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Friedrich Achleitner
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Friedrich Achleitner (* 23. Mai 1930 in Schalchen, Bezirk Braunau am Inn) ist ein österreichischer Architekt, Architekturkritiker und Schriftsteller
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Achleitner studierte von 1950 bis 1953 Architektur an der Akademie der bildenden Künste in Wien. 1953 diplomierte er bei Clemens Holzmeister und arbeitete anschließend als freischaffender Architekt in einer Arbeitsgemeinschaft mit Johann Georg Gsteu.
1958 beendete er seine Tätigkeit als Architekt und wurde freier Schriftsteller. Als Mitglied der legendären "Wiener Gruppe" (Konrad Bayer, Gerhard Rühm, Oswald Wiener) schrieb er Dialektgedichte, Montagetexte und konkrete Poesie und wirkte an Aufführungen des "Literarischen Cabarets" mit.
Ab 1961 wendete sich Friedrich Achleitner erneut der Architektur zu. Diesmal als Architekturkritiker für die "Abendzeitung" und von 1962 bis 1972 für "Die Presse". Seine Kritiken zur österreichischen Architektur begründeten eine neue Qualität in der Reflexion von zeitgenössischer Architektur. Seit April 2006 schreibt er jeden Samstag in der Tageszeitung "Der Standard".
1963 bis 1983 folgte eine Lehrtätigkeit an der Akademie der bildenden Künste über "Geschichte der Baukonstruktion". 1983 wurde Achleitner Vorstand der Lehrkanzel für "Geschichte und Theorie der Architektur" an der Universität für angewandte Kunst in Wien.
Seit 1965 arbeitete er an seinem Hauptwerk, dem "Führer zur Österreichischen Architektur im 20. Jahrhundert", der seit 1980 in Einzelbänden erscheint. Für diese weltweit einzigartige Arbeit hat Achleitner jahrelang konsequent Material gesammelt und ausgewertet, ist vor Ort gereist und hat Österreich architektonisch durchmessen. In diesen Bänden gelingt Achleitner eine einzigartige Verbindung von historischer Kompetenz und sprachlicher Analyse, die Verbindung von Architektur und Literatur auf höchstem Niveau. Er erhielt für seine Arbeit zahlreiche Preise und Auszeichnungen.
Werke (Auswahl)
- prosa, konstellationen, montagen, dialektgedichte, studien (gesammelte Texte) (1970)
- quadratroman (1973)
- Österreichische Architektur im 20. Jahrhundert (3 Bände, 1980-1982)
- KAAAS. Dialektgedichte (1991)
- Die Plotteggs kommen. Ein Bericht (1995)
- einschlafgeschichten (2003)
- wiener linien (2004)
- und oder oder und (2006)
Sekundärliteratur
- Martin A. Hainz: »do schraib i fai nix nai«. Architektur, Sprache und Möglichkeit bei Friedrich Achleitner. In: Kunst und Musik in der Literatur. Ästhetische Wechselbeziehungen in der österreichischen Literatur der Gegenwart, hrsg.v. Roman Kopriva u. Jaroslav Kovác. Wien: Praesens Verlag 2005, S.73-99
Weblinks
- Literatur von und über Friedrich Achleitner im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Essay über Friedrich Achleitner und einige seiner Zeitgenossen
- Reinhard Priessnitz über Achleitner (Achtung: Anhänger der kompletten Kleinschreibung!)
- Kurzbiographie vom Literaturhaus Wien
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Achleitner, Friedrich |
| KURZBESCHREIBUNG | Österreichischer Schriftsteller |
| GEBURTSDATUM | 23. Mai 1930 |
