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Franz Maria Aepinus

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Franz Maria Ulrich Theodosius Aepinus (auch Äpinus oder Hoch; * 13. Dezember 1724 in Rostock; † 10. August 1802 in Dorpat) war ein deutscher Astronom, Mathematiker und Physiker.

Aepinus stammte aus einer gelehrten Familie, deren Urgroßvater den alten Namen Hoch oder Hock in die graezisierte Form umgewandelt hatte. Der Vater des Aepinus war Professor der Theologie an der Universität Rostock. Aepinus studierte Medizin und Mathematik an den Universitäten Jena und Rostock. 1747 machte er seinen Magister mit einer Dissertation über die Bahnen fallender Körper. Während dieser Zeit beschäftigte er sich eingehend mit mathematischen Problemen, wie algebraischen Gleichungen, der Lösung partieller Differentialgleichungen und negativen Zahlen.

1755 wurde Aepinus zum Direktor der Sternwarte in Berlin berufen, wo er die Bekanntschaft von Leonhard Euler machte und bei dem er während der zwei Jahre seines Aufenthalts in der preußischen Hauptstadt auch lebte. Aepinus wurde Mitglied der Berliner Akademie der Wissenschaften. Obwohl er Direktor des Observatoriums war, machte er keine wesentlichen astronomischen Untersuchungen. Allerdings entstanden hier seine wichtigsten wissenschaftlichen Arbeiten. Sein aus Rostock stammender Schüler Johann Carl Wilcke machte ihn auf Probleme der Elektrizität aufmerksam. Wilcke selbst arbeitete an seiner Dissertation über die Eigenschaften der Turmalin-Minerale und erkannte die piezoelektrischen Eigenschaften des Materials. Aepinus untersuchte die Änderung der Polarisation von Turmalin und anderen Kristallen bei einer Änderung der Temperatur. Dabei fand er, dass die elektrischen Eigenschaften des Kristalls ähnlich den magnetischen waren. Er schloss, dass Elektrizität und Magnetismus den gleichen Ursprung haben müssten. 1759 verfasste er darüber das Werk Tentamen theoriae electricitatis et magnetismi (Versuch einer Theorie der Elektrizität und des Magnetismus).

Aepinus ließ sich 1757 als Mitglied der Kaiserlichen Akademie der Wissenschaften in Sankt Petersburg nieder und wurde dort Professor der Physik. Er stand bei Kaiserin Katharina II. in hohem Ansehen, so dass sie ihm auch die Erziehung ihres Sohnes Paul I. anvertraute.

Russische Wissenschaftler, insbesondere Michail Wassiljewitsch Lomonossow lehnten die Theorien von Aepinus allerdings ab, wohl auch aus persönlichen Gründen, hatte der Deutsche doch bei Hofe sehr schnell Karriere gemacht. 1798 zog sich Aepinus ins Privatleben zurück.

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