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Fortschrittspartei (Norwegen)
Aus Kefk.
| Fremskrittspartiet | |
|---|---|
| Gründungsjahr: | 1973 |
| Gründungsort: | Oslo, Norwegen |
| Vorsitzende: | Siv Jensen |
| 1. Stellv. Vorsitzender: | Per Sandberg |
| 2. Stellv. Vorsitzender: | Per Arne Olsen |
| Generalsekretär: | Geir Mo |
| Mitglieder: | k. A. |
| Parteigliederung: | Regiononalverbände, Ortsverbände |
| Anschrift: | Karl Johans gate 25 0159 Oslo |
| Internet: | www.frp.no |
Die Fremskrittspartiet (FrP) (deutsch: Fortschrittspartei) ist eine politische Partei in Norwegen. Sie wurde 1973 von Anders Lange als Protestpartei gegen zu hohe Steuern und das Ausufern des norwegischen Wohlfahrtsstaates gegründet. Sie wird in Norwegen vorrangig von Vertretern des linken und mittleren politischen Spektrums als "populistisch", "nationalistisch", "rassistisch" und teilweise als "rechtsextrem" bezeichnet und ist in der Vergangenheit auch als neo-nazistisch definiert worden (Microsoft Encarta Encyclopedia). Sie selbst versteht sich als "liberalistisch", ist jedoch nicht Mitglied des internationalen Dachverbands liberaler Parteien und kann keineswegs als liberal bezeichnet werden.
Inhaltsverzeichnis |
Programmatik
Die FrP vertritt wirtschaftspolitisch liberale und gesellschaftspolitisch rechtskonservative Positionen. Sie setzt sie sich besonders für Steuersenkungen, Privatisierungen staatlicher Unternehmen, die Begrenzung der Immigration und die konsequente Ausweisung krimineller Ausländer ein. In ihren Anfängen als ALP eindeutig rechtsextrem positioniert.
Geschichte
Ursprünglich hieß die Partei ALP (Anders Langes parti til sterk nedsettelse av skatter, avgifter og offentlige inngrep) (Anders Langes Partei für eine starke Senkung von Steuern, Abgaben und staatlichen Interventionen), der Gründer wandte sich damit vor allem gegen den sozialdemokratischen Wohlfahrtsstaat, die keynesianistische Wirtschaftspolitik und den angeblich mangelnden Widerstand der Konservativen gegen eben diese Aktivitäten. Anders Lange setzte sich stark für das Apartheidregime Südafrikas ein, galt in den 1930er Jahren als Anhänger Hitlers, und war ab 1929 Sekretär der Fedrelandslaget, die 1936 Hitler und Mussolini für den Friedensnobelpreis nominiert hat. Er wurde bekannt für rassistische Aussagen. Nachdem Anders Lange 1974 verstarb, erhielt die Partei zur nächsten Stortingswahl 1977 ihren heutigen Namen. 1994 kam es zu einer Spaltung der Partei. Bei den Wahlen zum Storting 2001 erreichte die FrP 14,6 % und erschien bei Umfragen 2002 sogar auf dem Weg, die stärkste Partei Norwegens zu werden. Die Mitte-Rechts-Minderheitsregierung unter Kjell Magne Bondevik von 2001 bis 2005 war auf die Stimmen der Fortschrittspartei angewiesen, wodurch ihr Vorsitzender Carl Ivar Hagen zu großem Einfluss in der norwegischen Politik und Öffentlichkeit gekommen war, weshalb er in den nationalen Medien auch "König Carl" genannt wird.
Parteivorsitzende
- Anders Lange 1973 - 1974
- Eivind Eckbo 1974 - 1975 (Interregnum)
- Arve Lønnum 1975 - 1978
- Carl Ivar Hagen 1978 - 2006
- Siv Jensen 2006 -
Nach dem Rücktritt Hagens zum 6. Mai 2006 wurde die bisherige Vize-Vorsitzende Siv Jensen an die Parteispitze gewählt. Praktisch automatisch damit verbunden ist ihre Position als Kandidatin der FrP bei der nächsten Wahl zum Staatsminister im Jahr 2009.
Wahlergebnisse zum Storting 1973-2005
| Wahljahr | % | Sitze |
|---|---|---|
| 1973 (ALP) | 5,0% | 4 |
| 1977 | 1,9% | - |
| 1981 | 4,5% | 4 |
| 1985 | 3,7% | 2 |
| 1989 | 13,0% | 22 |
| 1993 | 6,3% | 10 |
| 1997 | 15,3% | 25 |
| 2001 | 14,6% | 26 |
| 2005 | 22,1% | 38 |
ALP: Anders Langes parti
2001: 2 Abgeordnete traten aus Fraktion aus
Siehe auch: Kategorie:Fremskrittspartiet-Mitglied
Quellen
Internet
- Offizielle Internetseite (norwegisch)
- Internetseite der Jugendorganisation (norwegisch)
- Geschichte der Fremskrittspartiet 1973-2006 (deutsch)
- Biografie von Anders Lange (norwegisch)
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