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Fußball-Fotografie

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Das Massenphänomen Fußball ist in fotografischer Hinsicht vor allem Gegenstand tagesaktueller Sportberichterstattung. In der künstlerischen Fotografie wird das Thema "Fußball-Fotografie" gerade entdeckt.

Inhaltsverzeichnis

Sportberichterstattung

Der fotografische Schwerpunkt in der Berichterstattung über Fußball liegt in der Verdichtung einer bestimmten, oftmals spielentscheidenden Situation des Spiels. Einige dieser Fotos sind Ikonen geworden, sie finden Eingang „in das kollektive Gedächtnis der Sportnation“ (Crüwell/Rumberg, Katalog zur Ausstellung „Das Spiel“ (Deutsches Historisches Museum, Berlin, 2006)), so z.B. Uwe Seelers Tristesse nach dem Wembley-Finale (F. Grabowsky, Ein Schuss für die Ewigkeit, in manager-magazin.de", 16. Mai 2006).

Neben dem Fernsehen sorgen wöchentlich oder – im südeuropäischen Ausland – sogar täglich erscheinende Fußball-Zeitschriften für die allgegenwärtige Präsenz eines hoch emotionalen Spiels.

Daneben stehen – auch in zahlreichen Sonderheften von Fußballzeitschriften – Abbildungen von Spielern und Mannschaften im Vordergrund.

Feuilleton

Auch das Feuilleton beschäftigt sich fotografisch mit dem weltumspannenden Phänomen Fußball. Als vielleicht stilbildend ist in Deutschland in diesem Zusammenhang das auflagenstarke Magazin 11 Freunde zu nennen. Aber auch Tageszeitungen wie der Süddeutschen und der FAZ widmen sich nun verstärkt diesem Thema.

Fototechnik

In technischer Hinsicht sind die zentralen „Fragen“ der Fußball-Fotografie weitestgehend deckungsgleich mit den bekannten Herausforderungen jeder Sport-Fotografie. Zentrales Thema ist der Einsatz extremer Teleobjektive und die Kürze der Verschlusszeiten, um der Schnelligkeit und Dynamik des Spiels Herr zu werden (Fotowettbewerbe). Eine umfassende Auseinandersetzung mit dem Zusammenspiel zwischen fototechnischem Fortschritt und der Sportfotografie steht noch aus.

Dokumentation

Stilistisch einem handwerklich meist perfekten Naturalismus verhaftet, steht die Dokumentation einer Szene, eines Spiels oder eines historischen Großereignisses im Vordergrund der Fußball-Fotografie. Im (zeitlichen) Zusammenhang mit der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 ist das Phänomen Fußball auch in diversen Ausstellungen (Fußballgeschichte) und Bildbänden speziell über die „WM-Arenen“ thematisiert worden. Technischer Fortschritt und Baukunst ist visuell überzeugend an der Entwicklung der Fußballstadien festzumachen (vergl. hierzu z.B. baunetz.de/arch/stadien/stadien_index.htm. Einen anderen Weg gehen – auch fotografisch – die unzähligen, zumeist privaten „groundhopping“-Seiten, die auch das „Flair“ eines Stadionbesuchs, eines Spiels oder einer bestimmten Fußball-Landschaft dokumentieren. Markant ist in diesem Zusammenhang die Thematisierung des unterklassigen, des „echten“ und (vermeintlich) nicht–kommerziellen Fußballs.

Fußball in der künstlerischen Fotografie

Fußball-Fotografie ist eine verkannte Kunstdisziplin. Sie ist Handwerk, ihre Absicht ist kommerziell. Sportfotografen fotografieren nicht die Ewigkeit, sondern für die Tageszeitung“ (F. Grabowsky, a.a.O.). Dieses Zitat verdeutlicht das Dilemma des Phänomens Fußball und des Phänomens Fußball-Fotografie in optimaler Weise: Fußball (-Fotografie) wird in der Reflexion der Kritiker und der Öffentlichkeit immer noch auf Tagesaktualität reduziert. Im Bereich der Fotographie wird hierdurch ignoriert, dass die Fotokunst ldas „Massenphänomen“ Fußball allmählich für sich entdeckt hat. Dabei steht die graphische Qualität des Fußballplatzes (Geometrie, Tore, „standardisiert“ Requisiten“), also die „Typologie und zugleich Morphologie des Fußball- und Bolzplatzes“ (E. Kaufhold), oder die fotografische Idee der Spurensuche und des Fotoromans im Vordergrund.

Literatur

Weblinks

Wikipedia
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