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Freeman Dyson
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Freeman John Dyson (* 15. Dezember 1923 in Crowthorne) ist ein englischer/US-amerikanischer Physiker und Mathematiker.
Freeman Dyson ist Sohn des englischen Komponisten George Dyson und Schüler des Zahlentheoretikers Godfrey Harold Hardy. Freeman Dyson arbeitete während des Zweiten Weltkriegs als Analyst beim Britischen Bomber Command.[1] Nach dem Krieg ging er nach Princeton (USA) und wurde 1957 eingebürgert.
In den Nachkriegsjahren beschäftigte sich Dyson mit dem Beweis der Äquivalenz [2] der zwei Formulierungen der Quantenelektrodynamik (QED), die zu dieser Zeit existierten, der Pfadintegralformulierung von Richard Feynman und des Variationsansatzes von Julian Schwinger und Shinichiro Tomonaga (siehe auch Dyson-Operator). Seine Aufsätze trugen wesentlich zur Akzeptanz der Feynmanschen Formulierung der QED bei.
Von 1957-61 war er Mitarbeiter am Orion-Projekt, das die Möglichkeiten von Weltraumflügen mithilfe eines Nuklearantriebs untersuchte. Ein Prototyp mit konventionellem Sprengstoff wurde getestet, das Projekt wurde allerdings eingestellt, nachdem die Nutzung von Nuklearwaffen in der Atmosphäre durch einen Vertrag verboten wurde.[3]
In einer seiner wissenschaftlichen Arbeiten argumentierte Dyson, dass eine fortgeschrittene Zivilisation einen Stern vollständig mit einer Struktur umgeben könnte, um die Energiegewinnung zu maximieren (siehe Dyson-Sphäre). Doch selbst wenn dies gelänge und Licht aller Wellenlängen genutzt werden könnte, würde die Struktur Wärmestrahlung im Infrarotbereich abgeben. Er schlussfolgerte daraus, dass eine Methode zur Suche nach außerirdischem Leben darin bestünde, nach großen Objekten zu suchen, die im Infrarotbereich strahlen.[4]
Dyson hat außerdem vorgeschlagen, einen sogenannten Dyson-Baum zu konstruieren, eine genetisch veränderte Pflanze, die in der Lage wäre, auf einem Kometen zu wachsen. Er vermutete, dass Kometen, ausgehöhlt und mit einer atembaren Atmosphäre ausgestattet, als Lebensraum für Menschen im äußeren Sonnensystem dienen könnten.
Bekannt ist Dyson vor allem als mathematischer Physiker. Beispielsweise behandelte er die Theorie der wechselwirkenden Spin-Wellen mit von ihm eingeführten "Dyson Bosonen"[5] und lieferte wichtige Beiträge zur Theorie der "random matrices". Anfang der 70er Jahre stellte er in einer Konversation mit dem Zahlentheoretiker Montgomery deren Beziehung zu der Verteilung der Nullstellen der Riemannschen Zetafunktion her. Bekannt ist auch sein Aufsatz Time without end - physics and biology in an open universe, Reviews of modern physics, Bd.51, 1979, in der er die Zukunft des Lebens in einem immer weiter expandierenden Universum untersucht.
In Missed opportunities, Bulletin American Mathematical Society 1972, setzt er sich kritisch mit der in der Geschichte häufig mangelnden Kommunikation zwischen Physikern und Mathematikern auseinander, und in Unfashionable pursuits, Mathematical Intelligencer 1983, bricht er eine Lanze für unkonventionelle Forschungsrichtungen (u. a. George Green, Hermann Grassmann).
In seinem Buch Origins of Life argumentiert er im Gegensatz zur herrschenden Meinung dafür, das Proteine vor den Nukleinsäuren kamen.
1969 wurde ihm die Max-Planck-Medaille verliehen. 1965 bekam er den Dannie-Heineman-Preis. 2000 bekam er den Templeton-Preis, der für Arbeiten zur Verbindung von Wissenschaft und Religion vergeben wird. Er ist der Vater von Esther Dyson.
Inhaltsverzeichnis |
Werke
- Selected papers with commentary, American Mathematical Society 1996 (Kommentar von Dyson)
- Disturbing the universe, Harper and Row 1979 (autobiographische Aufsätze)
- Infinite in all directions, 1988
- From Eros to Gaia, 1992
- Imagined worlds, 1997
- Origins of Life, Cambridge 1985, 1999
- The Sun, the Genome and the Internet, 1999
Literatur
- Schweber: Quantum electrodynamics and the men who made it, Princeton 1994
Weblinks
- Literatur von und über Freeman Dyson im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek
- Freeman Dysons Homepage
- Space Studies Institute
- Gravity is Cool, or, Why our Universe is Hospitable to Life: Text der Oppenheimer Vorlesung (University of California, Berkeley, 9. März 2000)
- Dyson als Mathematiker
- Dyson: Lectures on Advanced Quantum Mechanics (QED), Cornell 1951
Quellen
- ↑ Siehe Disturbing the universe
- ↑ Dyson Radiation theories of Schwinger, Tomonaga and Feynman, Physical Review Bd. 75, 1949, 486, und The S-Matrix in Quantum Electrodynamics, ibid., 1736. Wiederabgedruckt in Schwinger ed. "Selected papers on QED", dover. Seine "Lectures on Advanced Quantum mechanics", Cornell 1951, sind online
- ↑ Siehe seinen Bericht in Disturbing the universe. Sowie Dyson Interstellar transport, physics today Oktober 1968.
- ↑ Dyson Search for artificial sources of infrared radiation, Science Bd.131, 1960, 1667, auch in Cameron "Interstellar communication", sowie The search for extraterrestrial technology, in Marshak ed. "Perspectives in modern physics", 1966 (Bethe-Festschrift)
- ↑ Physical Review Bd.102, 1956, 1217
| Personendaten | |
|---|---|
| NAME | Dyson, Freeman John |
| KURZBESCHREIBUNG | Englischer/US-Amerikanischer Physiker und Mathematiker |
| GEBURTSDATUM | 15. Dezember 1923 |
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