Friedberg (Bayern)
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| Wappen | Deutschlandkarte | |
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| Bild:Wappen von Friedberg Bayern.png |
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| Basisdaten | ||
| Bundesland: | Bayern | |
| Regierungsbezirk: | Schwaben | |
| Landkreis: | Aichach-Friedberg | |
| Koordinaten: | Koordinaten: 48° 21′ N, 10° 59′ O48° 21′ N, 10° 59′ O | |
| Höhe: | 514 m ü. NN | |
| Fläche: | 81,20 km² | |
| Einwohner: | 29.192 (30. Nov. 2006) | |
| Bevölkerungsdichte: | 360 Einwohner je km² | |
| Postleitzahl: | 86316 | |
| Vorwahl: | 0821 | |
| Kfz-Kennzeichen: | AIC (früher: FDB) | |
| Gemeindeschlüssel: | 09 7 71 130 | |
| Stadtgliederung: | 15 Stadtteile | |
| Adresse der Stadtverwaltung: | Marienplatz 5 86316 Friedberg | |
| Webpräsenz: | ||
| Bürgermeister: | Dr. Peter Bergmair (parteilos) | |
Friedberg (Bayern) ist eine Stadt im schwäbischen Landkreis Aichach-Friedberg und liegt etwa 6 km östlich von Augsburg.
Inhaltsverzeichnis |
Geografie
Das Friedberger Stadtgebiet liegt fast vollständig am Westrand des Tertiärhügellandes, wo der Lech sich als Gletscherschmelze in der Riß-Eiszeit ein breites Bett schuf.
Wappen
Die ältesten bekannten Wappen entstanden etwa zeitgleich mit der Stadtgründung, also um 1264 herum. Seither hat sich das Erscheinungsbild kaum geändert. Die Bedeutung des Wappens kann auf der Homepage der Stadt Friedberg unter unser Friedberg - Daten und Fakten nachgelesen werden.
Geschichte
Urkundlich das erste Mal erwähnt wurde das Städtchen in einem Schutzbrief des Staufers Konradin zusammen mit dem Herzog Ludwig II. an die Bürger der Stadt Augsburg des Jahres 1264: In ihm ist die Errichtung einer Burg Fridberch angekündigt, die fortan als Grenz- und Zollsicherung des Herzogtums Bayern gegenüber Schwaben und der freien Reichsstadt Augsburg dienen sollte. Diese Funktion bedeutete bald Ärger mit den mächtigen Augsburgern, die erstmals im Jahre 1396 die Stadt niederbrannten. Ihre Lage brachte der Stadt oftmals Probleme ein, da die nicht seltenen kriegerischen Auseinandersetzungen zwischen Bayern und Augsburg bzw. Schwaben meist auf dem Rücken der Stadt ausgetragen wurden. Im Jahr 1485 wird in Friedberg Balthasar Hubmaier, eine führende Täuferpersönlichkeit der Reformationszeit, geboren.
Ein Aufschwung kam erst, nachdem Herzogin Christine die Friedberger Burg 1568 zu ihrem Witwensitz erkor, was die Stadt in einen Mittelpunkt des bayerischen Hoflebens verwandelte. Im folgenden Jahrhundert jedoch wurde dieser blühenden Zeit ein abruptes Ende bereitet: 1599 wütete die Pest furchtbar in der Stadt, und im Dreißigjährigen Krieg wurde die Stadt gleich zweimal von den Schweden völlig vernichtet. Bis auf die Burg und die Stadtmauer ist heute kein Gebäude älter als das Rathaus, das kurz nach Kriegsende erbaut wurde. In den folgenden Jahren blühte die Friedberger Wirtschaft wieder mit Macht auf, als die zahlreich in Erscheinung getretenen Uhrmacher die Stadt wieder zu einem Mittelpunkt machten: Friedberg war damals vielen Uhrliebhabern ein Begriff, und Friedberger Uhren sind heute noch begehrt. 1753 wurde die Wallfahrtskirche Herrgottsruh errichtet, die mit zu den schönsten Kirchen des bayerischen Rokoko gehört. Im 19. Jahrhundert war Friedberg vor allem Nutzießer der drängenden Wohnungsnot im prosperierenden Augsburg. Die beiden Weltkriege überstand die Stadt ohne größeren Schaden, und 1978 wurden bei der schwäbischen Gemeindereform 13 bislang unabhängige Dörfer zu Friedberger Stadtteilen.
