mitgliederversammlung findet meistens einmal pro Semester statt und dauert mehrere Tage. Die Diskussion findet dabei im Plenum und in thematischen Foren statt.
Jede Mitgliederversammlung wählt zwischen acht und zehn Studierendenschaften in den Ausschuss der StudentInnenschaften (AS) für das kommende halbe Jahr. Der AS ist zwischen den Mitgliederversammlungen (MV) das höchste beschlussfassende Organ des fzs und tritt in der Regel monatlich zusammen.
Seit Mai 2003 besetzt die MV zudem Ausschüsse. Deren Mitglieder setzen das Arbeitsprogramm ihres inhaltlichen Schwerpunktes um und sind dafür gegenüber der MV rechenschaftspflichtig.
Der vier- bis sechsköpfige Verbandsvorstand setzt die Beschlüsse der MV um und vertritt den Verband nach Außen. Sein Büro befindet sich seit Dezember 2004 in Berlin (vorher Bonn).
Politik
Themen des fzs sind Hochschul- und Bildungspolitik, Bildungsbenachteiligung (unter anderem spricht er sich gegen Studiengebühren aus und unterstützt das Aktionsbündnis gegen Studiengebühren auch materiell), Sozialpolitik, Meinungsfreiheit für Studierendenschaften durch ein Allgemeinpolitisches Mandat, der europäische und internationale Hochschulraum, Antifa, studentische Verbindungen (Kritik an Burschenschaften), Frauen- und Geschlechterpolitik, Antirassismus und diverse weitere.
Der fzs ist Mitglied in:
In den Vertretungen der Mitgliedshochschulen finden sich neben parteipolitisch ungebundenen Fachschaftsaktiven unter anderem Mitglieder der Juso-Hochschulgruppen, der Grünen Hochschulgruppen, aus dem Umfeld des Bündnis linker und radikaldemokratischer Hochschulgruppen oder der Linkspartei, sowie unabhängige linke Gruppierungen.
Insbesondere der Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) sieht im fzs eine linksideologisch geprägte Grundausrichtung vertreten und lehnt weitgehend eine Zusammenarbeit ab. Trotzdem sind auch Studierendenvertretungen unter RCDS-Beteiligung Mitglied im Dachverband.
Mit Cornelia Hirsch sitzt seit Oktober 2005 ein ehemaliges Vorstandsmitglied (2003–2005) im Bundestag.
Weblinks
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