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Franz Georg von Schönborn-Buchheim

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Franz Georg von Schönborn (Bild eines unbekannten Malers, um 1740)

Franz Georg Reichsfreiherr (seit 1701 Reichsgraf) von Schönborn-Buchheim (* 15. Juni 1682 in Mainz; † 18. Januar 1756 in Schloss Philippsburg, Koblenz) war Kurfürst von Trier, Fürstabt von Prüm, Fürstbischof von Worms und Fürstpropst von Ellwangen.

Leben

Schönborn war das neunte Kind eines kurmainzischen Staatsministers (Graf von Schönborn) und der Neffe des Kurfürsten Lothar Franz von Schönborn. Seine älteren Brüder waren die (Fürst-)Bischöfe Johann Philipp Franz von Schönborn, Friedrich Carl von Schönborn und Hugo Damian von Schönborn.

Ab 1702 studierte er in Salzburg, Siena und Leiden Jura, Philosophie, Theologie, Geographie, Geschichte und Sprachen. Anschließende Reisen brachten ihn an die Kurie sowie den englischen und spanischen Hof. Durch Förderung seines Onkels Lothar Franz knüpfte er förderliche Kontakte zum Wiener Kaiserhof.

Als sein Mainzer Onkel 1729 starb und der bisherige Trierer Erzbischof in Mainz die Nachfolge antrat, war Franz Georg der aussichtsreichste Kandidat für die Kur-Nachfolge in Trier. Er wurde 1729 einstimmig gewählt und durch seinen Bruder Friedrich Carl zum Priester und Bischof geweiht. Dank päpstlicher Protektion wurde er drei Jahre später auch Fürstbischof von Worms und Fürstpropst von Ellwangen.

Politisch hielt er eng zu Habsburg und sah daher seine Kurlande in der ersten Hälfte seiner Regierungszeit ständig in die Konflikte der Großmächte verwickelt. In der zweiten Hälfte seiner Regierung zog er sich aus der Reichspolitik zurück und konzentrierte sich auf Verwaltung und Bauprojekte - u. a. die Gesamtanlage der barocken Residenz zu Ellwangen (1737–1753). Ab 1739 erweiterte er seine Residenz bei Koblenz, das Schloss Philippsburg in Ehrenbreitstein, um den Dikasterialbau. Vermutlich 1741 ließ er durch Balthasar Neumann, den Hofbaumeister seines Bruders Friedrich Carl, ein neues Gotteshaus für seinen Sommersitz, das pfälzische Dirmstein, planen, die berühmte barocke Zweikirche St. Laurentius, die 1746 eingeweiht wurde.

Obwohl selbst fromm, stand Franz Georg der Aufklärung aufgeschlossen gegenüber und strebte eine Hebung der Volksbildung an. Auch verbot er einige Volksbräuche, Wallfahrten, Feiertage und den Exorzismus.

Gegen Ende seines Lebens musste er den Niedergang der Macht seiner Familie im Reich erkennen und starb, als letzter seiner Brüder, nach längerer Krankheit in seinem Schloss Philippsburg. Sein Herz und seine Eingeweide wurden in der Heilig-Kreuz-Kirche zu Ehrenbreitstein, sein Leichnam im Dom zu Trier beigesetzt.

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