Politische Situation
Der aktuelle Friedberger Stadtrat setzt sich nach der Wahl 2002 folgendermaßen zusammen:
- CSU 49,6 % (16 Sitze)
- SPD 25,5 % (8 Sitze)
- Grüne 8,5 % (2 Sitze)
- FW 8,3 % (2 Sitze)
- Unabhängige 5,2 % (1 Sitz)
- FDP 2,9 % (1 Sitz)
1. Bürgermeister: Dr. Peter Bergmair (parteilos)
Ehrenbürger der Stadt Friedberg
- 1860: Cäsar Widder, Königlicher Landrichter
- 1913: Kaspar Wieland, 1. Bürgermeister und Landtagsabgeordneter
- 1916: Josef Probst, Königl. Geistlicher Rat und Stadtpfarrer
- 1920: Karl Brennfleck, Bezirksamtmann
- 1930: Robert Hartl, Ehrenbürgermeister und Kreisbranddirektor
- 1957: Karl Lindner, 1. Bürgermeister und Landrat
- 1972: Christian Wallenreiter, Intendant des Bayerischen Rundfunks
- 1991: Georg Fendt, Landtagsabgeordneter und 2. Bürgermeister
- 2004: Albert Kling, früherer langjähriger 1. Bürgermeister
Wirtschaft
Die wirtschaftliche Situation in Friedberg stützt sich derzeit vor allem auf den Kleinhandel sowie auf das Möbelhaus Segmüller, welches seine Hauptfiliale und Polstermöbelfabrik in Friedberg unterhält.
Überörtliche Verkehrsanbindungen
- Bahnlinie Augsburg-Ingolstadt (Paartalbahn)
- Autobahn A 8 Stuttgart–München
- Bundesstraße B 2 (Romantische Straße)
- Bundesstraße B 300 Augsburg–Aichach–Schrobenhausen-Regensburg
Straßenbahnlinie 6
Zur Zeit laufen die Bauvorbereitungen der neuen Straßenbahnlinie 6 vom Augsburger Hauptbahnhof über Hochzoll nach Friedberg West: Nachdem die Regierung von Schwaben den vorzeitigen Beginn der Maßnahme zur Linie 6 im November 2006 genehmigt hat, sind die Vorbereitungen der Straßenbahnlinie 6 zum Baubeginn in vollem Gange. Es werden Ausschreibungen getätigt und die Ausführungsplanung ist in Arbeit. Der Bau wird voraussichtlich im Mai 2007 in der Rembold-/Prinzstraße in Augsburg beginnen. Mit der Planfeststellung zur Linie 6 ist im März zu rechnen. Geplante Eröffnung der Linie 6 ist im Jahr 2009.
Ansässige Unternehmen
Zum Beispiel:
- Segmüller, Polstermöbelfabrik und Möbelhaus
- Federal Mogul, Herstellung von Kolbenringen und Zylinderlaufbuchsen
- Ihle, Landbäckerei
Schulen
5 Grundschulen, 1 Sonderschule, 1 Hauptschule, 1 Realschule, 1 Gymnasium, 1 Fachoberschule
Grundschule Friedberg Süd:
Der 1. Schultag war im September 1997. Die Schulleitung ist von anfang bis jetzt immer noch Dietmar Fröhlich. Die Schule hat eine Internetpräsenz, die unter http://www.gs-friedberg-sued.de aufgerufen werden kann. Die Schule befindet sich in Friedberg-Süd am Bierweg 58.
Konradin-Realschule Friedberg:
Der 1. Schultag war am 3. September 1962. Die aktuelle Schulleitung hat Anton Oberfrank. Die Schule ist in der Stadtmitte an der Rothenbergstr. 4. Durch Schüler wurde von 2004 bis heute ein Forum aufgebaut, indem man über die Schule reden kann, seine Meinungen zu Lehrern sagen kann und sogar Hausaufgaben anderen Mitgliedern zu verfügung stellt. Das Forum hat eine lange Geschichte hinter sich. Inzwischen ist es das wohl größte Schulforum in Deutschland. Es hat rund 100 Mitglieder und ca. 12.000 Beiträge. Inzwischen ist es auf einem kostenpflichtigen Server und hat eine eigene .de Domain. Im Februar 2007 wurde von einem WoltLab Burning Board 2.3.5 auf ein vBulletin 3.6 Board umgestellt. Die Kosten für die aktuelle Software betrugen 149€. Durch einige User konnten die enormen Kosten der Lizenz vom Admin zu 50% gedeckt werden. Das Forum steht kurz davor offiziell geschaltet zu werden, da es sich inzwischen zu einer richtigen Communitie zu Computer, Web, und Schule entwickelt hat. Es wird auch gemunkelt das das Forum einen enormen Underground besitzt. Natürlich werden die internen Bereiche wie der Hausaufgaben-Trade nicht für andere Leute sichtbar sein. Zu dem Forum ist eine eigene Homepage in Entwicklung, die komplett von den Usern gemacht wurde. Somit kann jeder seine Wünsche mit einbringen und jeder ist zufrieden.
