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Frieden von St. Petersburg
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Der Frieden von St. Petersburg war ein am 5. Mai 1762 während des siebenjährigen Krieges in Sankt Petersburg geschlossener Friedensvertrag zwischen Preußen und Russland.
Die Lage Preußens und seines Königs Friedrich II. Ende 1761 - Anfang 1762 war katastrophal. Es lag, wie er selbst eingestehen musste, in der Agonie und erwartete die letzte Ölung. Weder die Verluste an Soldaten noch die an Ausrüstungen konnten ausreichend ersetzt werden. Erst nach dem Tod der Zarin Elisabeth am 24. Dezember 1761 nahm ihr Nachfolger Peter III. einen radikalen Umschwung in der russischen Außenpolitik vor. Er war ein Holsteinischer Prinz und Bewunderer des Preußenkönigs. Russland, das sich aktiv an der antipreußischen Koalition im Siebenjährigen Krieg beteiligt hatte, ließ sofort alle Kampfhandlungen einstellen und schloss am 5. Mai in St. Petersburg einen Separatfrieden mit Preußen (Mirakel des Hauses Brandenburg).
Russland schied damit aus der Front der Gegner Preußens im Siebenjährigen Krieg aus und gab ohne Entschädigungen die besetzten bzw. bereits annektierten Gebiete Ostpreußen, Hinterpommern und Neumark zurück. Ferner wurde vereinbart, ein Bündnis herzustellen, mit dem Peter III. seine dynastischen Ziele in Holstein mit preußischer Unterstützung durchsetzen wollte. Friedrich stimmte bedenkenlos zu und versprach, dafür 20.000 Mann zur Verfügung stellen.
Der Frieden wurde nach dem Sturz Peters III. von seinen Gemahlin und Nachfolgerin Katharina II. bestätigt, die jedoch das Bündnis mit Preußen wieder löste.
Der Friedensschluss zwischen Preußen und Russland beschleunigte auch die Friedensverhandlungen zwischen Preußen und Schweden. Am 22. Mai 1762 schlossen dann beide Mächte den Frieden von Hamburg.
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