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Friede von Lunéville

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Als Friede von Lunéville wird der am 9. Februar 1801 in Lunéville zwischen Frankreich und Österreich unter Franz II. unterzeichnete Friedensschluss bezeichnet. Der Friede galt auch für das Heilige Römische Reich Deutscher Nation.

Der Friede von Lunéville beendete den Krieg der 2. Koalition gegen Frankreich (Koalitionskriege) und bestätigte den Frieden von Campo Formio von 1797.

Frankreich erhielt die seit 1795 besetzten linksrheinischen Gebiete, auf die es schon früher Anspruch erhoben und die es am 4. November 1797 gesetzlich mit dem französischen Staatsgebiet verbunden hatte. Napoléon Bonaparte nahm sie am 9. März 1801 offiziell in Besitz. Außerdem erreichte Frankreich die Anerkennung dreier Tochterrepubliken, der Batavischen, der Helvetischen und der Ligurischen Republik. Die deutschen Fürsten wurden für ihre Verluste links des Rheins durch den Reichsdeputationshauptschluss von 1803 entschädigt.

Da durch den Frieden von Lunéville französische Gesetze, die in den annektierten Gebieten förmlich publiziert wurden, staatrechtliche Anerkennung erhalten, gelten oder galten sie subsidiär in linksrheinischen Gebieten der deutschen Bundesländer teilweise noch bis heute oder in jüngste Zeit, vergleiche etwa das hauptberufliche sog. linksrheinische Notariat, das Friedhofswesen oder bestimmte Staatsleistungen an die Kirchen. Auch der fortschrittliche, für die Wirtschaftsentwicklung des Rheinlands wichtige Code Civil galt in diesen Gebieten auch in preußischer Zeit lange weiter und wurde erst 1900 durch das Bürgerliche Gesetzbuch (BGB) abgelöst.

Durch den Frieden von Lunéville wurden insbesondere am Rhein Städte voneinander getrennt. Im Gegensatz zu Basel, das auf beiden Ufern des Rheines eine zusammenhängende Stadt blieb, wurde beispielsweise die Stadt Laufenburg in zwei Teile zerschlagen. Die rechtsrheinische - die mindere Stadt, der ursprünglich kleinere Teil, gehörte von nun an zum Deutschen Reich, während die mehrere Stadt - also der größere Teil, der eidgenössischen Schweiz zugeschlagen wurde. Nur noch an der schwäbisch- alemannischen Fastnacht werden die Grenzen überwunden, wenn beide unterschiedlichen Narrenzünfte eine gemeinsame Fastnacht feiern.

Siehe auch: Liste bedeutender Friedensschlüsse

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