Webadressen: http://krd-realschule.de (Inoffiziell) http://www.krd-rs.aic.by.schule.de (Offiziell) http://board.krd-realschule.de (Forum)
Fachoberschule Friedberg:
Der offizielle Spatenstich fand am 13.2.2004 statt. Das Richtfest fand am 6.10.2004 statt. Die Fachoberschule ist ebenfalls in der Stadtmitte und befindet sich an der Aichacher Str. 18. Die Website kann unter http://www.fosfriedberg.de besucht werden.
Städtepartnerschaften
- Seit 1959: Völs am Schlern, Südtirol
- Seit 1966: Friedberg, Steiermark
- Seit 1992: Bressuire, Frankreich und Chippenham, England
- Seit 2002: La Crosse, USA
Stadtgliederung
Seit der Gemeindegebietsreform von 1978 gliedert sich die Stadt Friedberg in folgende 15 Stadtteile:
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Kultur und Sehenswürdigkeiten
Museen
- Schlossmuseum Friedberg mit vielen bestens erhaltenen Friedberger Uhren.
Bauwerke
- Schloss Friedberg (1257 erbaut, heutiges Gebäude zu 99% aus dem 16. Jahrhundert)
- Rathaus (um 1680), erbaut von einem Schüler des Elias Holl
- Pfarrkirche St. Jakob (1871-1872)
- Wallfahrtskirche "Unseres Herrn Ruhe" (1731 - 1753), eine der schönsten Rokokobauten in Bayern.
- Marienbrunnen mit Pestsäule auf dem Marienplatz (um 1600)
- Kirche St. Stefan, (1698)
- Kirche St. Afra im Felde (1710). An dieser Stelle soll die Heilige Afra den Märtyrertod gestorben sein.
- Wallfahrtskapelle Maria Alber (1686)
- Historische Stadtmauer (1409)
Regelmäßige Veranstaltungen
- Friedberger Zeit (auch Altstadtfest genannt), eine der größten Veranstaltungen Schwabens. Alle drei Jahre, nächster Termin 6. – 15. Juli 2007.
- Skatertag (zuletzt 29. Mai 2005)
- Christkindlmarkt "Friedberger Advent"
- Friedberger Volks- und Heimatfest, jährlich Anfang - Mitte August auf dem Volksfestplatz
- verkaufsoffener Marktsonntag, 4 mal jährlich (März: Judikamarkt, Juni: Johannimarkt, September: Matthäusmarkt, November: Martinimarkt) in der Friedberger Altstadt
- Seifenkistenrennen
- Friedberger Halbmarathon im September, erstmals durchgeführt 2003
Als Veranstalter ist oft der Friedberger Verkehrsverein bzw. Aktivring beteiligt.
Sportliche Aktivitäten
- Über die Grenzen von Friedberg hinaus bekannt ist der "Friedberger Baggersee" mit seinem Wasserskilift.
- Jedes Jahr findet das Event Friedberg unsere Stadt bewegt sich statt. 2007 findet das 5-jährige Jubiläum statt.
Literatur
- Sebastian Hiereth: Die Landgerichte Friedberg und Mering. (Historischer Atlas von Bayern / Teil Schwaben, 1; 1. München: Kommission für bayerische Landesgeschichte, 1952
- Karen Eva Noetzel: Friedberg im Nationalsozialismus: ein Stadtführer, Friedberg, 2005
- Karen Ostertag, Manfred Dilling; Text: Hubert Raab: Stadt-Ansichten Friedberg. Augsburg, 1986
- Franz Schaffer, Horst Güttler: Sozialtopographie der Altstadt: die Bevölkerungsentwicklung bei Deutschen und Ausländern, eine Kartendokumentation über den Altstadtbereich von Friedberg, Bayern. Augsburg, 1982
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