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Friedo Lampe

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Moritz Christian Friedrich Lampe (* 4. Dezember 1899 in Bremen; † 2. Mai 1945 in Kleinmachnow) war ein deutscher Schriftsteller.

Inhaltsverzeichnis

Leben

Lampe verbrachte seine Jugendjahre in Bremen. Wegen einer Gehbehinderung, die Folge einer Kindheitserkrankung (Knochentuberkulose) war, nahm er nicht aktiv am Ersten Weltkrieg teil. Er studierte Germanistik und Kunstgeschichte und promovierte 1928 in Freiburg im Breisgau zum Doktor der Philosophie. Nach einer Ausbildung an der Büchereischule in Stettin arbeitete er als Volksbibliothekar in Hamburg.

Sein erstes Buch "Am Rande der Nacht" wurde kurz nach seinem Erscheinen im Oktober 1933 von den Nazis beschlagnahmt und eingezogen, weil er in ihm u. a. die Liebesbeziehung zwischen einer Deutschen und einem Afrikaner geschildert sowie relativ offen homosexuelle Neigungen dargestellt hatte. Von 1936 bis 1939 arbeitete Lampe als Lektor im Rowohlt Verlag in Berlin. Während des Zweiten Weltkriegs war er für die Verlage Goverts, Henssel und Diederichs tätig und lebte in Kleinmachnow.

Dort wurde er am 2. Mai 1945 während einer Straßenkontrolle von einem Soldaten der Roten Armee erschossen, der ihn für einen SS-Mann gehalten hatte.

Lampe, der dem magischen Realismus zuzuordnen ist und stilistisch stark von der Romantik beeinflusst wurde, verwendete in seinen Werken häufig eine an den Film angelehnte Darstellungstechnik.

Werke

  • Am Rande der Nacht, Berlin 1934
  • Das dunkle Boot, Hamburg 1936
  • Septembergewitter, Berlin [u. a.] 1937
  • Von Tür zu Tür, Hamburg 1946
  • Das Gesamtwerk, Hamburg 1955

Herausgeberschaft

  • Lebendiges 18. Jahrhundert, Bremen [u. a.] 1933
  • Das Land der Griechen, Berlin 1940

Literatur

  • Badoux, Eugène: Friedo Lampe, Lausanne 1986 (franz.)
  • Kirchner, Doris: Doppelbödige Wirklichkeit, Tübingen 1993
  • Katalog der Ausstellung Friedo Lampe, 1899 - 1945, Leben und Werk eines Bremischen Schriftstellers, Bremen [u. a.] 1995
  • Ein Autor wird wiederentdeckt, Göttingen 1999

Weblinks

Persönliche Werkzeuge