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Freisinnig-Demokratische Partei
Aus Kefk.
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| Basisdaten | ||
|---|---|---|
| Gründungsdatum: | 1894 (formell) | |
| Gründungsort: | Bahnhofbuffet Olten | |
| Präsidium: | Fulvio Pelli | |
| Generalsekretär: | Guido Schommer | |
| Fraktionschef: | Felix Gutzwiller | |
| Mitglieder im Bundesrat: | Pascal Couchepin Hans-Rudolf Merz | |
| Mitglieder: | ca. 150'000 | |
| Wähleranteil: | 17,3 % (Stand: NR-Wahlen 2003) | |
| Nationalrat: | 36 Sitze | |
| Ständerat: | 14 Sitze | |
| Kantonale Parlamente: | 524 Sitze (20.0 %) (Stand: April 2007) | |
| Gruppierungen: | Jungfreisinnige Schweiz FDP-Frauen Schweiz | |
| Website: | www.fdp.ch | |
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Die Freisinnig-Demokratische Partei der Schweiz (FDP) / Parti radical-démocratique suisse (PRD) / Partito liberale radicale svizzero (PLR), kurz auch als Der Freisinn bzw. Die Freisinnigen bezeichnet, ist eine liberale Partei in der Schweiz.
Sie hat etwa 150.000 Mitglieder, organisiert ist sie in Orts-/Kreisparteien, in allen Kantonen ausser Appenzell Innerrhoden in Kantonalparteien.
Präsident der FDP Schweiz ist der Tessiner Nationalrat Fulvio Pelli.
Sie hält im Nationalrat 36 Sitze und im Ständerat 14 Sitze (Wahlen 2003). Die FDP-Fraktion in der Bundesversammlung wird vom Zürcher Nationalrat Felix Gutzwiller präsidiert, seit 2003 sind ihr auch die LPS-Parlamentarier angeschlossen [1].
Im Bundesrat ist sie seit 1848 ununterbrochen vertreten, gegenwärtig durch Pascal Couchepin (Departement des Innern) und Hans-Rudolf Merz (Finanzdepartement). Ausserdem stellt sie mit Annemarie Huber-Hotz die Bundeskanzlerin. Die FDP gilt als die staatstragende Partei in der Schweiz, weil sie in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts durch ihre damalige Machtfülle die Schweiz massgeblich formte.
Die Frauenorganisation der Partei sind die FDP-Frauen Schweiz. Die Jugendorganisation der Partei bilden die Jungfreisinnigen Schweiz.
Ende April 2006 hat sich die FDP ein neues Erscheinungsbild verpasst, mit dem sie den beabsichtigten Aufbruch signalisiert – weg von sinkenden Mitgliederzahlen, unklarer Ausrichtung, "verstaubtem" Image. Sie wolle "eine junge, sensible, urbane und frauenfreundliche Partei werden" (Fulvio Pelli, Präsident), "sie will sich auf vier Themen konzentrieren: die intelligente Schweiz, die wachsende Schweiz, die gerechte Schweiz und die offene Schweiz" (Rudolph Schürmann, Marketing).
Nach zahlreichen Annäherungsversuchen der FDP und LPS wurde auch Mitte 2005 die Union der Freisinnigen und Liberalen gegründet.
