Das Kefk Network Wiki befindet sich im Testbetrieb.
Friedrich Adler (Künstler)
Aus Kefk.
Friedrich Adler (* 29. April 1878 in Laupheim; † 1943 in Auschwitz) war ein deutscher Designer, Bauplastiker und Professor.
Er war vor allem für seine Jugendstil- und Art Déco-Entwürfe für Metallarbeiten und Batik-Verfahren bekannt. Als einer der frühen Industriedesigner und als einer der Pioniere des Kunststoffdesigns verwendete er ab 1929/30 Harnstoffharze (Aminoplaste) als Werkstoffe.
Inhaltsverzeichnis |
Leben
Friedrich Adler wuchs als Sohn einer jüdischen Familie im oberschwäbischen Laupheim auf (sein Geburtshaus in der Kapellenstraße – im Stil der Neurenaissance erbaut – beherbergt heute das „Jugendstil-Café Hermes“).
Adler studierte 1894-97 an der Kunstgewerbeschule in München bei Hermann Obrist und Wilhelm von Debschitz, in dessen „Debschitz-Schule“ er 1904-1907 auch lehrte.
1910-1913 leitete er die Nürnberger Meisterkurse und lieferte Entwurfsarbeiten für über 50 kunstgewerbliche Betriebe wie die Silberwarenfabrik P. Bruckmann & Söhne in Heilbronn, die Metallwarenfabrik für Kleinkunst "Osiris" von Walter Scherf und die Kunstgewerbliche Metallwarenfabrik "Orion" von G. F. Schmitt, beide in Nürnberg.
Von 1913 bis zu seiner Zwangspensionierung nach der nationalsozialistischen Regierungsübernahme 1933 lehrte er an der Kunstgewerbeschule Hamburg, wo er 1922 auch zum Professor ernannt wurde. Nach 1933 durfte er nur noch jüdischen Schülern Privatunterricht geben.
Am 11. Juli 1942 wurde er ins Konzentrationslager Auschwitz deportiert und kam dort um.
Ehrungen
- In seiner Heimatstadt Laupheim trägt die Realschule seinen Namen.
- Gedenktafel in Hamburg mit dem Text: "Hier - im heutigen Gebäude der Hochschule für Bildende Künste - lehrte von 1913 -1933 Friedrich Adler, geb. 1878 in Laupheim. 1922 wurde er hier zum Professor ernannt. Er war auf vielfältige Weise künstlerisch tätig. Als Lehrer war er ungewöhnlich beliebt. 1933 wurde er von den Nazis zwangspensioniert. Er durfte nur noch jüdische Schüler unterrichten. Am 11. Juli 1942 wurde er nach Auschwitz deportiert." Und darunter das Zitat: "... unser Leben wäre armselig, wenn uns nicht die Einbildungskraft, die Phantasie eingeboren wäre." (Aus einem Aufsatz F. Adlers aus dem Jahre 1937).
Literatur
- Spurensuche: Friedrich Adler zwischen Jugendstil und Art Déco, Arnoldsche Verlagsanstalt GmbH, Stuttgart 1994, ISBN 3-925369-34-1
- Günter Lattermann, Bauhaus ohne Kunststoffe? - Kunststoffe ohne Bauhaus?. In: form+zweck 20, 2003, 35. Jahrgang, S. 110-127, ISBN 3-935053-03-7, ISSN 0429-1050
Weblinks
- “Zwischen Jugendstil und Art Déco“ (über Adlers Werk)
- Zu Adlers Wirken in Laupheim
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Adler, Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | Deutscher Designer, Bauplastiker und Professor |
| GEBURTSDATUM | 29. April 1878 |
| GEBURTSORT | Laupheim |
| STERBEDATUM | 1943 |
| STERBEORT | KZ Auschwitz-Birkenau |
| Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Friedrich_Adler_%28K%C3%BCnstler%29, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation. |
