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Friedhofsbahn (Berlin)

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Friedhofsbahn
Bild:BSicon SBHF.svg 0,0 Wannsee * 01.06.1874
Bild:BSicon xABZrf.svg Abzweig von der Wannseebahn
Bild:BSicon exGRENZE.svg Landesgrenze BerlinBrandenburg
Bild:BSicon exSBRÜCKE.svg alte A 115
Bild:BSicon exKRZu.svg Stammbahn
Bild:BSicon exSHST.svg 2,3 Dreilinden * 03.06.1913, † 13.08.1961
Bild:BSicon exSKBFe.svg 4,2 Stahnsdorf * 03.06.1913, † 13.08.1961
Bild:Friedhofsbahn 02.jpg
Friedhofsbahn kurz vor Dreilinden

Die Friedhofsbahn oder Stahnsdorfer Bahn war eine 4,24 km lange Bahnstrecke im Südwesten Berlins. Sie verband Wannsee mit dem Südwestfriedhof bei Stahnsdorf.

Geschichte

Anfang des 20. Jahrhunderts wurden aufgrund der zunehmenden Platzknappheit im Stadtgebiet des heutigen Berlins die Friedhöfe vor die Tore der Stadt verlegt. Allerdings war der Transport der Toten und der Hinterbliebenen zu diesen Friedhöfen teuer. Deshalb wurde eine Bahnlinie geplant, die eine billige Verbindung zwischen Berlin und den Friedhöfen sicherstellen sollte.

Die eingleisige Bahnlinie wurde am 2. Juni 1913 eröffnet. Sie war von der evangelischen Kirche finanziert und dann der Staatseisenbahn übergeben worden. Die Strecke zweigte südlich des Bahnhofes Berlin-Wannsee von der Wetzlarer Bahn ab und verlief in südöstlicher Richtung durch die Parforceheide. Bei Dreilinden, wo die Friedhofsbahn ihren einzigen Zwischenbahnhof hatte, überquerte sie die inzwischen ebenfalls stillgelegte Stammbahn und erreichte wenig später Stahnsdorf.

Auf der Strecke verkehrten spezielle Züge, die sowohl die Särge der Toten als auch die Trauergäste transportieren konnten. Im Bahnhof Stahnsdorf gab es dafür auch zwei separate Ausgänge. Nachdem die Strecke elektrifiziert worden war, fuhren hier ab dem 10. Juli 1928 auch normale S-Bahnzüge.

Nachdem der Zugverkehr während des Zweiten Weltkrieges unterbrochen worden war, wurde der Betrieb 1948 wieder aufgenommen. Nach dem Bau der Berliner Mauer wurde der Betrieb aber am 13. August 1961 endgültig eingestellt. 1970 wurde das Empfangsgebäude am Bahnhof Dreilinden abgerissen, 1976 wurde das Bahnhofsgebäude in Stahnsdorf gesprengt.

Inzwischen ist eine Wiedereröffnung der Strecke angedacht. Dabei ist auch eine Verlängerung über Stahnsdorf hinaus bis an die 2005 eröffnete S-Bahnstrecke nach Teltow in Erwägung. Solche Pläne gab es bereits zur Zeit des Dritten Reiches. Eine andere Alternative wäre eine teilweise Wiedereröffnung der Stammbahn von Zehlendorf bis Dreilinden, wo die Strecke dann über die Trasse der Friedhofsbahn bis nach Stahnsdorf geführt werden könnte.

Weitere Fotos

Weblinks

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