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Functional Requirements for Bibliographic Records

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Die Functional Requirements for Bibliographic Records (FRBR) sind ein Bibliothekswissenschaftliches Datenmodell für bibliographische Metadaten. Die FRBR-Ontologie basiert auf dem Entity-Relationship-Modell und definiert eine Reihe von grundlegenden Konzepten für die Katalogisierung. FRBR ist kein eigenes bibliothekarisches Regelwerk sondern ein Modell, auf dessen Konzepte sich verschiedene Regelwerke abbilden lassen sollen.

Während herkömmliche Regelwerke sich vor allem auf Details konzentrieren und wesentliche Konzepte wie „Werk“, „Ausgabe“ und „Exemplar“ als gegeben vorausgesetzt werden, versucht FRBR genau diese Begriffe zu definieren und in Beziehung zueinander zu setzen.

Die in FRBR definierten Konzepte lassen sich in entities, relationships und attributes unterteilen. Die wichtigsten Entities sind in der Gruppe 1 der FRBR enthalten:

  • Work: Ein Werk, bspw. eine Erzählung
  • Expression: Ein Ausdruck eines Werkes, bspw. eine Übersetzung
  • Manifestation: Eine manifestierte Ausgabe einer Expression, bspw. eine Auflage eines Buches
  • Item: Ein konkretes physikalisches Objekt, bspw. ein Exemplar eines Buches

Die Gruppe 2 enthält die Entities person und corporate body.

Gruppe 3 widmet sich mit den Entities concept, object, event und place schließlich der inhaltlichen Erschließung.

Die FRBR wurden von 1992-1995 durch eine Arbeitsgruppe der IFLA entwickelt und wird weiter von dieser betreut.

Siehe auch: Dublin Core, OCLC

Literatur

  • Barbara Tillett: What is FRBR?. Library of Congress Cataloging Distribution Service, 2004 (PDF, ursprünglich erschienen in: Technicalities 25(5), September/Oktober 2003)
  • Functional requirements for bibliographic records : Final report. Saur, München, 1998 ISBN 3-598-11382-X (PDF)

Weblinks

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