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Freeware

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Freeware (engl. free ware [ˈfɹiːˌwɛɹ] „kostenlose Ware“) bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch Software, die vom Urheber zur kostenlosen Nutzung zur Verfügung gestellt wird. Freeware ist meistens proprietär und darf daher nicht mit freier Software (engl. „free software“) verwechselt werden, die im Gegensatz zu Freeware scharfe Anforderungen an das Softwarelizenzrecht stellt und dem Benutzer bestimmte Freiheiten gewähren muss.

Begriffsabgrenzung

Ein Autor kann nach dem Urheberrecht bei einer Weitergabe seines Werks die vertraglichen Bedingungen in weitem Umfang festlegen. So ist Freeware kein genau definierter, rechtsgültiger Begriff. Es ist in jedem Einzelfall anhand der in einem Endbenutzer-Lizenzvertrag festgelegten Lizenzbedingungen zu prüfen, welche konkreten Rechte der Urheber dem Anwender gewährt. Typische Vertragsbedingungen vom Autor sind etwa, dass die Verbreitung gegen ein Entgelt untersagt ist oder die Nutzung nur für Privatpersonen kostenlos ist, d.h. der Einsatz im kommerziellen Umfeld bedarf einer Lizenzgebühr.

Im Laufe der Zeit haben sich zur Vereinfachung folgende präzisere Begriffe herausgebildet, die in liberalere und strengere Lizenzformen unterschieden werden können:

  • liberalere Lizenzformen:
    • Public Domain bedeutet den völligen Verzicht des Urhebers auf seine Rechte (Hinweis auf die Gesetzeslage in Deutschland: siehe dort).
    • Freie Software erlaubt den Benutzern neben einer freien Weitergabe des Programms auch seinen Quellcode einzusehen und zu verändern sowie Modifikationen weiter zu verbreiten.
    • Open Source wird oft synonym zu Freier Software gebraucht, kann aber auch lediglich auf Quelloffenheit hinweisen.
  • strengere Lizenzformen:
    • Shareware erlaubt zwar die Verbreitung einer oft eingeschränkt nutzbaren Version, ist in ihrer heutigen Form aber meist erst nach Bezahlung unbeschränkt nutzbar. Nach Freischaltung verliert die Software ihren Shareware-Status.
    • Donationware ist Freeware, bei der eine eventuelle Bezahlung dem Benutzer freigestellt bleibt.
    • Peaceware ist Freeware, die jede Form „unfriedlicher“ Nutzung verbietet.

Im Allgemeinen wird der Begriff Freeware eher auf kleinere Softwareprodukte angewandt. Bei größeren kostenlosen Softwareprodukten sind die Bedingungen dafür oft zu differenziert. Die Microsoft-Produkte Internet Explorer und Windows Media Player sind typische Beispiele dafür, weil die kostenlose Nutzung an den Besitz anderer Microsoft-Lizenzen und nur mit Zustimmung zur Rechteerweiterung der bestehenden Lizenzen für Microsoft gebunden ist.

Der Begriff Freeware ist heutzutage meist in zwei Gebieten anzutreffen: Einmal bei den Computerzeitschriften, die Freeware gerne als vereinfachenden Oberbegriff verwenden und bei Hobbyprogrammierern, die ihre kleineren Softwareprojekte auf ihrer Homepage zum kostenlosen Download anbieten und sich noch nicht mit dem aktuellen Softwarelizenzrecht befasst haben.

Cardware (auch Postcardware genannt) ist eine Form von Freeware, bei der der Autor um die Zusendung einer originellen Grußkarte bittet, soweit das Programm Gefallen gefunden hat.

Freeware-Szene

Neben einzelnen Autoren gibt es auch Gruppen, so genannte Codinggroups, die hobbymäßig Software programmieren und diese als Freeware anbieten.

Weblinks

Wikipedia
Dieses Dokument entstammt in seiner ersten oder einer späteren Version der deutschsprachigen Wikipedia. Es ist dort zu finden unter dem Stichwort Freeware, die Liste der bisherigen Autoren befindet sich in der Versionsliste; die Originalfassung kann dort auch bearbeitet werden. Alle Texte der Wikipedia und ihre Derivate stehen unter der GNU-Lizenz für freie Dokumentation.
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