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Free Pascal

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Free Pascal

Integrierte Entwicklungsumgebung, IDE von Free Pascal 2.0
Basisdaten
Entwickler: Freiwillige
Aktuelle Version: 2.0.4
(28. August 2006)
Betriebssystem: UNIX, Linux, Windows, Mac OS X, u. a.
Kategorie: Compiler
Lizenz: GPL/LGPL
Deutschsprachig:  ?
Website: http://www.freepascal.org/

Free Pascal (abgekürzt FPC) ist ein Open-Source-Projekt, dass sich anfänglich zum Ziel setzte einen freien, hunderprozentig kompatiblen Turbo-Pascal-Klon zu programmieren. Im Moment wird die Delphi-7-Kompatibilität fertiggestellt. Darüberhinaus wurden zu Free Pascal Eigenschaften hinzugefügt, die in keinem anderen Pascal-Compiler zu finden sind. Ein weiterer Vorteil gegenüber anderen Pascal-Varianten ist die Verfügbarkeit für zahlreiche Betriebssysteme.

Als Entwicklungsumgebung für Free Pascal ist Lazarus verfügbar, welches der Delphi-Entwicklungsumgebung nachempfunden ist, aber ein separates Projekt ist. Free Pascal selbst wird mit einer integrierten Entwicklungsumgebung (IDE) im Textmodus ausgeliefert, welche an die IDE von Borlands Turbo Pascal erinnert.

Die Nutzung der LGPL ermöglicht es, kommerzielle Programme mit Free Pascal zu schreiben. Ein gutes Beispiel dafür, wie reif der FPC inzwischen ist, ist das kommerzielle Grafikprogramm Pixel.

Inhaltsverzeichnis

Sprachdialekt

Free Pascal beherrscht den De-facto-Standard, die Borland-Pascal-Dialekte. In der Version 2.x ist Free Pascal nahezu Delphi-7-kompatibel.

Das Projekt strebt aber auch danach, die ANSI/ISO-standardisierten Pascal-Dialekte zu implementieren. Außerdem gibt es Bestrebungen, dem Dialekt von Apple Pascal entgegen zu kommen, um das Zusammenspiel mit Mac OS X zu vereinfachen.

Der OBJFPC-Modus stellt die maximale Funktionsvielfalt dar. Diese äußert sich in objektorientierter Programmierung, Interfaces, im SVN-Trunk sogar Generics.

Die verschiedenen Dialekte werden realisiert, indem mit der Compilerdirektive $MODE ein Kompatibilitätsmodus gesetzt wird. Free Pascal kennt in der aktuellen Version sechs verschiedene Modi:

  • Delphi - Delphi-Kompatibilitätsmodus
  • TP - Turbo-Pascal-Kompatibilitätsmodus (Object Pascal Extensions werden abgeschaltet)
  • FPC - Der Defaultmodus
  • OBJFPC - FPC mit Object Pascal Extensions
  • GPC - GNU Pascal -Kompatibilitätsmodus
  • MACPAS - Kompatibilitätsmodus für Pascaldialekte auf Mac OS, wie Think Pascal, Metrowerks Pascal und MPW Pascal

Lieferumfang

Free Pascal besteht aus mehreren Komponenten:

  • FPC - Der Compiler selbst
  • RTL - Die Runtime Library
  • FCL - Die Free Component Library (analog zur Delphi VCL)
  • Einer IDE
  • Mehreren Packages (Units):
    • bfd - Interface zur GNU Binary Format Beschreibung
    • cdrom - CDROM Interface
    • forms - Interface zu X-Forms
    • fpgtk - GTK
    • fv - Free Vision
    • gconf
    • gdbint - Interface zum gdb Debugger
    • gdbm
    • ggi
    • gnome - GNOME Interface
    • gtk - GTK Interface
    • gtk2 - GTK 2 Interface
    • ibase - Interface zur Interbase API
    • imlib
    • inet - Routinen zur Internet Programmierung
    • libasync - Prozedurenb für asynchrones I/O
    • libc
    • libgd
    • libpng
    • md5 - Routinen zur Berechnung von MD5 Hashes
    • mysql - Interface zu MySQL
    • ncurses - Ncurses Interface
    • netdb
    • newt
    • odbc - Interface zu ODBC
    • opengl - OpenGL Interface
    • oracle - Interface zur Oracle Datenbank
    • paszlib - Implementation der ZLib Routinen
    • pasjpeg
    • postgres - Interface zu PostgreSQL
    • pthreads
    • regexpr - Reguläre Ausdrücke
    • sqlite - SQLite Interface
    • svgalib
    • syslog
    • tcl - Tcl Interface
    • unixutil
    • unzip
    • utmp
    • uuid
    • x11 - X11 Interface
    • zlib
    • zvt
    • weitere Packages/Units von Free Pascal-Nutzern

Geschichte

Free Pascal entstand, als Borland verlautete, dass es kein Borland Pascal 8 geben würde, und dass die nächste Version ausschließlich für Windows sei (das spätere Delphi). Der Student Florian Paul Klämpfl begann darauf hin, an einem eigenen Pascal-Compiler zu arbeiten. Er nannte ihn zunächst FPK, nach den Initialen seines Namens.

Die erste Version war noch ausschließlich für den DOS-Extender go32v1 geschrieben. Nach einiger Zeit der Entwicklung portierte Michael van Canneyt Free Pascal auf Linux. Die DOS-Portierung wurde adaptiert, um sie unter OS/2 mit dem EMX-Extender zu benutzen. Es folgte die Win32-Portierung.

Im Juli 2000 erschien Version 1.0. Diese Version hatte schon nahezu Turbo-Pascal-7/Delphi-2-Kompatibilität. In der Folgezeit wurde Free Pascal noch auf zahlreiche andere Plattformen und Architekturen portiert, u. a. PowerPC, Sparc und ARM. Version 1.9.4 war dann die erste Version mit Mac OS X-Support.

Die Entwicklung wurde fortgesetzt und die Version 2.0.0 schließlich im Mai 2005 veröffentlicht.

Plattformen

In der aktuellen Version 2.0.4 unterstützt Free Pascal folgende Architekturen:

Folgende Betriebssysteme werden unterstützt:

Siehe auch

Weblinks

Wikipedia
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