Inhaltsverzeichnis |
Parteipräsidenten
- 1894–1895 Chr. Friedrich Gottisheim, Basel, Ständerat
- 1896–1897 Ernst Brenner, Basel, Nationalrat, Bundesrat 1897–1911, Bundespräsident 1901 & 1908
- 1897–1898 Johannes Stossel, Zürich, Ständerat
- 1898–1903 Johann Hirter, Bern, Nationalrat
- 1904–1906 Paul Scherrer, Basel, Ständerat
- 1907–1910 Joh. Walter Bissegger, Zürich, Nationalrat
- 1911–1912 Camille Decoppet, Waadt, Nationalrat, Bundesrat 1912–1919, Bundespräsident 1916
- 1912–1913 Felix Bonjour, Waadt, Nationalrat
- 1914–1918 Emil Lohner, Bern, Nationalrat
- 1919–1923 Robert Schopfer, Solothurn, Ständerat
- 1923–1929 Albert Meyer, Zürich, Nationalrat, Bundesrat 1929–1938, Bundespräsident 1936
- 1929–1934 Hermann Schupbach, Bern, Nationalrat
- 1934–1940 Ernest Beguin, Neuenburg, Nationalrat
- 1940–1948 Max Wey, Luzern, Nationalrat
- 1948–1954 Aleardo Pini, Tessin, Nationalrat
- 1954–1960 Eugen Dietschi, Basel, Nationalrat
- 1960–1964 Nello Celio, Tessin, Nationalrat, Bundesrat 1966–1973, Bundespräsident 1972
- 1964–1968 Pierre Glasson, Fribourg, Nationalrat
- 1968–1974 Henri Schmitt, Genf, Nationalrat
- 1974–1977 Fritz Honegger, Zürich, Bundesrat 1977–1982, Bundespräsident 1982
- 1978–1984 Yann Richter, Neuenburg
- 1984–1989 Bruno Hunziker, Aargau
- 1989–2001 Franz Steinegger, Uri
- 2001–2002 Gerold Bührer, Schaffhausen
- 2002–2004 Christiane Langenberger, Waadt
- 2004 Rolf Schweiger, Zug
- 2004–2005 Marianne Kleiner, Appenzell-Ausserrhoden (ad interim)
- seit 2005 Fulvio Pelli, Tessin
Geschichte
- 1831 wurde die "Patriotische Assoziation" gegründet, die sich als "Schutzverein für die Freiheit" bezeichnete. Sie kann als ein Vorläufer der FDP betrachtet werden.
- 1847 wurde der "Schweizerische Volksverein" ins Leben gerufen. Dieser schlief jedoch nach der Gründung des Bundesstaates 1848 wieder ein.
- 1873 erwachte der Volksverein zu neuem Leben als es darum ging, die Bundesverfassung zu revidieren. Die Organisation fiel nach der Annahme der Verfassung wieder auseinander. Sie hatte keine leitende Idee und kein Ziel, wofür sie hätte kämpfen können.
- 1878 wurde die "Radikal-demokratischen Gruppe der Bundesversammlung" gegründet, welche mit den Liberalen, Radikalen und Demokraten verschiedene Richtungen der "Freisinnigen" zusammenfasste.
- 1894 wurde die Freisinnig-demokratische Partei im Bahnhofbuffet Olten formell gegründet.
- 1917 formierten sich Teile der FDP in der Partei BGB(Schweizer Bauern-, Gewerbe- und Bürgerpartei), der heutigen SVP.
- 1919 wurde das Proporzwahlverfahren eingeführt, welches die Mandate der Freisinnigen im Parlament von 104 auf 63 reduzierte.
- 1941/42 spalteten sich die Zürcher Demokraten ab. Sie fusionierten aber 30 Jahre später im Jahr 1971 wieder mit der FDP.
- Bis 1959 war die Partei im Bundesrat noch überproportional vertreten. Danach wurde aber die sogenannte Zauberformel eingeführt, wonach die FDP nur noch zwei Bundesratssitze einnahm.
Siehe auch
Literatur
- Dietschi, E. (1979). 60 Jahre Eidgenössische Politik – Ein Beitrag zur Parteigeschichte des schweizerischen Freisinns. Bern: FDP der Schweiz
- FDP Schweiz (1994). Hundert Jahre FDP. Politische Rundschau, No. 2+3, 1994
Weblinks
- FDP Schweiz
- FDP Frauen Schweiz
- Persönlichkeiten der FDP Schweiz
- Artikel Freisinnig-Demokratische Partei (FDP) im Historischen Lexikon der Schweiz
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