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Friedrich-Naumann-Stiftung

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Die Friedrich-Naumann-Stiftung (FNSt) ist eine parteinahe Stiftung der FDP auf Bundesebene. Sie hat ihren Sitz in Potsdam.

Sie ist benannt nach dem liberalen Politiker Friedrich Naumann.

Inhaltsverzeichnis

Geschichte

Die Gründung der Friedrich-Naumann-Stiftung erfolgte am 19. Mai 1958 im Haus des ersten Bundespräsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Im April 1959 nahm die Stiftung ihre Arbeit in Bonn auf und verlegte ihren Sitz 1962 nach Bad Godesberg. Im April 2001 zog die Friedrich-Naumann-Stiftung ins Truman-Haus nach Potsdam um.

Struktur

Vorstandsvorsitzender der FNSt ist seit Mai 2006 Dr.Wolfgang Gerhardt, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied Rolf Berndt, Vorsitzender des Kuratoriums Dr. Jürgen Morlok. Die FNSt arbeitet auf nationaler Ebene mit den Landesstiftungen für liberale Politik zusammen und unterhält Regionalbüros in den und für die Regionen Mittel-, Ost- und Südeuropa, Mittelmeerländer, Lateinamerika, Afrika, Südasien sowie Südost- und Ostasien. Insgesamt ist die Stiftung in mehr als 60 Ländern aktiv. Ihre Arbeitsbereiche sind Grundsatzfragen und Forschung, Internationaler Politikdialog, Politische Bildung und Begabtenförderung sowie Internationale Zusammenarbeit und Politikberatung.

Stiftungszweck und Tätigkeiten

Die Friedrich-Naumann-Stiftung ist ausweislich ihrer selbst verfassten Grundsätze "die Stiftung für liberale Politik in der Bundesrepublik Deutschland. Sie will dazu beitragen, dem Prinzip Freiheit in Menschenwürde in allen Bereichen der Gesellschaft Geltung zu verschaffen; im vereinigten Deutschland wie auch zusammen mit den Partnern im Ausland." Staatsbürgerliche Bildung und Erziehung sind der Kern des Bildungsprogramms der Stiftung. Die Friedrich-Naumann-Stiftung bietet jährlich an die 1000 Veranstaltungen an.

Die Stiftung betreibt neben den Büros im Ausland in der Bundesrepublik Deutschland folgende Einrichtungen:

Die Theodor-Heuss-Akademie in Gummersbach ist eine 1967 eröffnete Bildungsstätte der Friedrich-Naumann-Stiftung. Ihren Namen verdankt sie dem ersten Präsidenten der Bundesrepublik Deutschland, Theodor Heuss. Sie veranstaltet Seminare für die politische Erwachsenenbildung aus liberaler Sicht. Außerdem beherbergt sie ein Archiv des Liberalismus. Im Jahr 2005 haben über 37.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Angebote der Theodor-Heuss-Akademie, des Regionalprogramms und der Virtuellen Akademie wahrgenommen.

Die Virtuelle Akademie bietet internetbasierte Seminare, oft in Verbindung mit Präsenzveranstaltungen. Darüberhinaus konzipieren und organisieren die Regionalbüros der Stiftung zahlreiche Abend-, Tages- und Wochenendangebote politischer Bildung.

Das bei der Stiftung ansässige 1995 gegründete Liberale Institut widmet sich als der Think-tank der Friedrich-Naumann-Stiftung der Grundsatzfrage, welchen Beitrag liberale Ideen und Prinzipien zur Gestaltung der Zukunft leisten können.

Zur Begabtenförderung wurde im November 1973 das erste Programm mit 17 Teilnehmern aufgelegt. Im Jahr 2005 förderte die Friedrich-Naumann-Stiftung insgesamt 569 Stipendiaten, davon in der Studienförderung 395 (einschließlich 54 FH-Studenten und vier EU-Studierende) und 174 in der Graduiertenförderung. Die Stipendiatenschaft der Friedrich-Naumann-Stiftung hat zusätzlich das Alumni-Netzwerk Verband der Stipendiaten und Altstipendiaten (VSA (FNST)) gegründet.

FDP-nahe Stiftungen
Friedrich-Naumann-Stiftung (Bundesebene)
Reinhold-Maier-Stiftung (Baden-Württemberg)
Thomas-Dehler-Stiftung (Bayern)
Karl-Hamann-Stiftung (Brandenburg)
Dr.-Emilie-Kiep-Altenloh-Stiftung (Hamburg)
Karl-Hermann-Flach-Stiftung (Hessen)
Arno-Esch-Stiftung (Mecklenburg-Vorpommern)
Rudolf-von-Bennigsen-Stiftung (Niedersachsen)
Wolfgang-Döring-Stiftung (Nordrhein-Westfalen)
Wilhelm-Külz-Stiftung (Sachsen)
Erhard-Hübener-Stiftung (Sachsen-Anhalt)
Stiftung Bundespräsident Theodor Heuss Haus


Konflikte

Volksrepublik China

Eine Veranstaltung der Stiftung vom 14. bis 17. Juni 1996 über das Schicksal Tibets unter Teilnahme des Dalai Lama nimmt die Führung der Volksrepublik China im Vorfeld zum Anlass, das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Peking zu schließen. Die Stiftung setzte ihr Engagement für die tibetische Exilregierung in Indien dennoch fort. Der damalige Vorsitzende der Stiftung, Otto Graf Lambsdorff, wurde dafür am 16. Juni 2005 vom Dalai Lama in Berlin mit dem Preis "Light of Truth" (Licht der Wahrheit) ausgezeichnet. Das Europäische Parlament forderte China am 7. September 2006 in einer Entschließung auf, das Büro der Friedrich-Naumann-Stiftung in Peking wieder zu eröffnen, damit diese ihre Arbeit im Bereich der Entwicklung und der Demokratie weiterführen kann.

Russische Föderation

Falk Bomsdorf, Leiter der Friedrich-Naumann-Stiftung in Moskau, musste die russische Hauptstadt im Oktober 2006 mit seiner Familie unverzüglich verlassen. Die Behörden hatten der Naumann-Stiftung keine neue Lizenz und Falk Bomsdorf kein neues Visum erteilt.

Vorstandsvorsitzende

Weblinks

Wikipedia
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